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Heftarchiv - Ausgabe: 12 / 1994

(149) Artikel in dieser Ausgabe von art - das Kunstmagazin

Liebe Leserin, lieber Leser

Wie ein häßlicher Schatten lag die Rezession über New York, lähmte dieWirtschaft, dämpfte aber auch die Kunstszene.Auf die überhitzten Bietgefechte in den Auktionssälen und die glamourösen Kunstfeste zu den "Ausstellungseröffnungen folgte der tiefe Fall.Bis in die Ateliers kroch derGeruch der Krise vor.Doch New York ist wieder da.Die Stadt am Hudson wird wieder vital, und

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Leselust und sachliche Information

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Tomaten auf den Augen

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Lohnender Abstecher ins Landschloß

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Zweimal seitenverkehrt

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Zehn Jahre jünger

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Neues Konzept für den Bremer Kunstverein

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Kölner Galeristen entdeckten die Originale

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Später Rückzug aus Museumsprojekt

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Ein Menschenbild voller Skepsis und Sympathie

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Lebensfroh

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Am eindrucksvollsten ist immer noch das Original

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Kunst-Jet

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Suchmeldung

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Ein ferkelrosa Jesuskind hängt im Weinkeller

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Rares von O'Keeffe

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Rares von O'Keeffe

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Russen und Amerikaner lieben es blau und schön

So groß ist der Umerschied zwischen Russen und Amerikanern gar nicht: Die NewYorker Exilrussen Komar & Melamid befragten alte und neue Landsleute nach ihremKunstgeschmack, malten danach zwei Idealbilder ("Most Wanted") und staunten:"Die Ergebnisse waren überraschend ähnlich."Beide Nationen bevorzugen schöneLandschaften, die Lieblingsfarbe ist Blau, Abstraktes ist verpönt.Freilichmöchten

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Flammen und Blüten - alles aus Federn

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FLAMMEN UND BLUETEN ALLES AUS FEDERN

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Der flotte Siebener ist zu teuer

Rudi Fuchs, 52, Direktor des Amsterdamer Stedelijk Museums, muß sparen.Da erseinem alten Arbeitgeber, dem Haager Gemeentemuseum, Schulden in Millionenhöhehinterlassen hatte (ART 5/ 1993), muß er sich nun vom Kulturdezernat jedengroßen Ankauf genehmigen lassen.Prompt bekam Fuchs ein Nein, als er für 720 000Mark die Neonplastik "Sieben Figuren" von Bruce Nauman kaufen wollte - sein Etat

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Ankauf

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.Die neugegründete Giovanni Segantini Stiftung in St.Moritz hat mit Hilfe von Spenden ein wichtiges Werk des Schweizer Symbolisten ( 1858 bis 1899)gekauft.Für 390000 Franken erwarb sie das in Savognin entstandene Ölgemälde "Die Wasserträgerin" (um 1887) für das Segantini-Museum.

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Explosiv

.Die in London lebende irakische Architektin Zaha Hadid hat alleChancen, daß ein zweiter Entwurf von ihr verwirklicht wird.Sie war dieÜberraschungsgewinnerin im Wettbewerb zum Neubau der Oper in der walisischenHauptstadt Cardiff.Die umstrittene Dekonstruktivistin, von deren oft bizarrenEntwürfen bislang nur das Feuerwehrhaus der Möbelfirma Vitra in Weil am Rhein(ART 8/1993) gebaut wurde,

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Schwarz, Rot, Gold

.Als Symbol für eine "noch nicht endgültig vollzogeneWiedervereinigung" versteht der Bildhauer B.Eimo Cremer seine Installation, dieer zum Tag der Deutschen Einheit am 3.Oktober vor dem Wolfsburger Schloßaufgebaut hatte.Das fünf Meter hohe Monument aus Holzlatten und Tischlerplattenin Schwarz, Rot und Gold kann, wie alle Plastiken ("Montablen") Cremers,gemietet und beliebig oft ab- und

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Krebshilfe

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.Der Frankfurter Galerist Ulrich Gering will krebskranken Kindern aus Tschernobyl helfen: 19 Künstler, darunter Arno Waldschmidt, Howard Kanovitzund Larry Rivers (Foto: "Santa Tolstoi"), stellten kostenlos Arbeiten mitweihnachtlichen Motiven zur Verfügung, die Gering in einer Postkarten-Editionfür 50 Mark vertreibt.Vom Reinerlös wird Spielzeug gekauft.

