Ausgabe: 06 / 2002
Seite: 8
Service: Documenta 11 und mehr
Von Dirk Schwarze
So viel Platz für Kunst war in Kassel nie. Schon die Documenta 10 konnte den zum Kulturbahnhof umgewidmeten Hauptbahnhof nutzen. Das Zentrum der Schau aber ist von jeher der klassizistische Flügelbau des Fridericianum. Ganz in der Nähe über der Fulda wurde 1992 die Documenta-Halle eingeweiht. Die Orangerie in der Karlsaue bildete schon als Kriegsruine den Hintergrund für Skulpturenschauen. Fast verdoppelt aber hat sich die Ausstellungsfläche durch 6000 Quadratmeter in der ehemaligen Binding-Brauerei im Osten der Stadt, die erstmals der Documenta zur Verfügung stehen. Die Bierfabrik ist zwar etwas abseits gelegen, aber zusätzlich zu den Documenta-Bussen auch angenehm per Bootspartie auf der Fulda zu erreichen.
Einen eigenen Fahrdienst zu seinem George-Bataille-Monument in der Kasseler Nordstadt organisiert der Schweizer Thomas Hirschhorn (art 6/2002). Hier in der Friedrich-Wöhler-Siedlung findet sich neben dem Denkmal auch eine kleine Bibliothek, eine Ausstellung zum Wirken von Bataille, ein TV-Studio - und besucherfreundlich: ein Imbiss.
Ergänzt wird die eigentliche Ausstellung der Documenta 11 durch vier Veranstaltungsreihen. Viele Termine lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor - sie werden per Faltblatt veröffentlicht. Für Informationen steht auch der Besucherdienst Tel. 01 80/5 11 56 11 (0,12 Euro pro Minute) zur Verfügung. Und im Internet findet man unter www.documenta.de ausführliche und aktuelle Informationen zu allen Künstlern, Projekten, Orten und Terminen.
FILMPROGRAMM
Das offizielle Filmprogramm der Documenta 11 wird in den Bali-Kinos (Programm und Reservierung: Tel. 0561/ 710550) im Kulturbahnhof gezeigt. Die genauen Termine sind im Internet unter www.documenta.de und www.balikinos.de einzusehen. Mit (*) gekennzeichnete Filme sind deutsche Erstaufführungen.
Igloolik Isuma Productions: Atanarjuat (The Fast Runner)*, 1999, 163 Min. Pere Portabella: Umbracle, 1971/ 72, 85 Min. Eyal Sivan: The Specialist, 1999, 128 Min. Jonas Mekas: Reminiscences of a Journey to Lithuania, 1971/ 72, 82 Min. Chantal Akerman: Sud (South), 1999, 70 Min. und D'Est (From the East), 1993, 107 Min. Ulrike Ottinger: Taiga, 1991/92, 501 Min. Amar Kanwar: Of Poems and Prophecies*, 2002, zirka 60 Min. Johan van der Keuken: Amsterdam Global Village, 1996, 245 Min. Jean-Marie Teno: Afrique, je te plumerai (Africa, I Will Fleece You), 1992, 88 Min. Thi Minh-ha Trinh: Shoot for the Contents, 1991, 102 Min. Isaac Julien: Territories, 1984, 25 Min. Colectivo Cine Ojo: Chile, I don't Take your Name in Vain, 1983, 55 Min. Black Audio Film Collective: Testament. The War Zone Memories, 1988, 80 Min. Rashid Masharawi: Ticket to Jerusalem*, 2002, 85 Min.
PERFORMANCE
Der südafrikanische Zeichner, Trickfilmer und Theatermacher William Kentridge (*1955) erarbeitet für Kassel gemeinsam mit der Handspring Puppet Company eine neue Aufführung seines multimedialen Stücks "Confessions of Zeno" - am 8. und 9. Juni finden im Staatstheater Kassel Vorstellungen statt. Vom 16. bis 19. August wird hier im Foyer des Opernhauses das "Sextett, opus 44" (1998/99) der Hamburger Konzeptkünstlerin Hanne Darboven (*1941) aufgeführt. Keine festen Termine gibt es für die Aktionen des Berliner Performance- und Installationskünstlers John Bock (*1965) - er nistet sich über die gesamten 100 Documenta-Tage in der Karlsaue ein.
