Ausgabe: 02 / 2003
Seite: 66-72

Ein Mann sät Sturm

Von Gerd Presler

Die großen Kunsthändler - Serie: Die großen Kunsthändler (2) / Er war Musiker, Literat, Verleger, Kritiker und Galerist in einem. Herwarth Walden, ebenso rastlos wie erfolgreich, herrschte über die Berliner Kulturszene zwischen 1910 und 1930. Bis heute gilt er als der "gewaltigste Propagandist der modernen Kunst in Deutschland"

Schmales Gesicht, blonde Musikermähne, die Hände in die Hüften gestemmt, den Blick gerichtet auf unfassbar Fernes. Empfindlich, fast scheu, zugleich aufgeladen mit Vitalität und einer enormen Portion Durchsetzungsvermögen. Oskar Kokoschka malt sein Gegenüber, als wolle er es sezieren. Ein Psychogramm. Das Werk hängt heute in der Staatsgalerie Stuttgart: "Bildnis Herwarth Walden". Entstanden 1910 in Berlin. Die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, wilhelminischer Anstand weithin. An vergangenen Werten orientiert, rückständig und doch zugleich weltoffen. Berlin eine Metropole, der größte Industriestandort Deutschlands, in dem Eisenbahnlinien aus allen Himmelsrichtungen in 25 Haupt- und mehr als 100 Vorort-Bahnhöfen zusammenlaufen. Berlin dampft, brodelt, und der Maler Ludwig Meidner schreit 1914 aus dem Fenster seines Ateliers: "Wir müssen endlich anfangen, unsere Heimat zu malen, die Großstadt all das Herrliche und Seltsame, das Monströse und Dramatische."

Herwarth Walden, der scharfsinnige Analytiker, lehnt sich nicht weniger weit aus dem Fenster: "Berlin ist die Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Europa." Als Chefredakteur, Verleger, Autor, Kritiker kann er schreiben, was er will - und sein Sprachrohr von acht Seiten, Auflage immerhin 30 000 Exemplare, ist kein Lüftchen, kein Windhauch, sondern "Der Sturm, Wochenzeitschrift für Kultur und die Künste".

Den Künstlernamen Herwarth Walden gibt ihm seine Frau, die exzentrische Dichterin Else Lasker-Schüler (1869 bis 1945). Sie erkennt seine Begabungen, bestärkt ihn wahrzunehmen, was in ihm angelegt ist. Geboren am 16. September 1878 in Berlin als Georg Lewin, ältestes von drei Kindern des Sanitätsrats Dr. Viktor Lewin, schreibt er sich nach dem Abitur am Konservatorium ein. Eigentlich sollte er Buchhändler werden. So hat sein Vater bestimmt. Dann bricht das künstlerische Talent seiner Mutter durch.

Außergewöhnlich schon bald in seinem Klavierspiel, erhält er das Franz-Liszt-Stipendium und kann zwei Jahre in Florenz studieren. Als er zurückkommt, sucht er aber nicht das Konzertpodium, nicht das Scheinwerferlicht öffentlicher Auftritte als Virtuose und Interpret. Das Neue entsteht anderswo: Im "Neopathetischen Cabarett" spielt Herwarth Walden Werke von Debussy, Schönberg und eigene Kompositionen. Tilla Durieux rezitiert das "Weltende" des Dichters Jakob van Hoddis:

"Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut. / In allen Lüften hallt es wie Geschrei. / Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei, / Und an den Küsten - liest man - steigt die Flut. / Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen / an Land, um dicke Stämme zu erdrücken. / Die meisten Menschen haben einen Schnupfen. / Die Eisenbahnen fallen von den Brücken."

