Liebe Leserin, lieber Leser
der Kunstbetrieb liebt seinen inneren Frieden. Systemkritik wird als Kunstformgern geduldet, nicht aber ein Tabubruch in Form von klaren Botschaften. So ging auch bei der letzten "Art Cologne" die eigentliche Provokation - weggeschwiegen oder einfach überhört - im Getümmel unter. Dabei hatte Bernhard Wittenbrinkeinfache Dinge deutlich ausgesprochen. "Nehmt den Künstlern alle
Seite 3
Briefe
Kleine Bildunterschriften können gewaltige Debatten auslösen. In unseremBericht über die Fotografin Leonore Mau (art 8/2005) hatten wir - den Angabender Hamburger Deichtorhallen folgend - behauptet, der Dichter Hubert Fichte seihier mit einer Kopfmaske der Senufo und einer Gelede-Bauchmaske dekoriert.Senufo war leider ebenso falsch, wie die an dieser Stelle in art 9/2005 erfolgte
Seite 8
Erichs Lampenladen
"Lob des Unpräzisen" - Sandra Danicke über den Frankfurter Künstler Tobias Rehberger (10/2005)
Seite 8
Dezentrale Kunst
"Junge Szene Frankfurt" - Titelgeschichte und Hauptteil des Heftes beschäftigten sich mit der Kunststadt am Main (10/2005)
Seite 8
Wunderbar klar
"Die Entdeckung eines Traumes von vollkommener Schönheit" von Stefan Lüddemann und "Der Herr der Jahresringe" von Helge Stroemer (11/2005)
Seite 8
Neue Perspektive
Editorial von Tim Sommer über die Kölner Stadtplanung (9/2005)
Seite 8
Inselträume
Ganz selbstvergessen gleitet die grüne Oase vorbei an New Yorks Hochhausgebirgen: ein Minipark mit
Seite 10
Wo sich Fuchs und Edelmann gute Nacht sagen
Eigentlich ist Londons National Portrait Gallery ein hoch seriöses Haus, in demseit 150 Jahren die Bildnisse der britischen Aristokratie gesammelt werden. Umso erstaunlicher, dass der belgischen Künstler Francis Alýs das Museum überreden konnte, für ein Kunstprojekt dort eine Nacht lang einen Fuchs einzusperren.Dessen nächtliche Runde durch die Galerien wurde von
Seite 10
Stars und Sternchen
Dass mediale Berühmtheit den Umsatz fördert, haben Künstler wie Andy Warhol oder Jeff Koons vorgelebt. Wie sehr sich der Personenkult inzwischenverselbständigt hat, zeigt die Ausstellung "Superstars" in der Kunsthalle Wien(bis 22. Februar 2006, www.kunsthallewien.at), in der das Prinzip Prominenz von Leonardos "Mona Lisa" bis Madonna beleuchtet wird.Bild(er): Bild:
Seite 11
Ohne Deckung
Seit über 40 Jahren ist der deutsche Fotojournalist Thomas Höpker mit seinerKamera unterwegs, immer ganz dicht dran, immer wachsam. Das MünchnerStadtmuseum widmet dem Magnum-Fotografen, der heute in New York lebt, jetzt eine Werkschau (bis 28. Mai 2006, www.stadtmuseum-online.de). Zu sehen sind etwafrühe Schwarzweißbilder von seinen Reportagen in Ost-Berlin und Fotos von derBoxlegende
Seite 11
Mit Schablonen gegen Mauern
Banksy, der berühmtberüchtigte Sprayer aus London, scheut für seine Kunst keineGefahr. Nachdem der Graffitikünstler schon mehrmals mit der Polizei in Konflikt geriet, weil er seine Werke heimlich ins British Museum, den Louvre und dasMoMA geschmuggelt hatte, setzte er sich nun den Gewehren israelischer Soldatenaus. In einer Nacht- und Nebelaktion brachte er auf der palästinensischen
Seite 12
Ständig unter Hochdruck
Spaniens Macho-Kultur musste in letzter Zeit ja einiges wegstecken. Erst wählte das Volk einen Ministerpräsidenten, dessen Spitzname "Bambi" ist, dann wurdenschwule Ehen legalisiert. Zumindest in der Architektur kehrt jetzt brachialeMännlichkeit zurück. Für Valencia entwarf Santiago Calatrava ein protzigesOpernhaus. Der "Palau de les Arts Reina Sofia" erinnert manche Kritiker an
Seite 12
Tempo, Tempo!
