Ausgabe: 12 / 2000
Seite: 6
Weniger wäre mehr
Von
"Kunst unterm Joch der Regie" - Kolumne von Alfred Nemeczek (10/2000)
Die oft treffenden, manchmal auch bissigen "Kunst-Geschichten" von Alfred Nemeczek schätze ich sehr. So auch die Beobachtungen zum Thema visuelles Begreifen beziehungsweise Inszenierung von Kunstwerken.
Das visuelle Erleben von Kunst, die Freude am Schauen, das Bemerken des eigenen Erstauntseins, die wunderbare Spannung eines Raumes zu erleben - dies alles ist immer seltener. Und wie Nemeczek richtig bemerkt, vielleicht wäre weniger mehr. Es wäre sehr zu wünschen, dass Museumsdirektoren und Kuratoren dies erkennen und gleichzeitig bereit wären, "gegen den Strom zu schwimmen". Ich denke, nicht wenige Kunstliebhaber würden es ihnen danken.
Dieter Broska, Mainz Kastel
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