BILD UND DOKUMENT
Zusammen mit der Sparkassen-Finanzgruppe richtet die Documenta eine Reihe von Werkstattgesprächen aus. Jeweils wird das Werk eines Künstlers von Documenta-Leiter Okwui Enwezor und einem Gastkurator mit dem Publikum diskutiert und sein Zusammenhang mit der Ausstellungkonzeption erörtert. Eintritt frei. Allan Sekula (Los Angeles), Hotel Reiss, Werner-Hilpert-Straße 24, 16. Juni, 20 Uhr. Gesprächspartner: Chris Dercon, Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam.
David Goldblatt (Johannesburg), Hotel Reiss, Werner-Hilpert-Straße 24, 13. Juli, 20 Uhr. Gesprächspartner: Thomas Weski, Museum Ludwig, Köln.
Bernd und Hilla Becher (Düsseldorf), Kulturbahnhof (vor ihren Werken), 17. August, 20.30 Uhr. Gesprächspartner: Heinz Liesbrock, freier Kurator.
Fiona Tan (Amsterdam/Berlin), Hotel Reiss, Werner-Hilpert-Straße 24, 7. September, 20 Uhr. Gesprächspartnerin: Catherine David, Witte de With Centre for Contemporary Art, Rotterdam.
WORKSHOPS
Eine Reihe von Workshops beschäftigt sich mit gesellschaftlich-politischen und kulturellen Fragen. Eingeladen wurden unter anderem der Künstler, Kurator und Herausgeber Fareed Armaly, der Libanese Walid Ra'ad mit seiner imaginären Forschungsgruppe "The Atlas Group", die das Leben im Libanon dokumentiert, die New Yorker Performance- und Videokünstlerin Joan Jonas, die kroatische Medienkünstlerin Andreja Kuluncic und das litauische Künstlerduo Nomeda & Gediminas Urbonas, die in einer Langzeitstudie den "Homo sovieticus" untersuchen. Für die Teilnahme an den öffentlichen Workshops ist eine Voranmeldung über den Besucherdienst der Documenta (Tel. 0180/5115611) zu empfehlen.
Rahmenprogramm
KULTURZELT
Schon seit 16 Jahren ist das Kulturzelt an der Drahtbrücke (am Fuldaufer, unterhalb der Documenta-Halle) ein Qualitätsbegriff für Jazz, Weltmusik und Comedy. Am Abend der Documenta-Eröffnung startet dort mit der israelischen Sängerin Noa ein international besetztes Programm, das bis zum 4. August rund 40 Veranstaltungen bietet. Zu den Höhepunkten der Konzertreihe im blauen Zirkuszelt gehören: die Crossover-Gruppe Gotan Projekt (9. Juni), der legendäre Jazz-Bassist Marcus Miller (4. Juli), die US-Band Lambchop (13. Juli), die amerikanisch-serbische Gruppe The Brotherhood of Brass (25. Juli), das unorthodoxe Ensemble Dino Saluzzi & Rosamunde Quartett (27. Juli) und Berlins junger Trompeter-Star Till Brönner (2. August). Alle Veranstaltungen beginnen um 19.30 Uhr. Rund um das Kulturzelt mit seinen über 500 Plätzen gibt es reichlich Gastronomie, so dass bei schönem Wetter auch die Zaungäste die Klänge erhaschen können. Weitere Informationen zum Programm unter: www.kulturzelt-kassel.de
STAATSTHEATER