Die Bauhaus-Künstlerin Marianne Brandt (1893 bis1983) ist bekannt für ihreabstrakten Metallarbeiten und wilden Schmuckkompositionen. Das Berliner Bauhaus Archiv zeigt unter dem Titel "" ihre Fotomontagen aus denzwanziger und dreißiger Jahren, eine weniger beachtete Facette ihres Werks (bis9. Januar, www.bauhaus.de). Die auf Zeitungs- und Illustriertenfotosbasierenden Collagen
Seite 13
Momente für die Ewigkeit
Er stand für die Gegenkultur der siebziger Jahre. Doch dem frühen Erfolg widersetzte sich der Schweizer Franz Gertsch durch Langsamkeit. Eine große Doppel-Retrospektive feiert ihn nun als Star der realistischen Malerei
Seite 16-26
Bilderjäger im Dickicht des Alltäglichen
TITEL: Der Bilderjäger - Die geheimnisvolle Fotokunst des Lee / Friedlander in München / Seit 40 Jahren lichtet Lee Friedlander Amerikas "soziale Landschaften" ab. Jetzt feiert das Münchner Haus der Kunst den großen Fotografen mit einer umfassenden Retrospektive
Seite 28-38
Das gallische Dorf der Drucktechnik
Vier Männer in Leipzig leisten Widerstand: Im Digitalzeitalter verteidigen sie die Kunst des Lichtdrucks. Die Auftragslage ist miserabel, das Farb- und Filmmaterial schwer zu bekommen. Nur das Interesse der Künstler könnte Deutschlands letzte Lichtdruckwerkstatt retten
Seite 40-46
Reichtum der Erde
In seinen Bilder leuchtet die ganze Pracht der Natur: Der spanische Künstler Miquel Barcelo zeigt das Meer und üppige Früchte, er porträtiert Stiere, Affen und Fische. Sein Meisterwerk ist eine Kapelle auf Mallorca
Seite 48-59
Schöner deutscher Alltag
Aus den Bilderfluten der Gebrauchsfotografie destilliert der Düsseldorfer Künstler Jörg Sasse einzelne Aufnahmen heraus - und formt am Computer Sinnbilder einer durchdesignten Welt
Seite 60-67
Handgemachte Geheimnisse
Mit ihren verschlossenen, oft hoch fragilen Arbeiten nimmt die Frankfurter Zeichnerin Lucie Beppler eine Ausnahmestellung in der Kunstszene ein. Eine Entdeckung
Seite 70-77
Ein Sternbild landet in Marokko
Seit 18 Jahren belebt der Münchner Projektkünstler Hannsjörg Voth die südmarokkanische Marha-Ebene mit riesigen archaischen Lehmskulpturen. Sein jüngst vollendetes Werk ist die monumentale "Stadt des Orion"
Seite 78-83
Schätze aus dem Hightech-Depot
AUSSTELLUNGEN IM DEZEMBER / WIEN: EGON SCHIELE / Die Albertina zeigt Schieles Arbeiten auf Papier in seltener Vollständigkeit
Seite 84-86
"Schock-Korridor" und Miniaturidylle
AUSSTELLUNGEN IM DEZEMBER / HANNOVER: NIGHT SITES / Der Kunstverein zeigt unheimliche Werke der Gegenwartskunst
Seite 86-87
Die Pracht der letzten Kaiserdynastie
AUSSTELLUNGEN IM DEZEMBER / LONDON: CHINA / Die Royal Academy of Arts zeigt über 370 Schätze der Qing-Herrscherdynastie
Seite 88-89
Mehr als nur Film
AUSSTELLUNGEN IM DEZEMBER / MÜNCHEN: PIER PAOLO PASOLINI / Die Pinakothek der Moderne zeigt Pasolinis Zeichnungen und Gemälde
Seite 88
Ganz nah dran
AUSSTELLUNGEN IM DEZEMBER / PARIS: RON MUECK / In Paris findet die erste Einzelausstellung des Bildhauers in Frankreich statt
Seite 89
Kitsch versus Mut
AUSSTELLUNGEN IM DEZEMBER / FRANKFURT/MAIN: HUNDERTWASSER / Das Deutsche Architektur Museum möchte Vorurteile in Frage stellen
Seite 94
Parallel zur Wirklichkeit
AUSSTELLUNGEN IM DEZEMBER / AACHEN, BERLIN: KUNST UND SPIEL / Zwei Schauen zu einem Thema: im Ludwig Forum und in der Akademie der Künste
Seite 94-95
Die Kunst des Verschmelzens
AUSSTELLUNGEN IM DEZEMBER / NEW YORK: ROBERT RAUSCHENBERG / Das Metropolitan Museum of Art widmet den "Combine"-Werken eine Ausstellung
Seite 95
Die Absurdität des Daseins
AUSSTELLUNGEN IM DEZEMBER / FRANKFURT/MAIN: JAMES ENSOR / Die Schirn Kunsthalle präsentiert eine umfassende Retrospektive des Belgiers
Seite 96-97
Staunen und lernen
AUSSTELLUNGEN IM DEZEMBER / BONN: BAROCK IM VATIKAN / Die Bundeskunsthalle zeigt barocke Schätze aus den Vatikanischen Museen
Seite 97
TERMINE
[Dieser Artikel ist leider nicht im Volltext verfügbar]
AACHENArtgames - Strukturelle Analogien zwischen Kunst und Spiel Zum ThemaKunst und Spiel: Arbeiten von 26 Künstlern und Künstlergruppen, darunter SylvieFleury, Fischli/Weiss, Christian Jankowski, Mariko Mori, Roman Signer und andere - Siehe Vorschau Seite 94 Ludwig Forum, Jülicher Straße97-109, Di-So 12-18 17.12.2005-5.3.2006
Seite 98
Sieg der sentimentalen Fraktion
BERLIN: RUNDLEDERWELTEN
Seite 103
Kunst im Raum
HAMBURG: RÜCKKEHR INS ALL
Seite 103
Hals über Kopf
BERLIN: KUNSTHERBST
Seite 104-105
Fast im Jetzt
NEW YORK: RUSSIA!