Diskutierzornige Dichter und Dramatiker verbringen ihre Tage und Nächte im "Cafe des Westens", das der schlagfertige Berliner Volksmund längst in "Cafe Größenwahn" umgetauft hat. Auch hier mittendrin Herwarth Walden, schon bald ein geachtetes Talent in der Zeitschriftenszene. Kurzfristig redigiert er 1908 "Nord und Süd", übernimmt die Redaktion von "Der Komet", dann "Morgen", und "Das Theater". 1909 wird "Der neue Weg" seine letzte Station. Wieder gefeuert. "Zu modern, zu progressiv." Wenn er sich nicht weiterhin selbst verleugnen will, muss er eine eigene Zeitschrift herausgeben. 1910 ist es soweit: "Der Sturm" ist da. Im ersten Heft beschreibt Rudolf Kurtz die Stoßrichtung: "Wir wollen die Bürger nicht unterhalten. Wir wollen ihnen ihr bequemes, ernst-erhabenes Weltbild tückisch demolieren."

Zu sehr mit sich selbst beschäftigt, kann Else Lasker-Schüler ihm bei diesem Vorhaben keine Hilfe sein. Die findet er in der jungen Schwedin Nell Roslund (1887 bis 1975), die über Walden sagt: "Ich war von seiner Erscheinung betroffen weißes Gesicht mit blauen, kurzsichtigen, bebrillten Augen, sehr gute Musikerhände, schmächtig von Gestalt, wohl an sich hässlich, strömte von ihm eine ungeheure Vitalität und Intensität aus." Er weiß vom ersten Augenblick an: "Dieses Fräulein Roslund wird meine Frau werden!" Sie sollte ihn durch alle Höhen und Tiefen, Kämpfe und Niederlagen der kommenden zwölf Jahre begleiten. Künstlerisch hoch veranlagt, eine glänzende Erscheinung, steht sie an seiner Seite. Gemeinsam führen sie die Zeitschrift - und bauen ab 1912 eine Galerie auf, in der vor allem auch jene Künstler vertreten sind, die mit Zeichnungen und druckgrafischen Arbeiten das Erscheinungsbild des "Sturm" prägten, darunter Marc Chagall und Heinrich Campendonk, Max Ernst, Lyonel Feininger und die Dresdner "Brücke"-Maler Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff. Nell Walden hat die eigentliche Begabung ihres Mannes erkannt. Er ist ein begnadeter Organisator - und er besitzt einen untrüglichen Sinn für gute Bilder, gute Plastiken, gute Aquarelle, Holzschnitte, Lithografien und Radierungen. Im März 1912 hängen sie in der "Gilka-Villa", Tiergartenstraße 34a - Besitz eines ehemals berühmten Likör-Fabrikanten - die erste Ausstellung von 108 Werken. Schwerpunkt: Der "Blaue Reiter" mit Arbeiten von Campendonk, Wassily Kandinsky, Franz Marc, August Macke, Gabriele Münter, dazu der junge, ungestüme Oskar Kokoschka und als allgemeine Überraschung drei naive Bilder von Henri Rousseau, dem malenden Zöllner aus Paris.

Es folgt vom 12. April bis Anfang Mai eine Ausstellung mit Arbeiten der italienischen Futuristen Umberto Boccioni, Carlo Carra, Luigi Russolo, Gino Severini. Im "Sturm" erscheint das wilde Manifest ihres Wortführers Filippo Tommaso Marinetti. "Die Hauptelemente unserer Kunst werden der Mut, die Kühnheit und die Empörung sein Wir wollen den gefahrvollen Sprung, die Ohrfeige und den Faustschlag preisen Leitet die Kanäle ab, um die Museen zu überschwemmen!" Im Automobil fahren sie durch Berlin, kleben Plakate an Häuserecken brüllen, schreien: "Eviva Futurista!" Die konservative Presse ist von ihren nicht weniger rasant wirkenden Bildern überfordert, sieht nicht die internationale Perspektive, scheut keine Herabsetzung. Walden stellt sich vor seine Künstler.

