Ausgabe: 04 / 2001
Seite: 134
Gestorben
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Als Kunsthändlerin war sie eine Instanz für Werke der europäischen Moderne in Museumsqualität, als Fotografin eine der letzten, die Berlin noch als kosmopolitische Kunstmetropole kannte. Marianne Breslauer-Feilchenfeldt, 1909 als Tochter des Architekten Alfred Breslauer geboren, wuchs im großbürgerlichen deutsch-jüdischen Milieu auf. Im Lette-Verein lernte sie Fotografie und ging 1929 als Assistentin zu Man Ray nach Paris. Wieder in Berlin, arbeitete sie für die großen Magazine der Weimarer Republik. Ihre erste Karriere - für die sie 1999 den Hannah-Höch-Preis erhielt - endete 1933 mit der Nazi-Zensur. Marianne Breslauer ging ins Exil und heiratete dort Walter Feilchenfeldt, den ehemaligen Geschäftsführer von Paul Cassirers legendärem Kunstsalon in Berlin. 1947 konnte Feilchenfeldt in Zürich eine eigene Kunsthandlung eröffnen, die Marianne Breslauer-Feilchenfeldt nach dem Tod ihres Mannes 1953 weiterführte. Am 7. Februar ist die Grande Dame des Kunsthandels in Zürich .
Bildunterschrift: Marianne Breslauer-Feilchenfeldt (links) mit dem Schauspieler Bruno Ganz im Frühjahr 2000 in ihrer Zürcher Galerie (unten) /
