Ausgabe: 06 / 2002
Seite: 3

Streiten mit Genuss

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Auch wenn rund um den Globus die Bien nalen blühen: Kassel bleibt die unbestrittene Haupstadt der aktuellen Kunst. Und keine Documenta war so international wie diese elfte: Okwui Enwezor, Nigerianer mit Wohnsitz in New York, hat ein Kuratoren-Team aus sechs Ländern um sich geschart und weltweit recherchiert, was die Kunst bewegt und wohin sie sich entwickelt. Nach viel Diskurs im Vorfeld sprechen nun die Bilder. Und wie seit 1955 gilt auch diesmal: Wer mitreden will, muss nach Kassel fahren.

Das Kunstmagazin art bündelt in diesem Heft nützliche Informationen zum Documenta-Sommer und zeigt, was Kassel an Parks, Museen, Theatern, Clubs zu bieten hat. Dazu gibt die Redaktion Tipps und Hinweise für Übernachtung und Gastronomie.

Und weil jede Documenta sich an ihren Vorgängern messen lassen muss, blickt art auch zurück: mit einer Chronik aller Kasseler Schauen und einer Kritikerumfrage zur Documenta 10. Dass diese so kontrovers ausgefallen ist, zeigt aufs Neue, warum gerade Kassel nach dem Krieg das Epizentrum der Moderne wurde und bis heute geblieben ist: Nie war die Documenta glatt und beschaulich, sondern immer ein Resonanzraum brennender Probleme und aktueller Debatten. Also wieder: Ab nach Kassel, schauen, denken - und den lustvollen Streit um die Kunst genießen! IHRE ART-REDAKTION