Seite 104
Die Anti-Heldin
KÖLN: ROSEMARIE TROCKEL
Seite 105
Auf hohem Niveau
AMSTERDAM: GEFÄHRLICHE FREUNDE
Seite 105
Überraschend frisch
KÖLN: PROJEKT MIGRATION
Seite 105
Im goldenen Käfig
BREMEN: MONET UND CAMILLE
Seite 105
Creme vor der Fassade
Werbung: Geldquelle für Hamburgs Museen
Seite 117
Die unendliche Geschichte
Arp Museum: Richtfest in Rolandseck, aber weiter Streit
Seite 118
Ende des Abenteuers
KOMMENTAR
Seite 118
Hitlers Dias jetzt online
Kulturgüter: Vor der Zerstörung fotografiert
Seite 119
Bonner Kunstpoker
Leihgaben: Keine Einigung über neuen Vertrag mit Ströher
Seite 119
Rüge für Albertina-Chef
Restaurierung: Umstrittene Eingriffe bei Schiele-Blättern
Seite 120
Meldungen
Mehr SchauräumeStuttgart: Lange hat Direktor Christian von Holst dafür gekämpft, dass die AlteStaatsgalerie saniert wird. Nun hat das Land grünes Licht gegeben: Die nach dem Krieg eingezogenen Wände und Emporen im Erdgeschoss werden herausgerissen, Büro und Depots bis 2007 wieder in Ausstellungsräume verwandelt. Die Schauräume imObergeschoss bleiben geöffnet, wegen der Arbeiten
Seite 120
Direktorin unter Druck
Museum: Im Linzer "Lentos" fehlen die Publikumserfolge
Seite 120
Barfuß zum Nobelpreis
Auszeichnung: Große Ehrung für Francisco Toledo
Seite 121
Mit langem Atem ans Ziel
Museum: Neues Kunstzentrum nahe Paris eröffnet
Seite 122
Zwei Probleme, eine Lösung
Architektur I: Cinematheque zog in Pariser Gehry-Bau
Seite 122
Flanieren im Lichterglanz
Architektur II: Las Vegas soll ein Zentrum bekommen
Seite 123
Journal
Der umstrittene "Santaclaus" des US-Künstlers Paul McCarthy wurde jetzt vomRotterdamer Bürgermeister Ivo Opstelten enthüllt: Nach fünf Jahren heftigerDiskussionen hat er im Innenhof des Museums Boijmans van Beuningen einenStandort gefunden. Die sechs Meter hohe Skulptur trägt einen Weihnachtsbaum,der sich bei genauerem Hinsehen als Dildo entpuppt. McCarthy wollte mit"Santaclaus" die
Seite 123
"Vergiftete Atmosphäre"
Sammlung: Saatchi zieht in Londons Kings Road
Seite 123
Solang es der Besitzer mag
Szene: Moskaus Künstler nutzen leere Immobilien
Seite 124
Weißer Marmor, klare Form
Architektur: Moretti-Bau in Rom wird restauriert
Seite 124
"Dachte, dass es unschön wird"
Ground Zero: Rangeln um Bebauungspläne ohne Ende
Seite 125
Der große Rummel: Herbstmessen in Köln, London und Paris
Markt: Internationale Sammler zieht es weniger zur "Art Cologne" und zur "Fiac" - sie kommen lieber zur "Frieze"
Seite 126
Eine feine Zigarrenkiste
Architektur: Hamburger Büroklotz in Wohnhaus umgebaut
Seite 127
Geschenk von Disney
[Dieser Artikel ist leider nicht im Volltext verfügbar]
Der Walt-Disney-Konzern hat dem National Museum of African Art der SmithsonianInstitution in Washington eine wertvolle Sammlung afrikanischer Kunst vermacht.Die 525 Stücke, darunter kunstvolle Masken aus dem ehemaligen Königreich Benin,sind teilweise bis zu 600 Jahre alt.
Seite 128
Die Rückkehr des Nackten
Ein monumentales Werk der Pop Art, das fast 30 Jahre als verschollen galt, gingals Geschenk des Künstlers an das New Yorker Guggenheim Museum: "Der neue Adam"heißt der 2,4 mal zwölf Meter große Akt von Harold Stevenson. Der Maler hattedas Bild für eine Guggenheim-Ausstellung im Jahre 1962 gefertigt. Dem damaligen Kurator verschlug es jedoch die Sprache, erinnert sich der US-Künstler.
