Ausgabe: 07 / 2006
Seite: 6

Zu Recht vergessen

Von

"Kavalierstart aus dem Keller" - Barbara Hein über den späten Erfolg des Malers Richard Allen Morris (6/2006)

Wenn ich die Arbeiten von Richard A. Morris betrachte, meine ich: Er ist (war) . Sie schreiben, er brauche für manche Werke nur 30 Sekunden. Man sieht's! Welches Interesse haben Sie, diese drittklassige Kunst zu pushen? Schade um den vergebenen Platz im Heft, viele gute aktuelle Künstler hätten ihn eher verdient.

Diethelm Bornefeld, Bad Godesberg

Den Namen Richard Allen Morris hatte ich noch nie gehört. Umso überraschter war ich über diese Bilder und die dazugehörige Geschichte. Unglaublich, dass ein so vielseitiger und experimentierfreudiger Maler erst jetzt entdeckt wird. Mir gefallen besonders die abstrakten Gemälde: Auf den ersten Blick ganz einfach gemacht, aber faszinierend in ihrer Vielschichtigkeit. Hoffentlich beweisen seine Galeristen jetzt Augenmaß und drängen den alten Mann nicht zum schnellen Ausverkauf. Heute arbeiten nicht mehr viele Künstler auch dann konzentriert über lange Zeit an ihrem Werk, wenn ihnen die Bestätigung durch den Kunstmarkt fehlt. Mit vielen Stipendien, Förderkojen und ähnlichem ist die heutige Generation ziemlich verwöhnt!

Heinrich Köhler, Hamm

Bild(er):

Bild: Titelthema der Juli-Ausgabe von art war der kalifornische Maler Richard Allen Morris