Ausgabe: 11 / 2000
Seite: 8-9
Blumen an der Arktis
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Der Name Grönland heißt zwar "grünes Land", doch Pflanzen wachsen außer im Süden kaum höher als bis zu den Knöcheln. Freilebende Robben und Eisbären sind für die Kinder nichts Besonderes, aber Bäume und Blumen kennen sie nur aus Videofilmen und Erzählungen. Nun blühte die weiße Landschaft auf. Der Münchner Künstler Thomas Huber, 35, transportierte 100 grelle, 2,30 Meter hohe Kunststoffblumen nach Ostgrönland. Dort montierte er den bunten Strauß auf einen Gletscher. Vom Helikopter aus betrachtet, war auf der Fläche von 150 x 100 Metern eine Riesenblume zu erkennen. In den Kunstgenuss kamen allerdings nur ein paar neugierige Touristen - Grönländer halten sich lieber an der Küste auf als in Nähe des unwirtlichen Inlandeises. Zum Abschluss des Projektes jedoch stellte Huber einige der Kunstblumen noch einmal an einem Nebenhafen der Siedlung Tassilaq auf. Begeistert waren vor allem die Kinder: Sie tobten mit den fremden Stängeln durch die karge Landschaft. Jetzt verkauft der Expeditionskünstler die Blumen für 1000 Mark pro Stück. Ein Teil der Einnahmen kommt sozialen Einrichtungen in Ostgrönland zugute. Information, Verkauf und Fotodokumentation: Tel. 089/2015134, www.iceflower2000.de
Bildunterschrift: Kunst für die Kälte: Das Einzige, was auf dem ewigen Eis in Grönland wächst, sind die bunten Blumen des Expeditionskünstlers Thomas Huber /