Täglich kommen bis zu tausend Besucher. Das weckt Neid. Walden aber lebt wie elektrisiert. Was hier geschieht, entspricht seinem innersten Wesen. Expresstempo. Was er sich abfordert, verlangt er auch von seiner Umgebung. Der Erfolg macht weitere Ausstellungen unumgänglich. Sie brauchen größere Räume. Die Potsdamer Straße 134a mit sieben Wohnungen ist gerade richtig. Und dann beginnt eine fieberhafte Hetzjagd durch Europa. "Wir waren acht Tage in Paris", notiert Nell, "aber wenn man die Nächte mitzählt, wurden es sechzehn." Budapest, Wien, Hamburg, München, Frankfurt am Main, Wiesbaden, Kopenhagen, immer weiter, das dicke Kursbuch im Gepäck. Nell schaut aus dem Fenster und bricht in Ausrufe der Bewunderung über die schöne Landschaft aus.

Nur einen Moment hebt er den Kopf aus den Manuskripten: "Baby, es ist ja nur Thüringen." Ob flach oder gebirgig, warm oder kalt, in grandioser Einseitigkeit ist für ihn alles: Thüringen. Sein Blick richtete sich auf Unbekanntes: "Mit witterungssicherem Instinkt erkennt Walden überall das Neue, Zukünftige, Wesentliche", erinnert sich später der Sammler Hans Bolliger. Im "Sturm" sollen alle Künstler Heimatrecht haben, die malen - nicht was sie sehen - vielmehr das, was sie mit ihren inneren Sinnen schauen. Prägnant formuliert er: "Nachahmen kann nie Kunst sein. Kunst ist Gabe, nicht Wiedergabe."

Er plant eine internationale Ausstellung moderner Kunst. Titel: "Erster Deutscher Herbstsalon". Die Avantgarde Europas in Berlin. Ein solches Unternehmen hatte selbst Paris nicht gewagt. Und tatsächlich: Vom 20. September bis 1. Dezember 1913 wurde die Spree-Metropole zur Stadt der Maler.

Der russische Maler Marc Chagall, der alles miterlebte, gratulierte 1928 zum 50. Geburtstag Herwarth Waldens und bezeichnete ihn als den Wegbereiter der Moderne, den "ersten eifrigen Verteidiger der neuen Kunst". Das zeigt Größe, Bewunderung, Anerkennung. Walden entdeckte den Mann aus dem jüdischen "Schtetl" - was dieser ihm niemals vergaß. Zugleich hinterging er ihn schamlos. Als 1914 alle Bilder einer Chagall-Ausstellung in Berlin verkauft werden konnten, verzögerte Walden die Zahlungen mit immer neuen Ausreden. Erst im September 1922 überreichte er schließlich den fälligen Scheck: 1 Million Reichsmark. Inzwischen reichte der Betrag gerade zum Erwerb einer Straßenbahnfahrkarte. Die Inflation hatte alles aufgesogen. Später fanden sich jedoch einige der "verkauften" Gemälde in der Sammlung Nell Walden. Der Kunstpapst hatte die für ihn vorteilhafte Situation ausgenutzt. Chagall verzieh ihm, überging die "materiellen Missverständnisse des diesseitigen Lebens". Er wusste: So groß Waldens Verdienst um die Kunst gewesen sein mag, ein reicher Kunsthändler ist er nicht geworden. Viel Ehr - wenig Salär!

Gemälde wie Chagalls "Paris durch mein Fenster" von 1913 kosteten weniger als 2000 Mark, Gleiches galt auch für Werke von Pablo Picasso und Franz Marc. Alexej Jawlenskys Bild "Die Bucklige" brachte kaum mehr als einige Hundert Mark. Plastiken von William Wauer und Alexander Archipenko bot der Kopenhagener Kunsthändler Georg Kleis 1918 im Auftrag von Herwarth Walden für 3000 Kronen an. 1922 verkaufte Walden eine Collage von Kurt Schwitters in die USA. Sie hängt heute im Museum of Modern Art.