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Heftige Impulse im Warenhaus

Die Hamburger Kunsthalle, 125, versagte sich ein Jubiläums-fest; ersatzweise spendete das lokale "Alsterhaus" dem Museum diemeistbeachtete Kunstschau des Jahres.In fünf Schaufenstern des Kaufhauseskonnten sich Künstler entfalten, und Hunderttausende grübelten vor exotischenFigurinen von Bernhard Prinz über multikulturelle Mode (Bild oben) oder staunten über ein genial aus

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Geschenk

Fernando Boteros Dicke versetzten ganz Madrid in Begeisterung: Im Sommer waren21 Plastiken des kolumbianischen Malers und Bildhauers auf dem Paseo deRecoletos aufgestellt worden, rund zwei Milliarden Menschen ließen Blicke undHände über die schwellenden Formen der bronzenen Männer und Frauen gleiten.DieMadrilenen durften sich jetzt vom Künstler eine Figur aussuchen: Sie entschieden sich

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Kunst-Räume

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."Neue Möbel für die Villa" bestellte Renate Damsch-Wiehager,Direktorin der Galerie der Stadt Esslingen, bei 16 Künstlern - sie durften jeeinen Raum der Villa Merkel mit möbelartigen Objekten und Installationenausstatten (Ausstellung: 4.Dezember bis 29.Januar 1995).Das Foto zeigt SiahArmajanis "Raum für Henry David Thoreau, den ersten Anarchisten".

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Auktion

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.Aus französischem Privatbesitz tauchte vor zwei Jahren das Gemälde"Johannes der Täufer in der Wüste" auf; der Sotheby's-Experte für Malerei, HughBrigstocke, ist überzeugt, daß es sich um ein Bild des Franzosen Georges de LaTour ( 1593 bis 1652) handelt.Sotheby's versteigert es am 2.Dezember in MonteCarlo, Schätzpreis: 7,3 bis 8,8 Millionen Mark.

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Aus Bildern des Zauberers spricht die Sonne Kaliforniens

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7 starke Frauen in New York

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KUNST-SZENE NEW YORK 07 STARKE FRAUEN IN NEW YORK

Ein Samstag im Oktober 1993 " Mehr als 100 Frauen waren vor die Pace-Galerie inder 57. Straße ge-zogen; die Trommlerinnen der Frauenrechtsorganisation WAC (Women's ActionCoalition) schlugen den Takt zu Schlachtrufen gegen Sexismus und Rassismus derGalerie, die nur eine Frau und keinen einzigen Farbigen im Programm hat; "HeyPace", sangen dieDemonstrantinnen, "mach endlich

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632 Anmerkungen - aber keine neue Erkenntnis

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Hans Memling - der Stand der Forschung

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Die Frau steht für Leben und Vergänglichkeit

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Seite 21

Beide waren Dandys - und beide spielten mit der Form

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Der Mann im weißen Anzug ist schockiert

ART-Interview mit Tom Wolfe

Seite 38-42

Wenn der Dosenmann kommt

Seit sie 1986 in einem Freiheitsstatuen-Wettbewerbgewonnen hat, spaziert Jennifer Stewart, 36, als lebendes Wahrzeichen der Stadt durch die Straßen von Manhattan und sammelt Spenden - wenn sie nichtgerade auf die Bermudas, nach Singapur oder Brasilien reist, um mit Zackenkrone undbrennender Fackel zu posieren Phantasien der Gegengewalt: Am Broadway, EckePrince Street direkt

Seite 46-51

Kämpfen, klagen und auch hoffen

Leben mit Aids im zweiten Jahrzehnt.Allein in den USA sind schon eineViertelmillion Menschen an der Krankheit gestorben,und über zwei Millionen sind HIV-positiv.Die Kunstwelt ist nur ein Bereich vonvielen, die am Ende des 20.Jahrhunderts von der Epidemie heimgesucht werden.Aber die Kunst hatte dabei so viele Verluste zu beklagen, daß ihre Entwicklungentscheidend beeinflußt

Seite 52-55

Zu Hause herrschten die Dämonen der Kindheit

Robert Gober "Erinnerungen gründen sich auf Produkte", sagt der New Yorker Installationskünstler und begibt sich auf die Suche nach den Ablagerungen einer behüteten Vergangeheit.Seine Räume täuschen Wohnzimmerglück und Hausfrauenidylle vor - und sind beklemmende Monumente vom Grauen des Alltags Zwischen Lust und Galgen spinnt sich ein Netz des Unbehagens

