Ausgabe: 12 / 1994
Seite: 162

Ein Forum für die Kunst, die aus dem Intellekt kommt

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Jubiläen: 25 Jahre Galerie Schoeller in Düsseldorf

Gleich drei Jubiläen feiert der

Düsseldorfer Galerist Hubertus Schoeller derzeit mit einer opulenten Ausstellung (bis 14.Januar): Die Galerie besteht seit 25 Jahren, er selbst ist Galerist seit 20 Jahren, und seit 15 Jahren residiert das auf Kunst der Gruppe Zero und deren Umfeld spezialisierte Unternehmen in den Räumen an der Poststraße.Schoeller präsentiert auf der Jubiläumsausstellung Arbeiten von 56 Künstlern der konstruktiven und konkreten Richtung, die er in den vergangenen 20 Jahren gezeigt hat. Eigentlich hätte Schoeller ins elterliche Unternehmen, das Drahtgewebe und Papiermaschinen-Siebe herstellt, einsteigen sollen.Da er jedoch lieber Galerist werden wollte, studierte er 1964 bis 1969 in Berlin parallel zur Betriebswirtschaft auch Kunstgeschichte; er volontierte bei einer Londoner Non-profit-Galene und entschied sich 1974 endgültig für die Kunst: Hubertus Schoeller stieg als Teilhaber bei der Galerie Wendtorf + Swetec ein, die seit 1969 Zero-Kunst förderte und bei der er schon Kunde gewesen war. 1975 übernahm er sie in eigene Regie. Zu den Künstlern der Galerie zählen Konstruktivisten, Farbfeldmaler, Konkrete und Kinetiker wie Heinz Mack, Otto Piene, Walter Dexel, Gerhard von Graevenitz, Julio Le Parc, Adolf Luther, George Rickey oder Richard Paul Lohse.Junge Künstler stellt Schoeller auf der Empore aus, wenn sie in sein Programm passen: Er hat sich dem kargen Formexperiment verschrieben und will diese Kunst auf dem Markt durchsetzen.Dabei ist ihm klar, daß "Kunst aus dem Bauch immer verbreiteter sein wird als Kunst aus dem Intellekt".