Das Theater präsentiert in diesem Sommer gleich neun Projekte zur Documenta. Da der neue Intendant Christoph Nix und seine Crew sich als Freibeuter verstehen, die Theater und Stadt erobern wollen, heißt das Projekt zur Ausstellung ganz maritim: Sonnendeck 1-9. Die einzelnen Programm-Punkte: Körper, Stimme, Raum - Der totale Darsteller - internationaler Theater-Workshop mit Wolfram Mehring; Parsifal - Richard Wagners Oper in der Inszenierung von Sebastian Baumgarten und unter der musikalischen Leitung von Roberto Paternostro (Premiere 15. Juni, Vorstellungen am 21. und 30. Juni und am 3. und 6. Juli, Opernhaus); Eyolf/Sündenbock - ein zweiteiliger Theaterabend unter der Regie von Armin Petras: nach Henrik Ibsens Stück "Klein Eyolf" wird im Innenhof des Theaters Kenzaburo Oes "Sündenbock" aufgeführt (Premiere 16. Juni, Vorstellungen vom 26. bis 30. Juni und 3. bis 7. Juli, Schauspielhaus); Hessische Theatertage - die besten Projekte der hessischen Theatersaison im Gastspiel (16. bis 23. Juni, Oper, Schauspielhaus, Hotel Heiss und weitere Spielstätten; Sinfonie der Tausend - seltene Aufführung von Gustav Mahlers monumentaler Sinfonie Nr. 8 Es-Dur unter der Leitung von Adam Fischer mit Chören, Orchestern und Solisten aus Mannheim, Kassel, Darmstadt und Limburg (28. Juni, 18 Uhr, Stadthalle); Lambarena - Choreografie von Ana Mondini nach der Musik von Hughes De Courson und Pierre Akendengue, die Bachsche Harmonien mit afrikanischen Klängen verschmilzt (Premiere 28. Juni, Vorstellungen am 1., 4. und 7. Juli und am 6., 7., 13. und 14. September, Opernhaus); Ich liebe dieses Land - Peter Turrinis Theaterstück in der Inszenierung von Intendant Christoph Nix (Premiere 12. Juli, Aufführungen vom 12. bis 14., 19. bis 21. und 26. bis 28. Juli, Opernhaus); Comedy-Festival "It's Showtime" - mit Badesalz, Hape Kerkeling, Kaya Yanar und anderen (27. bis 31. August, Opernhaus); Tag der Musik - am 8. September 11 Uhr dirigiert und erläutert Gerd Albrecht Claude Debussys "La mer", ab 20 Uhr leitet er ein Sinfoniekonzert mit der Uraufführung von Wencheng Qins "Yin li für großes Orchester" (Opernhaus).
www.staatstheater-kassel.de,
Kartenbestellung: Tel. 0561/1094222.
KULTUR IM HOTEL REISS
Das ehemalige Hotel Reiss, gegenüber dem Hauptbahnhof in der Werner-Hilpert-Straße 24 gelegen, wird nach jahrelanger Vernachlässigung als "Kulturhotel" wieder eröffnet. Während der Documenta 11 finden hier die ersten Veranstaltungen statt. Am 14. und 15. Juni wird die Eröffnung des Hotels gefeiert. Vom 16. bis zum 23. Juni finden dann die Hessischen Theatertage 2002 statt. Verschiedene Autoren, unter ihnen Heiner Göbbels und Rene Pollesch, werden eigens geschriebene Texte in Hotelzimmern inszenieren. Motto des Projekts: "Bitte verlassen Sie diesen Raum in dem Zustand, in dem sie ihn vorzufinden wünschen! Danke." Die Documenta lädt außerdem zu Werkstattgesprächen mit Künstlern ins Hotel Reiss (siehe Seite 10). Weitere Termine können unter Tel. 0561/7398274 erfragt werden.
OPEN AIR FILMKUNSTFEST
Fast so selbstverständlich wie das Kulturzelt begleitet das Open Air Kino im Hof des Kulturhauses Dock 4 (hinter dem Fridericianum) durch den Kasseler Sommer. Vom 27. Juni bis 31. August werden täglich wechselnde Filme gezeigt, wobei in diesem Jahr neben Klassikern und erfolgreichen Repertoirefilmen auch solche Streifen zu sehen sind, die eine inhaltliche Nähe zur Documenta 11 haben, darunter vom Documenta-Teilnehmer Isaac Julien "Frantz Fanon: Black Skiny, White Mask", "Little Senegal" von Rachid Bouchareb, "Satin Rouge" von Raja Amari und Raoul Pecks Spielfilm "Lumumba" (Info: www.filmladen.de; Tel. 0561/7076421).
