Ausgabe: 04 / 2001
Seite: 132

Volles Haus in Madrid

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Messen: Einen neuen Besucherrekord und glänzende Geschäfte verzeichnet die weltgrößte Kunstmesse Arco

Die spanische Kunstmesse Arco in Madrid brach erneut alle Rekorde: Um 20 Prozent stiegen die Verkäufe laut Messeleitung gegenüber dem Vorjahr. Und trotz hoher Eintrittspreise zwischen 35 und 40 Mark strömten 176000 Menschen auf das Messegelände - vier Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

Der Pariser Kunsthändler Patrice Trigano konnte rund 2,7 Millionen Mark für die "Komposition auf blauem Grund. Das Seil" von Fernand Leger verbuchen.

Einen ähnlich hohen Betrag dürfte auch der Kölner Stefan Röpke für eine Arbeit von Manolo Millares erzielt haben. Ansonsten waren bei der Klassischen Moderne eher die kleinen Arbeiten gefragt. Galerien wie Gmurzynska aus Köln, Pudelko aus Bonn und Levy aus Hamburg zeigten sich aber zufrieden.

Innerhalb der Gegenwartskunst nahm die Fotografie breiten Raum ein - inzwischen Standard bei allen Messen. Insgesamt lieferte aber das Angebot außerhalb der Förderkojen ein eher konventionelles Bild.

Auch das diesjährige Gastland Großbritannien sorgte für wenig Aufregung: Die Kommissare hatten Damien Hirst und andere Stars der "Young British Artists" weitgehend ignoriert und zeigten Arbeiten weniger bekannter Künstler, die erstaunlich brav wirkten. Aus ihren Beiträgen ließen sich keine Tendenzen herauslesen - außer der, dass der Anteil der Malerei wieder gestiegen ist.

Internet: www.arco.ifema.es

Bildunterschrift: Fernand Leger: "Komposition auf blauem Grund. Das Seil" (1935) /