Ausgabe: 02 / 1999
Seite: 110
"Niemand hat in die eigene Tasche gewirtschaftet"
Von
Affären: Düsseldorfer Museumsmann entlastet
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Nun stellt ein Bericht der städtischen Rechnungsprüfer die Angelegenheit klar: Zur Feier ihres 25jährigen Bestehens im Jahr 1992 hatte die Kunsthalle überaus erfolgreich nach privaten Geldgebern gesucht - nach der Abrechnung stellte sich heraus, daß noch Geld übrig geblieben war. Da das Sonderkonto aufgelöst werden sollte, zugleich aber Harten mit seiner privaten Kreditkarte bei Dienstreisen in Vorleistung getreten war, überwies die Stadt ihre Schulden direkt aus den Jubiläumsspenden auf Hartens Privatkonto.
Jetzt gesteht der Düsseldorfer Kulturdezernent Hans-Heinrich Grosse-Brockhoffeine "Reihe erheblicher Verfahrensmängel bei der Vereinnahmung von Spenden" ein - Harten jedoch treffe keine Schuld: "Niemand hat in die eigene Tasche gewirtschaftet." Erklären läßt sich die Kampagne möglicherweise mit der neuen Funktion des früheren Kunsthallen-Direktors: Als künstlerischer Leiter mit befristetem Vertrag soll Harten die von der Stadt Düsseldorfgemeinsam mit dem Veba Konzern gegründete Kunststiftung Ehrenhof auf den Weg bringen _ ein einflußreicher Posten. "Kann sein", kommentiert ein Kollege, "daß da jemand eifersüchtig geworden ist." Stefan Koldehoff
