Ausgabe: 11 / 2000
Seite: 144

Platz räumen für die Kollegen

Von

Rotationsprinzip heißt das Zauberwort der 34. "Art Cologne". Eingeführt hat es der international besetzte Zulassungsausschuss, um dem alljährlichen Dilemma zu entgehen, aus rund 500 Bewerbern die Hälfte herausfiltern zu müssen. Knapp 30 Galerien haben nun die Möglichkeit zu rotieren, also den Platz für ein oder mehrere Jahre für Kollegen frei zu machen. Die Galerie Berlin und der Kölner Rolf Ricke setzen freiwillig aus, andere Aussteller wie Rafael Vostell haben sich dem nahe gelegten Verzicht widerwillig gebeugt.

Insgesamt nehmen an der diesjährigen Kunstmesse (5. bis 12. November) 260 Galerien teil, 120 davon kommen aus dem Ausland. Erneut hat im Erdgeschoss die Sektion Skulptur ihren eigenen Platz: Arbeiten von Louise Bourgeois, Heinz Breloh, Fabrizio Plessi oder Franz West sind in diesem Segment vertreten, in dem 25 Galerien ihre Künstler präsentieren. Für das Förderprogramm wurden 21 Galerien ausgewählt, darunter Eigen+Art aus Berlin, Mai 36 aus Zürich und Anthony Wilkinson aus London. Ihre Künstler nutzen die Förderkojen vor allem als Experimentierbühne für raumgreifende Installationen.