Seite 128
Provenienzforschung gestärkt
Die Hamburger Kunsthalle, das Museum für Kunst und Gewerbe und die Kulturbehörde der Hansestadt haben gemeinsam eine feste Stelle für Provenienzforschungeingerichtet. Damit sei in den großen Hamburger Sammlungen die Suche nachgeraubtem Kulturgut, insbesondere aus jüdischem Besitz, dauerhaft gesichert,verkündeten die beiden Museen. Hamburg kann damit die einzige feste Stelle inder
Seite 128
Gestorben
Johannes Gachnang, Schweizer Künstler, Schriftsteller, Ausstellungsmacher undVerleger, hat viele wichtige Kunstschauen mitgeprägt. So holte ihn Rudi Fuchsin sein Team, um die Documenta 7 in Kassel 1982 vorzubereiten. Gemeinsam mitSiegfried Gohr erarbeitete er die legendäre Ausstellung "Bilderstreit" 1989 inKöln. Begonnen hat Gachnang als Zeichner und Radierer. 1974 wurde der
Seite 128
Wie schmeckt "Brauner Bär"?
Kunstprojekt I: Kindheitserinnerungen zum Mitnehmen
Seite 129
TV-TIPPS
Sandro Botticelli - Schatten im Reich der Venus- 3sat, 2. Dezember, 13.15 Uhr Eva Severini erläutert in ihrem Filmdie Werke des italienischen Künstlers Alessandro Filipepi, besser bekannt alsSandro Botticelli (1445 bis 1510), und erzählt von den politischen undreligiösen Turbulenzen im Florenz der Frührenaissance. Leonardo daVinci - 3sat, 9. Dezember,
Seite 129
Fans der schwarzen Kladde
Kunstprojekt II: 20 Bücher reisen um die Welt
Seite 129
Nachgefragt
Udo Lindenberg, 59, malender Altrocker, wurde bestohlen. Ein Paar hatte fünf seiner Aquarelle aus dem Taschenbergpalais in Dresden mitgehen lassen - und kurz darauf freiwillig zurückgegeben. Die beiden hatten die Blätter für Gratis-Werbung gehalten.
Seite 130
"Nerven verloren"
John Latham, 84-jähriger englischer Künstler, wirft der Leitung der Tate Britain "Feigheit" vor. Das Londoner Museum hat Latham einen eigenen Raum gewidmet und wollte darin auch sein Werk "Gott ist groß" (1991) präsentieren. Doch dannbekamen die Verantwortlichen nach den Bombenanschlägen in der Londoner U-Bahnkalte Füße und zogen die Arbeit zurück: Diese besteht aus in eine
Seite 130
Party-Attraktion
Vanessa Beecroft, 36, italienische Künstlerin, gab ihr Debüt alsPartyausstatterin. Während sie sonst nackte Frauen zu provozierenden lebendenBildern zusammenstellt, arrangierte sie für die Eröffnungsfeier der weltweitgrößten Louis-Vuitton-Boutique in Paris grazile Mannequins in Stringtangasdekorativ neben edlen Lederwaren: Frauenkörper, passend zu den feinen Koffernund Taschen in zartem
Seite 130-131
Keine Gnade für van Tuyl
Gijs van Tuyl, 64-jähriger Direktor des Stedelijk Museum, war nach erfolgreichen Jahren in Wolfsburg nach Amsterdam zurückgekehrt, um ein "sinkendes Schiff miteiner kostbaren Ladung" zu retten. Doch seine Debütschau "Bock mit Inhalt", die eine Auswahl aus der eigenen Kollektion zeigte, fand vor den Augen derheimischen Presse keine Gnade: "Völlig daneben und in aller Eilezusammengesucht",
Seite 131
Und außerdem
hat Matthias Winzen, 44, die Leitung der Kunsthalle Baden-Baden aufgegeben undeine Professur für Kunstgeschichte und Kunsttheorie an der Hochschule derBildenden Künste Saar angenommen. Bis ein neuer Leiter gefunden ist, führtWinzens Stellvertreter, Fritz Emslander, das Haus.erhielt Robert Ryman, 75, den mit 110000 Euro dotierten Praemium Imperiale fürMalerei. Die Japan Art
Seite 131
Vom Geheimdienst bespitzelt
Andy Warhol, 1987 gestorbener amerikanischer Pop-Art-Meister, wurde 1968 und1969 vom FBI bespitzelt. Dies deckte die Presseagentur AP jetzt auf.Geheimdienstler beobachteten Warhol bei den Dreharbeiten zu "Lonesome Cowboys".Zur Filmpremiere nach San Francisco kamen gleich zwei Agenten. Sie notierten,dass die Darsteller des Streifens sich "hippiehaft vulgär" ausdrückten undWarhol sein
Seite 131
Personalien
"Es kann nicht sein, dass jede drittklassige Leinwand verkauft ist, bevor dieFarben getrocknet sind."Neo Rauch, Maler und frisch berufener Professor an der Leipziger Hochschule fürGrafik und Buchkunst, über den Boom der so genannten "Neuen Leipziger
Seite 131
SPEZIAL
NEUE KUNSTBÜCHER
Seite 132
Der Weg ist sein Ziel
