Ausgabe: 07 / 2006
Seite: 106
Kontrollierte Offensive
Von
Computer: Überseemuseum Bremen mit neuem System
Manjushri, der buddhistische Heilsvermittler, schenkt den Menschen Wissen und Erleuchtung. Im Bremer Überseemuseum, wo eine Manjushrifigur in der Sammlung gezeigt wird, hat dieser Bodhisattva jetzt digitale Hilfe bekommen: 80 Taschencomputer (PDA) sowie einige Bildschirm-Terminals geleiten Besucher durch die neu eingerichtete Asien-Abteilung - und sorgen auf kurzweilige Art für Erkenntniszuwachs.
PDAs sind als Informations-Vermittler keine Sensation mehr, dennoch, sagt Götz Mackensen, "leisten wir hier Pionierarbeit für andere Institute". Der Beauftragte des Überseemuseums für die Entwicklung von Zukunftstechniken spielt nicht nur auf die Vorzüge einer neuen Präsentations-Software ("Xpedeo") an, die multimedial für ressortübergreifende Information via drahtlosem Netzwerk sorgt. Wegweisend findet Mackensen das integrale Softwarepaket, mit dem alle Routinearbeiten des Museums erledigt werden können. Bereits über die Museumswebsite kann der Neugierige jetzt seinen Ausstellungsbesuch bis ins Detail planen. Per Direktzugriff auf die Informationen zu den Ausstellungsstücken lässt sich ein virtueller Weg durch die Schau von zu Hause aus bestimmen. Dafür erhält er eine Codenummer, die er im Museum auf den PDA überträgt, der ihn dann leitet.
Stolz ist Mackensen besonders auf den geglückten Start des umfassenden, von der Bremer Agentur "Informationsgesellschaft" entwickelten Software-Konzepts, das im Laufe der Zeit die Verfügbarkeit der kompletten Sammlung über PDAs ermöglicht - und damit auch die Öffnung des Magazins für Besucher. GUNDER CLAUSS
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Bild: Informationen über den buddhistischen Heilsvermittler aus dem Taschencomputer