Sicher ist: Ohne Walden stünde mancher Name, der heute so vertraut ist, in keiner Kunstgeschichte. Zeuge dafür ist der Dichter und Arzt Alfred Döblin. Er beobachtete den "unermüdlichen Organisator, Propagandisten, der zu extremer Unbedingtheit neigt", schilderte ihn als selbstbewusst bis zur Arroganz und streitbar bis zum Unfehlbarkeitsanspruch. "Ich habe mich in künstlerischen Wertungen nie geirrt", so Waldens stürmische Selbsteinschätzung. Der Maler Paul Klee kam damit gut zurecht: "Ich begrüße es, dass wir wieder so uneinig sind." Er war zugegen, als in der Münchner Galerie Thannhauser eine Ausstellung gehängt wurde: "Der eigentliche Veranstalter ist der heldenhafte Walden vom Berliner Sturm. Lebt von Zigaretten und rennt herum wie ein Stratege." Der Maler Georg Muche bemerkte noch eine weitere Seite derselben, in vielen Facetten aufblitzenden Persönlichkeit: "Er stellte sich schützend vor die Künstler."

Das war auch sehr nötig! Wo Anerkennung, ja Verehrung wohnen, wächst auch der Neid. Schon im Vorfeld des "Herbstsalons" debattiert das Preußische Abgeordnetenhaus am 12. April 1913. Ein Abgeordneter urteilt: " denn, meine Herren, wir haben es hier mit einer Richtung zu tun, die eine Entartung bedeutet Symptom einer kranken Zeit" (lebhafter Beifall). Im "Sturm" berichtet der Herausgeber mit Bitternis: "Nicht einer der 443 Abgeordneten hat widersprochen." Kaum 25 Jahre später wird solche Saat aufgehen. Bilder, Zeichnungen, Bücher werden brennen. Malerinnen und Maler müssen um ihr Leben fürchten. Und dann wird man auch über Herwarth Walden herfallen, den Juden. "Er hatte", schrieb Wolf Willrich 1938 in seinem unseligen Buch über die "Säuberung des Kunsttempels", "schon vor dem Kriege einen Haufen von Windgeistern und Windbeuteln zum "Sturm` zusammengeblasen."

Als dann der "Erste Deutsche Herbstsalon" im September 1913 seine Pforten öffnet, geht es auch andernorts, wie angestiftet durch das Abgeordnetenhaus, bösartig weiter. Die "Deutsche Tageszeitung" meldet: "Hier sind die talentlosen in Reih und Glied aufgestellt." Robert Breuer bezeichnet im "Vorwärts" die Künstler als "Hottentotten im Oberhemd, eine Horde farbenspritzender Brüllaffen". Herwarth Walden muss es sich gefallen lassen, als "unfähiger Akademiker, anmaßender Theoretiker, bunthäutiger Tölpel und Bastardtalent" bezeichnet zu werden. Heute gilt ein anderes Urteil. Der Journalist Heinz Ohff nennt ihn 1963 im Berliner "Tagesspiegel" den "gewaltigsten Propagandisten, den die moderne Kunst in Deutschland je gefunden hat".

Die meisten Künstler sind nicht älter als 25 Jahre, als Herwarth Walden sie entdeckt, fördert, ihnen Öffentlichkeit schafft. Die Preise der Bilder? Lächerlich!

Der Erste Weltkrieg verschont Verlag, Galerie, Archiv. Man hungert sich durch die "Steckrübenwinter". Im September 1921 eröffnet der "Sturm" seine 100. Ausstellung. Die Wochenzeitschrift, verbreitet bis Argentinien, Chile, Finnland, Japan und die USA, muss auf monatliches Erscheinen umstellen, verliert in der Weimarer Republik an Bedeutung. Im März 1932 liegt die letzte Ausgabe auf dem Redaktionspult.

Herwarth Walden hofft auf eine politische Veränderung, meint, seine Vision des schöpferischen Menschen werde sich in der Sowjetunion verwirklichen. Wieder bricht er auf. Diesmal will Nell Walden ihm nicht folgen. Sie trennen sich. Er übernimmt in Moskau eine Dozentur. Am 13. März 1941 erscheinen Mitarbeiter des sowjetischen Geheimdienstes und verhaften ihn. Spionageverdacht. Der Stalin-Staat schafft ihn ins Gefängnis von Saratow. Walden stirbt am 31. Oktober 1941, verhungert. Lothar Schreyer, ein enger Freund, verglich ihn einmal mit einem kleinen Steppenpferd, das unermüdlich unter einem weiten Himmel in die Einsamkeit der Ebene trabt, gefolgt von einem Rudel wilder Wölfe. Schließlich haben sie den 63-Jährigen doch noch eingeholt. Da aber hatten seine kurzsichtigen Augen mit unbeschreiblichem Weitblick ihre Aufgabe längst erfüllt.