Mit 14 verkauft er seine Fotos ans MoMA, mit 17 zieht er in Andy Warhols Factory und mit 23 hat er die erste Einzelschau im Metropolitan Museum of Art - und Stephen Shore ist immer noch auf der Suche
Seite 134-137
Zwischen Reproduktion und Wirklichkeit
Einblicke in die Facetten der Fotografie. Eigentlich erstaunlich, dass es trotz der dominanten Rolle, die Fotografie seit Jahren in der zeitgenössischen Kunstspielt, so wenig brauchbare Bücher über das ganze Spektrum des fotografischenKunstschaffens gibt. Mit "Kunst und Fotografie" liegt jetzt ein kompetenterBand des britischen Fotoexperten David Campany in deutscher Übersetzung vor.Der
Seite 138
Aus Licht und Schatten
Die Fundamentalisten der Fotografie. Die Sammlung von Peter C. Ruppert imKulturspeicher in Würzburg ist die einzige Kollektion konkreter Kunst, in dieauch Fotografien eingebunden sind. Grundlage dieser Art der Fotografie ist dieArbeit mit elementaren Mitteln: mit Licht und Schatten, lichtempfind- lichemMaterial und den chemischen Prozessen. Ausgehend von den fünfziger Jahren
Seite 138
Kein schöner Land
Es ist schon ein recht tristes Bild, das die Fotografinnen und Fotografen derBerliner Agentur Ostkreuz hier von Deutschland zeichnen: ausgebranntePlattenbausiedlungen, Kinder aus einkommensschwachen Familien, derAbschiebegewahrsam Berlin-Köpenick. Die Bildreporter bleiben sich treu: alskritische Spurensucher jenseits des gefälligen Magazin-Glitzers.Ostkreuz Agentur der
Seite 139
Paris verschenken
Hommage an die Hauptstadt mit Charme. Unter den großen Parisfotografen ist erder Menschenfreund: Robert Doisneau (1912 bis 1994) stellt mit seiner Kameraniemanden bloß, er geht nicht als Voyeur auf die Pirsch, er tritt auch nicht als kalter Analytiker auf. Obwohl als Industrie- und Modefotograf ausgebildet,galt seine große Leidenschaft dem Alltagsleben der französischen Metropole.Rund
Seite 139
Noch zu entdecken
Licht und Bewegung, konkrete und abstrakte Formen prägen das Werk der deutschenFotografin (1895 bis 1971), die der Avantgardebewegung der zwanziger Jahreangehörte. Dabei sind die Objekte vor ihrer Kamera ganz alltäglich: Kinder beim Spielen, Häuserreihen oder weite Landschaften. Der Band versammelt erstmals -mit einem Ausblick auf die filmischen Arbeiten - ihre wichtigsten
Seite 139
Konzept und Purismus
Eleganter kann Minimalismus kaum sein: Sugimotos Gesamtwerk. Der in New Yorklebende japanische Fotograf Hiroshi Sugimoto, Jahrgang 1948, ist einPerfektionist. Seine überwiegend schwarzweiß gehaltenen Serien vonausgestopften Tieren, lebensecht inszenierten Wachsfiguren, leerenKinoleinwänden, unendlichen Ozeanen und unscharfen Architekturklassikernvereinen die ästhetischen Prinzipien von
Seite 139
Westwoods Welt
Ihre Londoner Boutique "World's End" war in den siebziger Jahren die Urzelle der Punkmode, und Vivienne Westwood war die Erste, die Haute Couture und Popkulturkonsequent miteinander verband. Derzeit lässt eine Ausstellungstournee ihreArbeit der letzten Jahrzehnte Revue passieren; das dazu erschienene Buch isteine atemberaubende Zeitreise in Bildern, ein endloser Laufsteg voller
Seite 139
Alles über Irma und Jäcki
Die Dokumentensammlung zu Leben und Werk des Künstlerpaars Leonore Mau undHubert Fichte. Ein Lebens-KunstWerk, so raffiniert ineinander verschlungen,dass es sich der Entwirrung widersetzt, sie aber auch vehement herausfordert:Bild und Schrift, die Fotografin und der Dichter, die literarischen Figuren Irma und Jäcki, die ihr Schicksal in die Hand nehmenden Leonore Mau (geboren 1916)und
Seite 140
Dokumente einer vorsorglichen Belagerung
Ein Bildband über die "politischen Landschaften" des Fotografen Jules Spinatsch. Davos im Januar 2001: verschneite Tannen, Chalets im Flutlicht, Panzerwagenauf der Straße und neben den Skipisten Stacheldraht. Jules Spinatschsunheimliche Bilder entsprechen so gar nicht der Postkartenidylle der alpinenWintersportoase. Das liegt daran, dass der Schweizer Fotograf die Stadt zujenem
Seite 140
Der große Manipulator