Seite 58-65

Und alle Keller sollten aufs Dach

Sechs Leute sitzen beim Dessertund erzählen von ihren Reisen.Einer war in der faszinierenden Stadt Bottrop,hat sich dort in die Großnichte des letzten russischen Zaren verliebt, Zoff mitdem Erfinder des Perpetuum mobile bekommen und dann im Cafe den Dichter MartinWalser getroffen, dem Thomas Gottschalk vom Nebentisch zuwinkte.Aber da sage ich nur New York, und keiner hört ihm

Seite 68

Wo Kunst ein Fest für die Menschen ist

MUSEUM OF MODERN ART Das MoMA, wie es in der Szene kurz genannt wird, ist eine der ersten Adressen für die Kunst von Picasso bis Pop - aber auch für exklusive Parties, auf denen sich die Filmstars und Industrie-Tycoons der New Yorker High-Society spendabel zeigen

Seite 72-86

Zur Hölle, ich gehe nach Brooklyn

Schlechte Zeiten für Künstler, das hört man in der New Yorker Kunstszene jetztöfter, müssen nichtunbedingt schlecht sein für die Kunst.Im Gegenteil!Was hat uns der Goldrauschder achtziger Jahre denn vornehmlich beschert?Astronomische Preise.Mega-Formatefür Bankfoyers und Sammler aus Japan.Smarte Anlageberater.Noch smartereGaleristen.Eine neue Generation von Armani-Bohemiens.Die

Seite 89-91

Sie geben der Szene neuen Schwung

Die einen wollen mit ihrer Kunst in die Museen, die anderen setzen auf intelligente Streitkultur Als umtriebige Galeristen, millionenschwere Händler, pfiffige Kunst-Aktionisten und clevere Berater agieren sie auf der New Yorker Bühne.ART-Korrespondentin Susanne Lingemann und Fotografin Martha Cooper haben wichtige und vergnügliche Kunst-Enthusiascen porträtiert

Seite 92-96

New York Museen

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Seite 99-104

KUNST-SZENE NEW YORK ART UNTERWEGS

Mit als 150 Museen, freilich nicht alle st ausstellen, hat New York seinen 7,3Millionen Einwohnern und seinen 2,5 Millionen Gästen Jahr für Jahr mehrSchauvergnügen zu bieten als jede andere Stadt der Welt. Außer den Museen gibtes Kunsthallen, Skulpturenparks, alternative Kunstorte, Galerien,Antiquitätengeschäfte und viel Kunst auf den Straßen. Natürlich ist New Yorkauch nach Menge und

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New York Galerien

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Seite 104-111

New York Auktionen

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Seite 111-112

In den roten Zeiten fanden die Ausstellungen im Wohnzimmer statt

Berlin: "Der Riß im Raum" Kiel: "Selbstidentifikation"

Seite 114-117

PISSENDE KUH WAR NICHT SALONFAEHIG

Den Haag: Paulas Potter

Seite 118

Seite 120

Jean Cocteau bedankte sich in Versen

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Seite 120-121

Seite 122-123

Aufbruch zum Parademarsch der Malerei

Heidelberg: Wilhelm Trübner

Seite 124-125

Plastikrohr oder Kunstwerk

Köln: Der Stand der Dinge

Seite 126

Erstickt in der Museumsgruft

Ludwigshafen: Die neue Wirklichkeit

Seite 126

Zwischen Vamp und Unschuld

Essen: Fotografinnen der Weimarer Republik

Seite 126-127

Eingekeilt in der Masse

München: Munch und Deutschland

Seite 127

BESCHEIDENHEIT UND WEITSICHT SICHERN DAS UEBERLEBEN

Für die Wiener Galeristen sinddie fetten Jahre vorbei: Die Konjunktur ist in einer Krise, Sammler übenZurückhaltung, Mieten steigen, schon haben selbst etablierte Händler ihreVerkaufsräume aufgegeben.Der prominenteste unter ihnen ist PeterPakesch, eine zentrale Figur der Wiener Kunstszene in den achtziger Jahren. Ergab seine Galerie auf, weil ihn "das Wiener Klima

