Ausgabe: 02 / 1999
Seite: 115
Öffnung der Archive
Von
Beutekunst
Auf der lnternationalen renz zur NS-Raubkunst in Washington mit Delegationen aus 44 Ländern erklärte sich auch Rußland bereit, an der Suche nach den rechtmäßigen Eigentümern der von Nationalsozialisten geraubten Kunstwerke mitzuwirken: Es will die Archive öffnen und sich an die von den USA vorgelegte Richtlinienliste zum Umgang mit Raubkunst halten. Diese sieht eine erneute, sorgfältige Überprüfung der weltweiten Museumsbestände sowie die Erstellung einer zentralen Datenbank für Raubkunst vor. Rußlands Bereitschaft zur Kooperation betrifft jedoch nur die Kunst aus ehemals jüdischem Besitz, nicht die sogenannte Beutekunst, die von der Roten Armee nach 1945 beschlagnahmt wurde.
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