Zweibändige Luxus-Monografie über Heinz Hajek-Halke. "In der Dunkelkammer desFotografen Heinz Hajek-Halke wurden Menschen zu Spachtelmasse, Tapete oderAsphalt. Die Bilder, die dabei herauskamen, sehen aus wie surrealistischeGemälde." So schrieb "Die Zeit" über die Arbeit eines Fotografen, der allesdaran setzte, mit experimentellen Manipulationen den fotografierten Moment ineine
Seite 141
Botticelli zum Mitnehmen: das Gesamtwerk
Grandioser Katalog mit sämtlichen Gemälden - für Fachleute und Laiengleichermaßen geeignet. Es gibt Orte, zu denen einem nur Attribute wie"weihevoll" oder "magisch" einfallen, und sie zu betreten garantiert eineGänsehaut. Ein solcher Ort ist die Raumflucht zehn bis 14 in den Uffizien, derso genannte "Botticelli-Saal". Überirdisch schön schwebt die Venus des großenRenaissancemalers
Seite 142-143
Es geht um Zauber
Wie sich ein Schriftsteller der Kunst annähert. Von außen betrachtet - das istein Prinzip, das oft tiefere und klarere Einblicke gestattet als der Blickmitten aus dem Räderwerk. Kunst wäre so ein System, dessen Zusammenhänge ausder Distanz eine eigene Bedeutung und Relativität gewinnen können; derRomanautor Martin Mosebach hat es riskiert: Sensibel nähert er sich Künstlernwie Piero
Seite 144
Auf Haut und Haaren
Ihr schimmernder Glanz und weibliche Schönheit haben sich seit jehervortrefflich ergänzt - kein Wunder also, dass die Künstler aller Epochen Perlen verewigt haben. Über 100 Gemälde und Fotografien vonKünstlern wie Sandro Botticelli, Rembrandt oder Man Ray hat dieKunsthistorikerin Claudia Lanfranconi gefunden, um die "Geschichte einerLeidenschaft" zu illustrieren.Claudia
Seite 144
Meisterwerke in Holz
Ein Band von erlesener Qualität präsentiert mittelalterliche Schnitzaltäre. Esgibt nicht nur ein kulinarisches Nord-Süd-Gefälle, das Phänomen trifft auch aufeinen Zweig der Sakralkunst zu: Während hochgotische Schnitzaltäre im Norden nur ganz vereinzelt zu finden sind, nimmt ihre Zahl zu, je weiter man nach Südenkommt. Autor Rainer Kahsnitz und Fotograf Achim Bunz haben die
Seite 144
Malen und Denken
Theorie und Praxis sind in Deutschland immer wieder gern als Gegensatzbetrachtet worden. Der Maler Klaus Fußmann, Jahrgang 1938, versucht seit übereinem Vierteljahrhundert, beide zu versöhnen. Und so sind neben seinenabstrakten Kompositionen eine ganze Reihe von Aufsätzen entstanden, in denen ersich mit der westlichen Bildtradition von der Frühgeschichte bis zur
Seite 144
Raum für Raum
Friedrich der Große hat seinen Potsdamer Sommersitz Sanssouci üppig ausschmücken lassen, vor allem mit vergoldetem Stuck. Diese ganze Pracht breitet nun einausführlicher Bildband aus: , Fensterachse für Fensterachse, Relief für Relief hat Hillert Ibbeken in insgesamt 207 vorzüglichen Farbaufnahmenfestgehalten - ein Genuss mehr für konzentrierte Betrachter als für hastigeBlätterer.
Seite 144
Küche und Königshof
Kunsthistoriker Martin Warnke untersucht die unglaubliche Karriere des DiegoVelazquez. Wie der spanische König auszusehen hatte, bestimmte nur einer: Diego Rodriguez de Silva y Velazquez. Von 1624 bis 1660, 36 Jahre lang, prägte derKünstler das Bild der königlichen Familie in der Öffentlichkeit. Dabei war derMann aus Sevilla vor seiner Berufung an den Hof vor allem für
Seite 146-147
Probieren geht über Studieren
Eine gut lesbare Studie über das Universalgenie Leonardo. Die Welt, davon warLeonardo da Vinci überzeugt, gehorcht bestimmten Gesetzen - und wer alsKünst-ler oder Ingenieur diese Regeln begreift, der kann alle Objekte perfektabbilden oder gar eine gültige neue Wirklichkeit ersinnen. Im Grunde -behauptet darum der Kunsthistoriker Martin Kemp überraschend, aber plausibel - , seien ein
Seite 146
Alles eine Frage des Glaubens
Der Kunsthistoriker Hans Belting über die Wahrnehmung von Bildern. Das Gute anBildern ist ja gerade, dass sie nicht "echt" sind und einem deshalb nicht aufden Leib rücken. So bleibt der TV-Moderator besser in seinem Kasten, Christusam Altar und Claudia Schiffer auf ihrer Plakatwand. "Das echte Bild" ist, wieHans Belting gleich anfangs einräumt, ein Widerspruch an sich. Diese
Seite 147
Grandioser Gleichklang
