Ausgabe: 06 / 2002
Seite: 132

Fotomeister und Malerschüler

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Messe: Die dritte "Kunstköln" setzte auf Fotografie

Mit einem überzeugenden Angebot insbesondere an Fotografie kam die Messe "Kunstköln" dem Ziel näher, sich als Gegengewicht zur "Paris Photo" zu etablieren. Von 120 Ausstellern bestritten 30 die "Kölnphoto" genannte Sektion. Erstmals war Rudolf Kicken (Berlin) mit Fotos von Künstlern des Bauhauses und der Neuen Sachlichkeit vertreten. Bemerkenswert auch die digitalen Fotos, die Patricia Dorfmann (Paris) von LawickMüller zeigte.

Stähli (Zürich) bot eine Mappe "Sandzeichnungen" mit 18 Fotoarbeiten von Charles Wilp an, die auf einer Reise mit Joseph Beuys nach Afrika 1974 entstanden. Für den "Kunstköln"-Preisträger Sigmar Polke präsentierte Erhard Klein (Bad Münstereifel) in einer Sonderschau dessen komplettes druckgrafisches Werk.

Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Art Brut. So bot Werner Fischer (Berlin) rare Arbeiten von Louis Soutter aus den dreißiger Jahren an. Eine Sonderschau zeigte 80 Arbeiten von August Walla, dem populärsten Künstler aus der Landesnervenklinik in Gugging. Walla war im vergangenen Jahr gestorben. Auch 120 Architekturfotografien aus dem Archiv der Kölner Fotowerkstätte Hugo Schmölz erhielten eine eigene Präsentation. Wie im vergangenen Jahr fand die "Kunstköln" zeitgleich mit der "KunstMesse Köln" und der Antiquariatsmesse Köln statt. Offenbar ein Erfolgsmodell: Trotz Krisenstimmung kamen wie im Vorjahr insgesamt 32000 Besucher an den Rhein.

Internet: www. koelnmesse.de

Bild(er):

Bild: "PerfectlySuperNatural, Venus de Milo, Andrea, Anna, Anja, Gesa, Isabelle, Simone": eine Arbeit des deutschen Künstlerduos LawickMüller