Ausgabe: 04 / 2001
Seite: 138

Nachgefragt

Von

Im Herbst 1998 setzte sich Rudolf Springer, Nestor der Berliner Galeristen, nach 50 Jahren zur Ruhe. Jetzt hat Springer, 92, in seinem Haus Schillerstraße 10 wieder eine Galerie eröffnet.

art: Herr Springer, waren 50 Jahre nicht genug?

Springer: Die Zeit wurde mir langweilig, ich hab's lieber mit Künstlern.

Mit wem feiern Sie Ihr Comeback?

Mit Nino Malfatti, einem Österreicher, den ich schon lange

kenne und sehr schätze. Ein hervor-

ragender Restaurator und sehr interessanter Maler.

Wer kommt danach?

Angelika von Schwedes, die macht sehr farbige Bilder, und dann meine alten Freunde Baselitz und Lüpertz.

Sperren Sie jetzt wieder jeden Morgen Ihre Galerie auf?

Nicht so früh. Dienstag bis Sonnabend von 14 bis 18 Uhr.

Wollen Sie es den jungen Leuten so richtig zeigen?

Nein, ich will's mir noch mal zeigen.