Seite 153

Bescheidenheit und Weisheit sichern das berleben

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Seite 153-154

Das Whitney geht nach Queens

Seine Anbaupläne nach denEntwürfen des Architekten Michael Graves hat das New Yorker Whitney Museumaufgeben müssen-angebautwird trotzdem: Für 3,4 Millionen Dollar hat das Whitneyein Nachbarhaus an der 74.Straße gekauft und will dorthin Bibliothek, Archiveund Büros auslagern. Eine Filiale auf Zeit hat das Whitney jetzt auch imStadtteil Queens: DasMuseum übernimmt für fünf Jahre

Seite 154

Für Sammlung und Personal ist kein Geld in der Stadtkasse

Das Jüdische Museum "wirdWahrzeichen einer Tradition mit der Kraft einer hoffnungsvollen Vision werden", hatte Berlins Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen versprochen.Das warvor drei Jahren und gilt nicht mehr.Noch bevor das Jüdische Museum aus demMartin-Gropius-Bau in das von Daniel Libeskind entworfene neue Haus an derLindenstraße im Bezirk Kreuzberg zieht, wird klar:

Seite 154

Nichte des Tänzers will Ausverkauf verhindern

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Seite 155

Per Computer rekonstruiert, was der Meister wirklich wollte

Ausstellung: Mantua feiert den Architekten Alberti

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NICHTE DES TAENZERS WILL EINEN AUSVERKAUF VERHINDERN

Erbstreit: Christie's versteigert Nurejews Kunstwerke

Seite 155

Im Krieg der Konkurrentinnen zog Maria Corral den kürzeren

Affären: Spanische Ministerin entläßt Museumsdirektorin

Seite 156

Zwei Tage vor dem Termin schlug die Kriminalpolizei zu

Versteigerung: Die Konkursmasse der Gießerei Rudier

Seite 156

DIE 'SCHWARZE MUTTERGOTTES' VERKOERPERT EINE GANZE EPOCHE

Kunstgeschichte: In Prag steht eine Bastion des Kubismus

Seite 157

Junge Künstler suchen den Dialog mit der Architektur

Initiativen: "Interventionen" im Sprengel Museum Hannover

Seite 157

Sicherheit und gutes Klima hinter der alten Museumsfassade

Sanierung: Moskauer Tretjakow-Galerie wir wiedereröffnet

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Lichtenstein auch in Hamburg

Die große Retrospektive desamerikanischen Pop-Malers Roy Lichtenstein (ART 10/1994), die noch bis zum8.Januar im Münchner Haus der Kunst läuft, kommt auch nach Hamburg.Vom10.Februar bis zum 30.April sind die 160 Gemälde und Grafiken in der Südhalleder Hamburger Deichtorhallen zu sehen.Die Retrospektive zum 70.Geburtstag desMalers wurde vom New Yorker Guggenheim Museum aus

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Das Holz stand noch im Wald, als der Künstler längst tot war

Forschung: "Die Hochzeit zu Kana" nicht von Bosch

Seite 158

Restaurierung und Pflege bewahren das Leben in den Städten

Fachmessen: Die "denkmal '94" war eine Europa-Premiere

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PRAEZISIONSARBEIT AUF WUESTENSAND MIT ''URBOOT'' UND FIBONACCI

Projektkunst: Hannsjörg Voth arbeitet in Marokko

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Die Leihgeber wissen nicht, an wen sie sich wenden sollen

mehr als ein Jahr nach demEnde der Biennale von Venedig liegen noch immer rund 40 Kunstwerke in der Stadt fest als Pfand füroffene Rechnungen über rund 150000 Dollar (rund 225000Mark).Der New Yorker Ausstellungsmacher Christian Leigh hatte die Skulpturen und Bilder parallel zur Zweijahresschau moderner Kunst 1993 in den "Zitelle" aufder Insel Giudecca gezeigt.Die Schau

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Im geistigen Speicher sollen Künstler und Handwerker arbeiten

Ein indigoblauer Kubus, ent-worfen vom Linzer Architekten Laurids Ortner, wirbt im KlagenfurterTechnologiepark für die gute Form.Der auffallende Bau, der über einem Feld ausweißem Flußschauer zu schweben scheint und sich über eine Metallrampe und einenholzgetäfelten Innenhof erschließt, beherbergt das "Europä.Design Depot"(EDD).Seine Gesellschafter sind sechs Unternehmer und

