Ausgabe: 04 / 1997
Seite: 127

Zufriedene Händler und ein neuer Besucherrekord

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Mit 180 000 Besuchern konnte die "Arco" in Madrid im Februar einen Besucherrekord feiern; auch freuten sich die Galeristen über gute Verkäufe auf der sechstägigen Messe, die in diesem Jahr der Kunst Lateinamerikas ein großzügiges Forum bot. Besonders lebhaft war das Geschäft im unteren Preisbereich, und erstmals seit Jahren fühlten sich auch die ausländischen Teilnehmer nicht benachteiligt.

Potente Sammler und vor allem private und öffentliche Stiftungen wagten sich auch in höhere Preisregionen vor. So erwarb die Stiftung "Arco", die zehn Prozent der Eintrittsgelder für die Erweiterung ihrer Sammlung zur Verfügung hatte, von dem Berliner Kunsthändler Michael Schultz ein Gemälde von Markus Lüpertz für 46000 Mark. Bärbel Grässlin aus Frankfurt/Main verkaufte unter anderem eine Arbeit von Imi Knoebel für 50 000 und eine von Günther Förg für 40000 Mark, Ihre Kojennachbarinnen Philomene Magers und Monika Sprüth, beide aus Köln, fanden ebenfalls spanische Käufer für mehrere Arbeiten, unteranderem fürzwei Textilbilder von Rnsemarie Trockel. Der Kölner Karsten Greve, der erstmals nach zehn Jahren wieder nach Madrid gekommen war, verkaufte eine Bronzeskulptur von Louise Bourgeois für 389000 Mark an einen privaten französischen Sammler. Gemeinsam mit der Kölner Galeristin Krystyna Gmurzynska, die mit prächtigen Arbeiten von Joan Miro, Pablo Picasso und Robert Delaunay angereist war, füllte Greve mit seinem anspruchsvollen Programm die Lücke, die durch das Ausbleiben von Hans Mayer, Düsseldorf, und den britischen "Arco"-Veteranen Annely Juda, Waddington Galleries und Gimpel Fils entstanden war. Elisabeth Guth