Ausgabe: 11 / 2000
Seite: 144

Verlorene Kunstschätze

Von

Web im Test

Seit 1994 gibt es die "Koordinierungsstelle der Länder für die Rückführung von Kulturgütern", die seitdem die Daten von 3,6 Millionen im Krieg verschollener Kunstwerke, Bücher und Archivalien aus deutschen Museen und Bibliotheken zentral gesammelt hat. In diesem Jahr hat die in Magdeburg ansässige Behörde begonnen, die Verlustliste ins Netz zu stellen. Ergänzt wird das Angebot durch die Restbestände der von den Alliierten bei Kriegsende beschlagnahmten Werke der so genannten "Linzer Liste", die bis heute noch nicht ihren rechtmäßigen Eigentümer gefunden haben.

Zwar wird die komplette Aufbereitung der Daten und Bilder noch einige Zeit dauern - schon heute lässt sich aber ahnen, dass "www.lostart.de" ein wichtiges Werkzeug für die oft schwierige, weltweite Recherche über verschwundene Kunstwerke werden wird.

Künftig sollen hier auch Museen Bestände unbekannter Provenienz anzeigen und Privatpersonen nach ihren im Krieg verlorenen Schätzen suchen können.

Wertung: ***

*** = unverzichtbar

** = brauchbar

entbehrlich

Bildunterschrift: www.lostart.de /