Ausgabe: 12 / 2006
Seite: 145
Die Farbe der Berge
Von Kia Vahland
KUNSTGESCHICHTE
Von der Antike zur Moderne: Wie Maler Landschaft sahen. Den Alpen konnte der Schriftsteller und Philosoph Michel de Montaigne (1533 bis 1592) wenig abgewinnen. Eine so unwirtliche, dem Menschen geradezu unnütze Landschaft galt in seiner Zeit als hässlich - im Gegensatz zu kultiviertem Boden mit Weizenfeldern und Rebstöcken.
Vincent van Goghs aufgewühltes "Kornfeld mit Krähen" (1890) allerdings hätte de Montaigne wohl auch nicht als schön empfunden - wenn er die im Wind schwingenden Ähren überhaupt als solche identifiziert hätte.
Der Kunsthistoriker Nils Büttner stand nun vor der schwierigen Aufgabe, die so unterschiedlichen Naturbilder und -ideale von der Antike bis zur Moderne in einem Buch zusammenzufassen. Das Ergebnis ist ein umfangreicher Prachtband, der Einsteigern einen Überblick über die vielseitige Geschichte der Landschaftsmalerei erlaubt.
Anschaulich wird der Text durch die zahlreichen Bildbeispiele. Manchmal allerdings würde man sich eine weniger umständliche Sprache wünschen.
