Ausgabe: 12 / 2000
Seite: 112
Wie Henri Cartier-Bresson Hamburg sah
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"Jeder Künstler scheint Bürger eines unbekannten Vaterlandes zu sein", schrieb Marcel Proust einmal, und der Kunstschriftsteller Jean Clair befand, auf wenige treffe dieser Satz derart zu, wie auf den Fotografen Henri Cartier-Bresson. Dessen berühmter Bildband "Les Europeen" erschien 1955 und dokumentierte eindringlich die Menschen im Nachkriegseuropa. Aus Deutschland brachte der inzwischen 92-jährige Franzose unter anderem Hamburg-Bilder mit, von denen jedoch nur zwei Aufnahme in das Buch fanden. Der Londoner Galerist Eric Franck, Bruder der Fotografin Martine Franck, der zweiten Frau Cartier-Bressons, erwarb für die Hamburger Vereins- und Westbank acht unveröffentlichte Negative mit Bildern ihrer Stadt. Gemeinsam mit der Sammlung der Bank, die insgesamt 400 Fotografien von der Jahrhundertwende bis heute umfasst, sind die "neuen" Cartier-Bressons auf Anfrage (Tel. 040/ 3692-3350, Frau Skibbe) in den Geschäftsräumen am Neuen Wall in Hamburg zu besichtigen.
Bildunterschrift: Fotos /
