Ausgabe: 12 / 1994
Seite: 157
DIE 'SCHWARZE MUTTERGOTTES' VERKOERPERT EINE GANZE EPOCHE
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DIE 'SCHWARZE MUTTERGOTTES' VERKOERPERT EINE GANZE EPOCHE Kunstgeschichte: In Prag steht eine Bastion des Kubismus
Eine neue Adresse für Kunst-
freunde gibt es in Prag: Im historischen Zentrum der Stadt wurde das kubistische Haus "Zur Schwarzen Muttergottes" eröffnet.Das nach Originalplänen restaurierte Gebäude, dessen Name auf ein mittelalterliches Bauwerk zurückgeht, bietet auf über 900 Quadratmeter Fläche Platz für wechselnde Ausstellungen, vor allem aber wird hier eine ständige Sammlung mit Arbeiten des tschechischen Kubismus präsentiert.Angegliedert ist das neue Institut dem Tschechischen Museum der bildenden Künste.Mit dem Gebäude des Architekten Josef ehe Stücke von Vlastislav Hofman und Josef Gocar. "Der tschechische Kubismus war nicht nur mit dem französischen Kubismus kongenial, sondern hatte auch starke Verbindungen zum deutschen Expressionismus und zur italienischen Kunst dieser Zeit", sagt Jan Sekera, Direktor des Tschechischen Museums der bildenden Künste und damit auch Chef des neuen Hauses.In Sonderschauen will Sekera künftig diese stil- und länderübergreifenden Verbindungen anschaulich machen. Bis Mitte Januar präsentiert das Haus "Zur Schwarzen Muttergottes" (Celetna 34, Öffnungszeiten Di-So 10-12, 13-18 Uhr) erstmals in Prag eine Werkschau des in Paris lebenden tschechischen Künstlers Jiri Kolar (ART 10/1994).Die aus den USA stammende Sammlerin Meda Mladek schenkte dem Museum eigens für diese Ausstellung 50 Arbeiten Kolars.
