Ausgabe: 12 / 2000
Seite: 109

Mit Fotografie aus der Flaute

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Neue Ausstellungsreihe im Moskauer Architektur-Museum

Bis vor kurzem von Besuchern eher gemieden, wandelt sich das Moskauer Schtschussew-Museum für Architektur zum Treffpunkt für Fotografie-Fans. Ausschlaggebend ist eine neue Ausstellungsreihe mit Architektur-Aufnahmen namhafter zeitgenössischer Fotografen wie Ilja Utkin, einem preisgekrönten Teilnehmer an der diesjährigen Architektur-Biennale in Venedig. Vom neuen Museumsdirektor David Sarkisjan, 54, gemeinsam mit dem bekannten Moskauer Architekten Juri Awwakumow, 43, konzipiert, ist die Reihe zunächst für zwei Jahre geplant. Jeweils 24 Arbeiten aus den persönlichen Archiven der Fotografen werden ausgewählt und für einen Monat ausgestellt. Danach werden davon die vier interessantesten Werke ins Museumsarchiv aufgenommen.

Zuletzt zu sehen waren Arbeiten des 1933 geborenen Fotografen Igor Palmin, der sich vor allem durch Porträtstudien einen Namen gemacht hat, seit 1980 aber vermehrt auch Architektur fotografiert. Zu den Fotokünstlern, die als nächstes im Schtschussew-Museum ihre Aufnahmen vorstellen, gehören unter anderem Palmins Sohn Juri sowie Alexander Jermolaew, Sergej Leontjew und Igor Muchin.

Steigende Besucherzahlen zeigen, dass Sarkisjans und Awwakumows Konzept aufzugehen scheint: "Das Museum ist kein Mausoleum mehr", sagt Awwakumow glücklich. Jetzt sind die beiden dabei, den Kreis der teilnehmenden Fotografen auszuweiten. Auch ausländische Teilnehmer kämen in Frage, so Awwakumow. Einzige Voraussetzung sei, dass ihre Beiträge sich mit russischer Architektur beschäftigen.

Bildunterschrift: Höhepunkt der Ausstellung: Igor Palmins Villa Deroschinskaja, 1996 /