Ausgabe: 12 / 2006
Seite: 118
Karl & Faber
Von Joachim Hauschild
AUKTIONSHAUS IM PORTRÄT
Gegründet: 1923 Sitz: München, Amiraplatz 3 Spezialgebiet: Kunst auf Papier Spitzenlos: Edgar Degas' "Danseuse Russe", Pastell und Kohlezeichnung, um 1900, Erlös 1987: 450 000 Mark Nächste Auktion: 7./8. Dezember Internet: www.karlundfaber.de
wurde 1923 von dem Kunsthistoriker Georg Karl und dem Germanisten Curt von Faber du Faur gegründet. Als "Kunst- und Literatur-Antiquariat" lag der Schwerpunkt zunächst auf der Versteigerung von Büchern, Autografen und Arbeiten auf Papier.
1961 trat Louis Karl, der Sohn des Gründers, in das Unternehmen als Auktionator ein und hat seit 1971 als alleiniger Inhaber rund 100 Auktionen durchgeführt. Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten übernahmen im Sommer 2003 zwei wohlhabende Familien, Keim aus München und Murmann aus Hamburg, das traditionsreiche Haus.
Geschäftsführer ist der Jurist Rupert Keim. Louis Karl blieb dem Haus als Berater verbunden und führt in gewohnt ruhiger und zuverlässiger Art die Auktionen durch.
Das Spezialgebiet von sind traditionell Arbeiten auf Papier, insbesondere alte Grafik. Doch bemüht man sich mit anhaltendem Erfolg um die Klassische Moderne bis zu Arbeiten der zeitgenössichen Kunst. ist bekannt für die sorgfältig erarbeitete Katalogisierung der eingelieferten Arbeiten, samt Literaturangaben und Zu standsbeschreibungen - heute keine Selbstverständlichkeit mehr.
Das Haus hat Repräsentanten in Hamburg und Düsseldorf sowie seit diesem Jahr auch in Basel und New York. führt jährlich zwei Auktionen durch und veranstaltet zwischenzeitlich auch Ausstellungen, etwa mit Arbeiten von Piranesi, Karl Otto Götz und mehrfach Theodor Werner.
Geschäftsführer Rupert Keim:
"Dank unserer guten Katalogisierung wissen unsere Kunden, dass sie sich auf uns verlassen können.
Viele kaufen deshalb auch, ohne das Objekt im Original gesehen zu haben."
Geschäftsführer Rupert Keim leitet das alte Münchner Auktionshaus seit drei Jahren
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