Ausgabe: 07 / 2006
Seite: 15

Held des Monats

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In seinen Interviews geht es meistens um die Verflüssigung der Welt und ihrer Informationsträger: Der Künstler und Theoretiker Peter Weibel preist dann die "freischwebende technische Intelligenz" und philosophiert über digitale Räume. Ein Blick in das Büro des Denkers, der seit 1999 Chef des Zentrums für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe ist, offenbart die ganze Wucht des Materiellen, aus dem die luftigen Gedankengebilde wachsen. Peter Weibel leitet sein Insititut von einem wahren Feldherrenhügel aus Papier. Was man bei anderen Menschen Chaos nennen würde, kann hier nichts anderes sein als greifbare Vernetzung von Gedanken. Arbeiten von Peter Weibel sind unter dem Titel "Das offene Werk 1964- 1979" noch bis zum 3. September in der Phoenix Art Kulturstiftung in Hamburg-Harburg zu sehen.

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Bild: Über den Dächern von Karlsruhe residiert der ZKM-Chef in einem Büro, dessen Größe voll ausgeschöpft wird: Lois Renners Fotoarbeit, "Peter Weibel", 2005

Bild: Manager im Chaos: Peter Weibel