Ausgabe: 03 / 2005
Seite: 9
Ewige Siesta
Von
Normalerweise legen italienische Designer und Firmen wenig Wert auf Gemütlichkeit; Mailand ist die Metropole einer Wohnkultur, deren strenge Eleganz manchmal wirkt, als seien Menschen darin eigentlich unerwünscht. Umso Aufsehen erregender sind die Entwürfe der Spanierin Patricia Urquiola, 43, die in Mailand studiert hat und heute dort arbeitet. Sie bereichert das italienische Design um einen wohltuenden Sinn für das tägliche Chaos. Auf der Kölner Möbelmesse stellte Urquiola, die als Shootingstar der internationalen Designszene gilt, ihr "ideales Haus" vor. Ein knallbunter Teppich, bauchige Lampen mit diversen Mustern, hier und da liegt Krimskrams herum, und in der Mitte baumeln demonstrativ bequeme Hängematten: Wohnen wird von der Spanierin als interpretiert.
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Bild: Ein Raum, in dem sich stilvoll abhängen lässt: Auf der Kölner Möbelmesse zeigte Patricia Urquiola ihr Idealhaus