KULTURSOMMER NORDHESSEN
V om 29. Juni bis 30. August lockt der Kultursommer Nordhessen in die unterschiedlichsten Veranstaltungsorte - vor allem außerhalb Kassels.
Aber auch in der Documenta-Stadt und ihrer engeren Umgebung werden acht Konzerte angeboten. Die wichtigsten Termine: Gerald-Hoffnung-Konzert mit dem Orchester des Staatstheaters, 29. Juni, 20 Uhr, Schloss Wilhelmsthal (Calden). Vor dem Open-Air-Konzert wird ab 18 Uhr zum Picknick im Park eingeladen. Kammerkonzert des Spohr-Quartetts am 1. Juli, 20 Uhr, Schloss Wilhelmshöhe, Weißensteinflügel. Riverboatshuffle auf der Fulda am 19. Juli um 20 Uhr, Anlegestelle Altmarkt. Solo für Bach und Paganini mit Tedi Papavrami am 25. Juli, 20 Uhr in der Karlskirche. Abschlussfest mit Kol Simcha am 30. August um 20 Uhr im Stadthallengarten (Info: www. kultursommer-nord hessen.de; Tel. 0561/770978)
TECHNO UND POP
Die Jugendkultur hat in Kassel auch nach der Schließung des international bekannten Techno-Clubs "Stammheim" ihren Platz. In den Clubs der Stadt gastieren immer wieder prominente Discjockeys, regelmäßig werden auch Designer eingeladen, die die Räume neu ausstatten und zu kleinen Gesamtkunstwerken machen. Zu den bekanntesten Clubs gehören das Shiva (Ölmühlenweg 10-14 ) und das New York (Obere Königsstraße 4, Tel. 0561/7397919). Informationen zu Veranstaltungen in Discotheken, aber auch zu Pop-Konzerten findet man im Internet unter www.kassel-szene.de
WILHELMSHÖHE
V or allem Jazzfreunde kommen auf ihre Kosten, wenn sie sich sonntags um 12 Uhr unterhalb vom Schloss an der Konzertmuschel einfinden. Da ist vom 2. Juni bis 8. September von Modern Jazz bis Brass Sound alles zu hören, was die örtliche Musikszene zu bieten hat. In der Zeit vom 29. Juni bis 28. Juli lohnt auch ein abendlicher Ausflug in den Bergpark, der dann von Künstlern im Sinne der barocken Park-Illuminationen Lichtkunstwerke erhalten soll. Der aus Kassel stammende Künstler Markus Hutter und der Landschaftsarchitekt Herwig Thol haben das Projekt Licht(e)wege entwickelt, an dem sich Rolf Bier, Ludger Gerdes, Markus Hutter, Volkhard Kempter, Werner Reiterer, Der Spyra, Timm Ulrichs, Ute Klein/Daniela Tuzzi, Jörg Lange/Birgit Knappe und Annette Stöcker/Christian Selig beteiligen.
DER FREIE BLICK
Unter dem Motto "Der freie Blick" lädt die Evangelische Kirche zur Auseinandersetzung mit der Documenta 11 und der Kunst im Allgemeinen ein. In der Martinskirche, wo sich alle Sonntagsgottesdienste (um 10 Uhr) während der Documenta mit Kunst beschäftigen werden, sind zudem künstlerische Interventionen von Björn Melhus, Nicola Stäglich und Thom Bart zu sehen (Eröffnung 9. Juni, 11.30 Uhr, geöffnet täglich 10-18 Uhr). Begleitet wird die Ausstellung von einem interdisziplinären Symposium Vom Kult zur Kunst vom 14. bis 16. Juni in der Lutherkirche (Anmeldung: Tel. 05 61/7 00 06 19). Außerdem wird unter dem Titel Kulturreflexionen vom 21. August bis 11. September jeweils mittwochs um 20 Uhr eine Vortrags- und Diskussionsreihe zum Verhältnis von Theologie und Kunst angeboten. Zudem stehen elf Nachkonzerte auf dem Programm. Info: www.ekkw.de
MUSEUMSABENDE
Statt einer Museumsnacht gibt es im Kasseler Documenta-Sommer gleich drei Museumsabende, an denen die Häuser über die übliche Öffnungszeit hinaus zugänglich bleiben und mit Konzerten, Lesungen und Führungen auf ihre Sammlungen aufmerksam machen wollen. Beteiligt sind: Schloss Wilhelmshöhe, Hessisches Landesmuseum, Neue Galerie, Museum für Astronomie und Technikgeschichte, Museum für Sepulkralkultur, Brüder-Grimm-Museum, Naturkundemuseum, Stadtmuseum und Caricatura. Termine: 6. Juli, 3. August und 7. September
Alle Hinweise ohne Gewähr. Die Veranstalter behalten sich Änderungen vor.
