Ausgabe: 03 / 2005
Seite: 108
Diebe wüteten im Museum
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Einbruch: Unversicherte Gemälde in Hoorn gestohlen
Albtraum statt Jubelfest im Hafenstädtchen Hoorn am Ijsselmeer: Eigentlich hätten an jenem Montagmorgen die Feierlichkeiten zum 125-jährigen Jubiläum des Westfries Museums beginnen sollen. Doch beim Betreten des Gebäudes konnten die Mitarbeiter ihren Augen kaum trauen: An den Wänden hingen leere, schiefe Bilderrahmen, der Boden war übersät mit den Glassplittern zerschlagener Vitrinen, und dazwischen lagen die Scherben kostbarer Vasen.
Die Diebe, die in der Nacht auf den 10. Januar in das Provinzmuseum eingedrungen waren, gingen äußerst brutal vor. Was sie nicht haben wollten, zerstörten sie. Insgesamt 23 unversicherte Gemälde niederländischer Maler aus dem 17. Jahrhundert wurden gestohlen, darunter eines von Jan van Goyen, dazu zwei Grafiken und zahlreiche kostbare Silberarbeiten im Gesamtwert von zehn Millionen Euro.
"Sie waren äußerst zielstrebig und haben sich die kostbarsten Stücke herausgesucht", so Museumsdirektor Ruud Spruit. Wie die Diebe in das im Stadtzentrum gelegene Museum eindringen konnten, ist noch ungeklärt. Vermutlich ließen sie sich im Haus einschließen. Die Alarmanlage funktionierte, wurde aber ausgeschaltet. KERSTIN SCHWEIGHÖFER
Bild(er):
Bild: Fassungslos steht Direktor Ruud Spruit im verwüsteten Museum
