Ausgabe: 03 / 2003
Seite: 118
Gestorben
Von
Giovanni Agnelli
Seine erste Karriere war die eines Playboys, die zweite die des Konzernchefs von Fiat. Als Hobby hielt er sich den Fußballverein Juventus Turin und eine Kunstsammlung. Gemälde von Pablo Picasso, Auguste Renoir und Giovanni Battista Tiepolo sind darunter. Im Chalet der Familie in St. Moritz sollen Bilder von Paul Klee hängen - Kunst querbeet, weder auf ein bestimmtes Thema noch auf eine Epoche konzentriert. Er und seine Frau Marella sammelten, was ihnen gefiel. Zwischen 200 und 300 Millionen Euro soll die Sammlung wert sein. Ein kleiner Teil davon, 23 Gemälde und zwei Skulpturen, ist seit letztem Jahr in der "Pinacoteca Giovanni e Marella Agnelli" zu sehen: In einem Bau von Renzo Piano inmitten der Auto-Teststrecke auf dem Dach der legendären Fiat-Fabrik Lingotto (art 1/2003) in Turin. So schenkte der letzte Patriarch Italiens wie viele italienische Patriarchen seit der Renaissance seiner Stadt eine Kunstsammlung. Giovanni Agnelli starb am 24. Januar im Alter von 81 Jahren.
Bild(er):
Bild: Patriarch mit Kunstsinn: Fiat-Chef Giovanni Agnelli 1997 in Turin