Besucher-Info
Die Documenta 11 läuft vom 8. Juni bis 15. September. Alle Ausstellungsorte sind täglich von 10-20 Uhr geöffnet. Internet: www.documenta.de
Eintrittspreise Tageskarte: 16 Euro, ermäßigt 10 Euro Zweitageskarte: 24 Euro, ermäßigt 15 Euro Dauerkarte: 80 Euro, ermäßigt 50 Euro Grupppenkarte (ab 10 Personen): 12 Euro, ermäßigt 5 Euro. Abendkarte (ab 17 Uhr): 7 Euro, ermäßigt 4 Euro
Führungen Gruppenführungen kosten 70 Euro pro Stunde, für Schülergruppen 50 Euro pro Stunde. An Turnusführungen kann man für 5 Euro teilnehmen, an den Einführungsvorträgen für 4 Euro. Information: Besucherdienst Documenta 11, Tel. 01 80/5 11 56 11 (0,12 Euro pro Minute).
Publikationen
Sämtliche Bücher zur Documenta erscheinen im Hatje Cantz Verlag, Ostfildern.
Der Katalog vermittelt mit Beiträgen von Documenta-Leiter Okwui Enwezor, seinen Co-Kuratoren und zahlreichen anderen Autoren das theoretische Fundament der D 11 und gibt einen Einblick in das Werk aller Künstler. 744 Seiten, zirka 650 Abbildungen, 55 Euro.
Im handlichen Kurzführer werden alle Künstler vorgestellt, Pläne erleichtern die Orientierung in den einzelnen Ausstellungsorten. 320 Seiten, zirka 120 Abbildungen, 15 Euro.
Okwui Enwezor konzipierte die Documenta 11 als Folge von fünf Plattformen, von denen die ersten vier Symposien waren. Im Juni erscheinen die Dokumentationen "Urbane Vorstellungswelten in Lateinamerika", "Demokratie als unvollendeter Prozess" und "Experimente mit der Wahrheit" im Druck, danach "Creolite und Kreolisierung" und im Herbst der Band "Unter Belagerung". Jeweils 25 Euro.
Der Bildband zur "Plattform 5" als der eigentlichen Ausstellung erscheint erst Ende Juli. Nur hier werden komplett die Arbeiten dokumentiert, die in Kassel zu sehen sind. 230 Seiten, zirka 450 Abbildungen, 30 Euro.
Außerdem erscheinen zwei Überblicksbände zur Geschichte der Documenta: Alfred Neme-czek: Documenta. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg. 96 S. 8,60 Euro. Harald Kimpel: Documenta. Die Überschau. DuMont Literatur und Kunst Verlag, Köln. 128 S. 12,90 Euro.
Sponsoren
Die Documenta 11 wird von der Stadt Kassel und dem Land Hessen getragen und finanziert. Gefördert wird sie von der Kulturstiftung der Länder und den Hauptsponsoren Deutsche Bahn, Deutsche Telekom, SparkasssenFinanzgruppe und Volkswagen.
Editionen zur Documenta 11
In der Münchner Edition Schellmann erscheint eine Reihe von Künstler-Editionen zur Documenta 11. Die Drucke, Fotografien und Objekte von 18 in Kassel vertretenen Künstlern, darunter Arbeiten von Bernd und Hilla Becher, William Eggleston, David Goldblatt, Candida Höfer, William Kentridge, Shirin Neshat, Manfred Pernice und Fiona Tan kosten bei Auflagen zwischen 30 und 50 Exemplaren voraussichtlich zwischen 600 und 2500 Euro. Information: www.editionschellmann.com Tel. 0 89/33 17 17