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Kölner Szene

Im handlichen Din-A6-Format ist jetzt erstmals der "Katalog Köln" erschienen,ein von den Galeristen gemeinsam finanziertes Ausstellungsprogramm derKölnerGalerien, das zweimal im Jahrherauskommen soll.Die erste Ausgabe enthältneben Selbstdarstellungen der Galerien und Museen ein Interview des ehemaligenGaleristen RudolfZwirner mit der Kulturdezernentin Kathinka Dittrich vanWeringh.Der

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DURCH EINEN KAEFIG FUEHRT DER WEG ZUM HAUPTBAHNHOF

Architektur: Die Zentrale der Südwestdeutschen Landesbank

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GALERISTEN LOBEN GUTE STIMMUNG UND PROFESSIONELLE ORGANISATION

Handel: Bilanz der Zürcher Messe "Kunst 94"

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Kein Titel

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Seite 162

Kurz mitgeteilt

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Ein Forum für die Kunst, die aus dem Intellekt kommt

Jubiläen: 25 Jahre Galerie Schoeller in Düsseldorf

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Galeristen loben gute Stimmung und peofessionelle Organisation

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Unter dem Eiffelturm machten weniger Besucher mehr Umsatz

Messen: Positive Bilanz der 21.Pariser Kunstmesse FIAC

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Für 20000 Gulden einen schönen Rembrandt übers Sofa

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FUER 20 000 GULDEN EINEN SCHOENEN REMBRANDT UEBERS SOFA

originale, räumt die Rotterda-mer Geschäftsfrau ein, seien "natürlich viel schöner - doch wer nicht mitZehntausendern um sich werfen kann, muß sich eben mit Kopien zufriedengeben".Die Dame mit dem gesunden Menschenverstand war Zeugin einer Weltpremiere:Christie's in Amsterdam hatte zur ersten ganz aufKopien Alter Meisterspezialisierten Auktion geladen.50 Gemälde,

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INDUSTRIEDENKMAL

Das schloßartige Gebäude mit Kantine und einer Badeanstalt für die Arbeiter derehemaligen "Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken" in Karlsruhe - 1915 vonPhilipp Jakob Manz gebaut (ART 10/1991 )- mußte der?erbreiterung einer Straßeweichen. Der Monumentalbau galt wegen seiner gesellschaftspolitischen Aussageals besonders hochrangig. "Würdeformeln, die vorher dem Unternehmer

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Preise

Der Berliner Künstler Raffael Rheinsberg bekommt den mit 40000 Mark dotiertenKunstpreis Schleswig-Holstein. * Den Konrad-von-Soest-Preis desLandschaftsverbandes Westfalen-Lippe (25000Mark) erhält der Münsteraner Künstler Paul Isenrath. * Der Kunstpreis derFrankfurter Sparkasse (25000 Mark) geht an Thomas Bayrle. * Seinen ersten Architekturpreis (10000 Mark) verleiht der Neue

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SCHLIEMANNS SCHATZ IST HEIL UND KOMPLETT

Vier Experten von der Berliner Stiftung Preußischer Kulturbesitz durften zumersten Mal nach 49 Jahren den "Schatz des Priamos" in Moskaubegutachten.Wilfried Menghin, Direktor des Berliner Museums für Vor- undFrühgeschichte, lobte den "hervorragenden Zustand" der 260 Kleinode aus Gold,Silber, Bronze und Stein.Der Schatz, den der deutsche Archäologe HeinrichSchliemann 1873 in den Ruinen

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Keine Ausfuhr

Die "Drei Grazien" von Antonio Canova ( 1757 bis 1822) bleiben endgültig inEngland.Das oberste Berufungsgericht Großbritanniens wies in letzter Instanz die Klage des Getty-Museums gegen Kulturminister Stephen Dorrell zufück.Der hatte eine Ausfuhrsperre über die Canova-Skulptur verhängt, die das Getty Museum für7,6 Millionen Pfund (18,6 Millionen Mark) von einer anonymen Gesellschaft

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Indusriedenkmal

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Kein Abriß

Die documenta-Treppe auf dem Kasseler Königsplatz bleibt stehen.Das hessischeOberlandesgericht hat entschieden, daß die Stadt die 1,1 Millionen Mark teureHolztreppe nicht abreißen darf, weil dies gegen das Urheberrecht desPlatzplaners Gustav Lange verstoße.Das Gericht bestätigte damit in letzterInstanz eine einstweilige Verfügung gegen den Abriß.Die Stadt will dieseEntscheidung