Ein Bildband feiert die goldene Ära des Jazz in New Orleans und anderswo. Haben wir sie nicht immer darum beneidet? Um diesen Rhythmus, der ihr ganzes Lebendurchzieht? Um den Trost, der sich aus ihrer Musik ziehen lässt, um die Kraft,die darin steckt? "New Orleans Function" von Louis Armstrong, ein Musikstückerzählt die ganze Geschichte: Ernst und traurig geleiten sie ihre Toten
Seite 148-149
Obsessiv erotisch
Mit seinen en Gemälden wurde er einer der bedeutendstenKünstler des Wiener Jugendstils - das grafische Werk von Gustav Klimt (1862 bis1918) fand dagegen weniger Aufmerksamkeit. Der Kunsthistoriker Rainer Metzger,Professor an der Kunstakademie Karlsruhe, stellt in seiner Monografie einefaszinierende Auswahl aus dem über 3000 Blätter umfassenden Oeuvre vor.Rainer Metzger: Gustav
Seite 150
Verfall und Neubeginn
Eine Stadt als Synonym einer Epoche: Wien um 1900. Zu den schönsten Städten der Welt zählt es sowieso, aber an der Wende zum 20. Jahrhundert war Wien aucheine der aufregendsten: Wie in einem Labor der Moderne probierten in derMetropole der untergehenden Donaumonarchie Österreich Künstler, Schriftstellerund Wissenschaftler Neues aus: Maler wie Gustav Klimt oder Oskar
Seite 150
Hochzeit mit Man Ray
Das Max-Ernst-Buch für Fans: Fotos, Briefe, Schriften. Dieses Buch werdeneingeschworene Max-Ernst-Fans gar nicht mehr aus der Hand legen wollen. AlsErgänzung zum sechsbändigen Oeuvre-Katalog gedacht, der ebenfalls bei DuMonterschienen ist, oder als vertiefende Lektüre nach einem Besuch im neu eröffneten Max-Ernst-Museum in Brühl (art 11/2005), offenbart es eine wunderbareZettelsammlung
Seite 150
Gedruckte Verführer
Wer diesen kiloschweren Bildband aufschlägt, reist direkt in die faszinierendeBücherwelt der Weimarer Republik. Dabei geht es nicht um den Inhalt, sondern um die Einbände und Umschläge, deren Gestaltung in dieser Blütezeit des deutschenDesigns ihren künstlerischen Höhepunkt erreichte. Vorgestellt werdenVerlegerpersönlichkeiten, Techniken - und jede Menge beeindruckende
Seite 150
Kommentar zum Selbst
Mal kühl und abweisend, mal nachdenklich und konzentriert, mal verzagt undratlos: Unentwegt hat sich der Norweger Edvard Munch (1863 bis 1944) mit seinerPersönlichkeit auseinandergesetzt. Knapp 100 Selbstporträts sind so im Laufeder Zeit entstanden - als verblüffend realistischer Kommentar zu den Stationeneines wechselvollen Lebens, wie die Kuratorin Iris Müller-Westermann in diesemBuch
Seite 150
Geister im Bauhaus
Alles nur sachlich? Ein Buch zeigt die esoterische Seite der Kunstschule. DasBauhaus steht bis heute weltweit für Funktionalität und klare Form. WalterGropius, Gründer der Kunstschule, beschwor den "architektonischen Geist", derBildhauer, Maler und Architekten zusammenführte. Nachdem in den letzten Jahrenmehrere Künstlernachlässe zugänglich wurden, zerbrach das festgefügte Bild"einer
Seite 151
Leise und entschieden
Die große Monografie über das archaische Werk eines Einzelgängers. Alle Artenbeschrieben, alle Entdeckungsreisen getan, nirgendwo mehr weiße Flecken auf derWeltkarte der Kunst - sollte man meinen. Und dann begegnet man doch einem Werk, das man kaum kennt, weil es sich nicht aufdrängt, weil es sich wohler imAbstand fühlt. Der Plastiker Hans Josephsohn, 1920 in Königsberg geboren,
Seite 152
Furioser Blumenkasten
Endlich da: der Katalog zur Schau von Paul McCarthy in München. Erst seitSeptember liegt das Katalogbuch zu Paul McCarthys furioser Ausstellung im Hausder Kunst vor - inklusive einer Dokumentation der eigens für die Schau gebautenInstallationen. Doch der Katalog wäre früher vonnöten gewesen: Ein Schlüssel zu den Gedanken und Verbindungen hinter dem offenkundigen Klamauk, den McCarthyals
Seite 152
Künstliche Paradiese
Wer ihren hängenden Garten in der barocken Kirche San Staï bei der BiennaleVenedig 2003 gesehen hat, wird den Zauber der Plastikblumen, Abfallmaterialien,Pflanzensamen, Tierknochen und Zweige nicht vergessen. Diese Arbeit derSchweizer Gerda Steiner und Jörg Lenzlinger ist nun zusammen mit einigenweiteren in einem Fotobuch vorgestellt, dem es gelingt, die Leichtigkeit, diesanfte Ironie
Seite 153
Lesen im Zeittunnel
