Ausgabe: 12 / 2006
Seite: 144
Wahre Sensation
Von Petra Bosetti
KUNSTGESCHICHTE
Die Schätze der Skythen. Das machte schon Forscher im 19. Jahrhundert neugierig: eine Totenstadt nahe der russischmongolischen Grenze mit Hunderten von Grabhügeln, wo vor Jahrtausenden das Reitervolk der Skythen gelebt hatte. Erst in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts begannen systematische Ausgrabungen.
Die Sensation aber kam 2001 ans Licht:
Deutsche und russische Archäologen entdeckten das Grab eines skythischen Fürsten aus dem 7. Jahrhundert vor Christus.
Sie müssen sich gefühlt haben wie seinerzeit Howard Carter in der Grabkammer Tutanchamuns - Gold, wohin das Auge reichte, insgesamt rund 5600 Objekte.
Diese wunderbaren, ornamentalen oder gegenständlichen Schmuckstücke, Waffen und Gebrauchsgegenstände sind jetzt in einem Buch mit noblem Layout ausführlich vorgestellt und dokumentiert und wecken Lust auf die Skythen-Schau im Berliner Martin-Gropius-Bau (6. Juli 2007 bis 1.
Oktober 2007).