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Personalien

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Museen

Das Museum für Holographie und neue visuelle Medien in Pulheim bei Köln mußschließen.Der Unternehmer Matthias Lauk sah sich nicht mehr in der Lage, seinprivates Museum weiterzuführen - der städtische Zuschuß hatte zuletzt nur noch18 000 Mark jährlich betragen. * Das Otto-Nagel-Haus in Berlin, bisher Horteiner Sammlungproletarisch-revolutionärerKunst der Weimarer Republik, wird

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Unbekannter Dix

Ein bisher unbekanntes Gemälde von Otto Dix ist in der Düsseldorfer Galerie von Peter Barth und Herbert Remmert aufgetaucht."Hanali und Muggeli", bislang inPrivatbesitz, ist ein für den Gesellschaftskritiker Dix ungewöhnlichromantisches Bild.Es zeigt die Kinder seines Schwagers, des Arztes Hans Koch;die Kunstgeschichte war davon ausgegangen, daß Dix derart friedvolle Bilder erst Jahre

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Rückzahlung

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316000 Besucher sahen die Ausstellung "Der Zarenschatz der Romanov" imHistorischen Museum der Pfalz in Speyer.Das Institut konnte aufgrund desfinanziellen Erfolges die gesamten staatlichen Fördermittel, die es für dieAusstellung bekommen hatte, zurückzahlen - eine Million Mark von der StiftungRheinland-Pfalz für Kultur und 500000 vom Land.

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Wolf Stubbe

von 1933 bis 1969 zuerst Kustos, dann Direktor des Kupferstichkabinetts in derHamburger Kunsthalle, starb im Alter von 91 Jahren.Stubbe galt als exzellenterKenner der Druckgrafik von den Anfängen bis ins 20.Jahrhundert.Er verfaßte unter anderem das Werk "Die Graphik des XX.Jahrhunderts", arbeitete über ErnstBarlach sowie die Hamburger Romantiker Otto und Erwin Speckter und

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Daniel Libeskind

47, Star-Architeltt, verläßt Berlin im Zorn.Der gebürtige Pole beklagt"reaktionäre Tendenzen" in der Bauverwaltung der deutschen Hauptstadt, dieBauherren und Architekten durch rigide Vorschriften reglementiere.Der Planer des spektakulären Neubaus für das Jüdische Museum, der in den vergangenenfünfJahren bei keinem der großen Berliner Bauwettbewerbe vertreten war, nahmeinen Ruf des

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Deng Lin

63, malende Tochter des chinesischen Staatschefs Deng Xiaoping, hat demwestlichen Publikum erstmals im Pariser "Espace Pierre Cardin" ihreungegenständlichen Bilder vorgestellt.Daß Chinas großerFührer Mao dieAbstraktion als "bürgerliche Kunst" einst verurteilte, schert die überzeugteKommunistin, deren Gemälde ab 5000 Dollar (7500 Mark) zu haben sind, wenig."Ichsuche, an die Mittel der

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John Pope-Hennessy

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britischer Kunsthistoriker, starb im Alter von 80 Jahren.Er leitete von 1967bis 1973 das Victoria and Albert Museum und von 1974 bis 1976 das British Museum in London. 1977 wurde er Berater der Abteilung europäische Malerei des NewYorker Metropolitan Museums.Bekannt wurde Pope-Hennessy durch seine Forschungenüber die Renaissance-Kunst in Florenz.

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Pierre Rosenberg

58, ist zum neuen Generaldirektor des Pariser Grand Louvre ernannt worden.Derfrühere Chefkustos der Gemäldeabteilung des Louvre tritt die Nachfolge vonMichel Laclotte an, der in Ruhestand gegangen ist.Rosenberg, internationalanerkannter Spezialist für Kunst des 17, und 1 H.Jahrhunderts, hat in denletzten Jahren große Retrospekdven von Antoine Watteau (1984), Jean-HonoreFragonard (1987)

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Sam Francis

führender Vertreter des abstrakten Expressionismus (ART 2/1993), starb imkalifornischen Santa Monica mit 72 Jahren.Der Amerikaner begann in den vierziger Jahren zunächst mit dem Aquarellieren, als er wegen der Folgen einesFlugzeug-Absturzes fünf Jahre im Krankenhaus bleiben mußte.Die "Substaraz desLichts", so Francis, und die japanische Kalligrafie inspirierten ihn schließlich zu

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