Ausgabe: 02 / 1999
Seite: 114
Der historische Bau soll keine Rummelbude sein
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Restaurierung: Ausstellungsgebäude der Kunstakademie in Dresden
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Bis im Inneren des Hauses wieder Ausstellungen stattfinden können, werden aber wohl noch Jahre vergehen: Geld für den Ausbau steht frühstens vom Jahr 2001 an bereit. Dabei hat ein eigens berufenes "Vergabe- und Koordinierungsgremium" aus Vertretern von Museen, Hochschulen und Kunstverein bereits ein detailliertes Nutzungskonzept für das Ausstellungsgebäude vorgelegt, das vom Finanzministerium abgesegnet ist: Die Ausstellungsfläche soll auf 850 Quadratmeter erhöht werden, die Ausstattung schließlich "Kunstausstellungen auf höchstem Niveau" ermöglichen.
Was bis zum Ausbau mit den Räumlichkeiten geschehen soll, ist ungewiß. Ulrike Scheffler, Geschäftsführerin des Neuen Sächsischen Kunstvereins, der in seinem ehemaligen Domizil ein Nutzungsrecht für drei Monate im Jahr erhalten soll, würde am liebsten schon im Sommer Ausstellungen auf der Brühlschen Terrasse ausrichten. Ein schrittweiser Ausbau, so führt sie aus, erlaube eine Teilnutzung, ansonsten müßten "viele vergeblich an den restaurierten Türen rütteln". Ulrich Schießl jedoch, Rektor der Dresdner Hochschule für Bildende Künste und Vorsitzender der Kommission, steht Schefflers Vorschlag skeptisch gegenüber: Zwar seien Flächen für Sonderausstellungen zeitgenössischer Kunst "bitter nötig für Dresden", räumt er ein - auf keinen Fall aber will er, daß ein historischer Bau in so privilegierter Lage "zur Rummelbude verkommt". Tim Sommer