Als Galerist und Verleger gleichermaßen erfolgreich: Herwarth Waldens Zeitung "Der Sturm" verkaufte bis zu 30 000 Exemplare wöchentlich

Waldens kämpferisches Credo: "Nachahmen kann nie Kunst sein. Kunst ist Gabe, nicht Wiedergabe"

Waldens letzter Aufbruch führt ihn in den Tod

Literatur: "Der Sturm", ein Erinnerungsbuch an Herwarth Walden und die Künstler aus dem Sturmkreis, Baden-Baden 1954; Nell Walden, Herwarth Walden. Ein Lebensbild, Mainz 1963; Georg Brühl, Herwarth Walden und "Der Sturm", Leipzig 1983; "Der Sturm", hrsg. von Barbara Alms und Wiebke Steinbetz, Delmenhorst 2000

Ausstellung: Der Sammler Alfred Hoh und seine Frau haben zahlreiche "Sturm" - Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen zusammengetragen. Sie sind im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg, zu sehen, begleitet von einem Katalog: Internationale Sprache der Kunst, bearbeitet von Ursula Peters, Ostfildern 1998

Im nächsten Heft erscheint die dritte Folge der Serie über die großen Kunsthändler: Ambroise Vollard - Promoter der Pariser Szene, der von Paul Cezanne bis zu Pablo Picasso alle seine Künstler berühmt machte

Bild(er):

Bild: Für die Konservativen ein "Bastardtalent", für die Fortschrittlichen ein Idol: Herwarth Walden, als Georg Lewin 1878 in Berlin geboren. Das Porträt des schmächtigen Intellektuellen entstand um 1918

Bild: War ab 1910 Stimme der Avantgarde: Waldens Zeitschrift "Der Sturm". Künstler wie Kokoschka, Chagall und Schwitters entwarfen die Titelbilder. Kokoschkas Zeichnung (oben) machte Skandal

Bild: Wurde 1914 in der Galerie "Der Sturm" gezeigt: Marc Chagalls erzählerisches Gemälde "Der Viehhändler" (96 x 200 cm) von 1912. Es war Chagalls erste Ausstellung in Deutschland

Bild: Die expressionistische Dichterin Else Lasker-Schüler war Herwarth Waldens erste Ehefrau. Sie gab ihm seinen späteren Künstlernamen

Bild: Im Gründungsjahr des "Sturms" gemalt: Oskar Kokoschkas "Bildnis Herwarth Walden" (100 x 69 cm) von 1910 (links außen). Georg Muche widmete das "Bild XVIII" (69 x 100 cm, 1915) Waldens zweiter Frau Nell

Bild: Zuweilen mehr Besucher als die Berliner Nationalgalerie: Waldens zweite "Sturm"-Galerie in der Potsdamer Straße 134a, für die sieben Wohnungen zusammengelegt wurden

Bild: In der "Sturm"Galerie noch revolutionär, heute längst klassisch: Lyonel Feiningers Stadtansicht "Zottelstedt I" (81 x 100 cm) entstand 1916 (links außen). Das Stillleben "Blumen" (94 x 74 cm) malte die Russin Natalja Gontscharowa um 1916

Bild: In Paul Klees, kristalliner Kunst, die alle klassischen Pfade hinter sich ließ, manifestierte sich Waldens ungestümer Kunstbegriff: "Kleinwelt" (14 x 10 cm, 1914, Radierung)

Bild: William Wauers Bronzebüsten um 1917/18 zeigen Herwarth und Nell Walden (je 55 cm hoch)

Bild: Ein Paar, auch im Engagement für die Kunst: Herwarth und Nell Walden in ihrer Wohnung, Potsdamer Straße 134a. Im Hintergrund zwei Gemälde von Marc Chagall