Ausgabe: 02 / 2003
Seite: 8

Müde gesehen

Von

"Reise ins Innere der Erde" - Peter M. Bode über das Vulkan-Museum in der französischen Auvergne (12/2002)

Der Autor dieser verdientermaßen an den Anfang Ihrer Dezember-Ausgabe gestellten Reportage über Holleins Vulkan-Museum scheint mir von einem etwas ältlich-säuerlich grundierten Rezeptionsbedürfnis von "moderner Architektur" auszugehen. Mies van der Rohe kann es heutzutage ja nun wirklich nicht mehr sein. Und an der unüberblickbaren Zahl von weißen und/oder schlachtschiffgrauen Ebenmäßigkeiten haben wir uns auch längst .

Zeitgemäße Architektur sollte meines Erachtens erstens einen Sinn haben, zweitens funktionieren und drittens faszinieren. Gewiss kann man in dieser oder jener Weise dem Wiener Altmeister einen klitzekleinen Vorwurf machen. Aber was das Ganze angeht: "Kunst kommt von künstlich", meinte Kiki Kogelnik - und meint wohl auch Hans Hollein. Zu Recht, will mir scheinen.

Dr. Manfred Stepany, Neuhofen, Österreich

Bild(er):

Bild: Vulkanen ähnlich: Der österreichische Architekt Hans Hollein baute den Wissens- und Erlebnispark "Vulcania"