Mobiliar und Uniformen von Andrea Zittel für ein Leben mit Kunst. Seit sie imJahr 1997 mit ihren "Flucht-Vehikel" genannten Wohnanhängern die KasselerDocumenta 10 und mit einer Flotte kleiner Kunststoffboote ("Verlassene Inseln")die Schau "Skulptur. Projekte in Münster" belebte, ist die 1965 geboreneAmerikanerin Andrea Zittel auch hierzulande ein Begriff. Als Objektkünstlerin,die
Seite 153
Genaue Rückschau
Dirk Schwarze gehört zu den profundesten Kennern der Weltkunstschau. KeinWunder, denn bereits seit 1972 beobachtet der Kunstkritiker der in Kasselerscheinenden "Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen" die Documenta und ihreProtagonisten hautnah. Für diesen Band blickt er noch weiter zurück undversammelt Meisterwerke, Pressestimmen, Statistisches und Anekdoten aus 50Jahren. So
Seite 153
Gewichtige Würdigung
Alles, wirklich alles über den Bild-, Wort- und Tonkünstler Carlfriedrich Claus. Kenner und Freunde nannten ihn den Philosophen aus Annaberg: CarlfriedrichClaus (1930 bis 1998). 2005 widmeten die Kunstsammlungen Chemnitz demsächsischen Künstler eine ehrgeizige Schau (art 8/2005) und legen einengewichtigen Katalog vor, der den Künstler in ein Umfeld von Paul Klee bisJackson Pollock
Seite 153
Großes Daumenkino
Ein Lebenswerk wird zur Bilderflut: Zur Berliner Ausstellung "Male Lago" ist ein 880-Seiten-Katalog erschienen, der dem Betrachter den ganzen Jörg Immendorffpraktisch vor die Füße kippt. Nicht ordentlich aufgereiht sind die Bilder,sondern wild auf die Seiten geworfen, dazwischen Dokumente, Fotos,Zeitzeugnisse. Leben und Werk verschmelzen zu einem grandiosen Daumenkino - ein Buch als
Seite 153
Das Reich der Mittel
Zwei neue Bücher zeigen China als Land unbegrenzter Baumöglichkeiten. Es istdas größte politische Schauspiel, das die Welt derzeit zu bieten hat: Chinamacht sich auf den Weg an die Spitze der kapitalis-tischen Weltwirtschaft, ohnedabei die kommunistische Diktatur aufgeben zu wollen. Der große Spung nachvorn, von dem Mao einst vergeblich träumte, scheint nun unter ganz anderenVorzeichen
Seite 154-155
Meisterhafter Überblick
Vom Jugendstil bis heute - ein fesselndes Buch über die Strömungen deutscherBaukunst. Architektur entsteht nicht im luftleeren Raum der Büros, sie ist vonder Gesellschaft bestimmt, die sie in Auftrag gibt, und wirkt in diese zurück.Das ist das Credo, dem der Architekturkritiker Wolfgang Pehnt in vielenPublikationen Ausdruck gab. Ihm folgt er auch bei dem monumentalen Unterfangen, die
Seite 154
Endlich Einblick
Kunst wird oft im Verborgenen gesammelt. Allzu groß ist die Angst vor Neidernoder unliebsamen Besuchern. Für dieses Buch jedoch gewähren 22 internationaleKunstsammler vom Ruhrgebiet bis Beverly Hills Einblick in ihre Privathäuser.Opulente Abbildungen zeigen, wie Sammler sich mal reduziert, mal überbordend mit Kunst einrichten. In Kurzporträts erfährt der Leser, warum sie sich
Seite 155
Prophet des Leichten
Sein Dach für das Münchner Olympiastadion von 1972 gilt bis heute als Inbegriffvon Leichtigkeit und Eleganz, doch auch in den Jahren davor und danach hat FreiOtto die sonst eher karge deutsche Nachkriegsarchitektur immer wieder mit ebenso ästhetischen wie umweltfreundlichen Bauten bereichert. Das Gesamtverzeichnis,erschienen zu seinem 80. Geburtstag, stellt das Werk des großen
Seite 155
Hölzerne Vielfalt
Es zählt zu den ältesten Werkstoffen der Welt - und zu den vielseitigsten: AusHolz wurden Tempel in Japan und Kirchen in Skandinavien errichtet, einfacheBlockhäuser entstanden daraus ebenso wie prachtvolle Villen, und seit Ökologieangesagt ist, hat Holz als Baumaterial auch wieder Zukunft. Der Architekt undFotograf Will Pryce hat für diesen üppigen Bildband die ganze Welt
Seite 155
Manische Unternehmer, famose Kerle
Beyeler, Feilchenfeldt, Buchholz: Drei neue Bücher würdigen große Galeristen.Drei Kunsthändler, deren Tatendrang größer war als ihre stattlichen Galerien:Der Basler Ernst Beyeler, 84, wurde 1997 zum Museumsstifter; sein ZürcherKollege Walter Feilchenfeldt, 66, bewährte sich als Forscher und Kurator, undder aus Göttingen stammende Karl Buchholz (1901 bis 1992), zeitlebens
Seite 156
