Ausgabe: 04 / 2001
Seite: 139

Mahnende Worte

Von

Jochen Gerz, 60, weiß die Standortvorteile im vereinigten Europa zu nutzen: Leben im schönen Frankreich, Arbeiten auf Deutschlands geschichtsbelastetem Boden. In einem jetzt beim Henschel Verlag in Buchform erschienenen Interview mit Roger Willemsen bekannte sich der vor allem mit Mahnmalen zum Nationalsozialismus hervorgetretene Konzeptkünstler zu seiner deutschen Heimat als Ort für politische Kunst. Vor einschläfernder Routine im Umgang mit der deutschen Geschichte aber warnt er: "Wir müssen das Risiko weitertragen, wir müssen mittendrin sein ... um das Neue nicht zu verpennen."

Bildunterschrift: Jochen Gerz vor seiner Arbeit "The French Wall" im Kunstmuseum Düsseldorf /