Ausgabe: 11 / 1994
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Liebe Leserin, lieber Leser
Von Axel Hecht
Ein Blick zurück in Bildern.Am 9.November 1989, als sich in Berlin die Mauer für immer öffnete, sprang auf dem Titelblatt von ART der Maler A.R.Penck vor Lust in die Höhe.Die triumphale Geste, von der Redaktion als freudiges Signal zum zehnjährigen Bestehen unseres Kunstmagazins ausgewählt, wurde von der Wirklichkeit überhöht.Plötzlich bekam das Foto eine neue, weitreichendere Bedeutung - nun schien sich der 1980 von den Funktionären aus Dresden vergraulte Künstler über den Niedergang seiner Gegner zu freuen.
Fünf Monate später, im April 1990, legte ein Bild des Romantikers Caspar David Friedrich Reisen zur Kunst in der DDR nahe: Im "DDR-Spezial" lieferte die Redaktion auf 54 Sonderseiten einen Führer zu Museen, Galerien und Architektur-Denkmälern, die durch den politischen Wandel aus der Isolation befreit waren. Als nächster Blickfang lockte 1992 der Herkules, das Wahrzeichen der documenta-Stadt Kassel, auf einem Heft zur neunten Weltausstellung zeitgenössischer Kunst.Noch vor Eröffnung der erfolgreichsten aller documenta-Schauen (609000 Besucher) informierte die Redaktion über alle wichtigen Ereignisse, Daten und Adressen.Inzwischen sind die ausgebundenen Spezial-Ausgaben fester Bestandteil des Redaktionsprogramms: Sie informieren stets im Januar über die wichtigsten Ereignisse des folgenden Jahres, beschreiben, wie im vergangenen Juni zur 25.Kunstmesse in Basel, die vitale Szene der Schweiz oder sichten und werten in einem eigenen Buchjournal - es liegt der kommenden Dezember-Ausgabe bei - die wichtigsten Neuerscheinungen. Das vorliegende November-Heft schließt den 15.Jahrgang von ART ab.Es vollendet gleichzeitig die Darstellung von Leben und Werk eines der wichtigsten Künstler der Moderne: In fünf großen Beiträgen seit 1981 hat mein Kollege Alfred Nemeczek die Stationen geschildert, die Vincent van Gogh bis zu seinem frühen Tode durchschritt.In dieser Ausgabe geht es um die entscheidenden Pariser Jahre des großen Holländers.Keinem anderen Künstler, außer Pablo Picasso, wurde von der Redaktion so hohe Aufmerksamkeit und Wertschätzung erwiesen. Mit solch spezifischer Werkpflege ist ART zum führenden Kunstmagazin geworden. 75000 Exemplare gehen monatlich an Abonnenten und Einzelkäufer.Gelesen wird ART allerdings von weitaus mehr Kunstinteressierten.Laut der jüngsten AWA-Erhebung, angestellt vom Institut für Demoskopie in Allensbach, verfolgen rund 470000 Leserinnen und Leser die Beiträge einer jeden Ausgabe.Ihnen allen danke ich für Ihre Treue.Ihr
