Design

Vitra-Edition

Anders sitzen
Stühle aus der neuen Vitra-Edition (Nicole Bachmann/Vitra)

ANDERS SITZEN

Das Entwerfen eines Stuhls gilt als Königsdisziplin des Möbeldesigns. 20 Jahre nach seiner ersten Edition hat das Möbelunternehmen Vitra nun wieder Stardesigner für eine exklusive Stuhledition verpflichtet – von Konstantin Grcic bis Naoto Fukasawa machten alle mit

Unter Designsammlern ist sie eine Legende: die "Vitra"-Edition von 1987. Damals entwarfen Designer und Künstler wie Ron Arad, Ettore Sottsass und Richard Artschwager für die Möbelfirma in Weil am Rhein Sitzobjekte, die dann in kleiner Auflage produziert wurden.

Weil sie nicht für den Massenmarkt arbeiteten, hatten die Designer größere gestalterische Freiheiten. Das Projekt wurde schnell zum Erfolg, und "Vitra" erweiterte die Edition mit Beiträgen von damals noch jungen Gestaltern, die später berühmt wurden, etwa dem Engländer Jasper Morrison. Noch niemand hatte das Prinzip der Edition, das aus der Kunst stammt, so konsequent aufs Design übertragen. Indem ein Industrieprodukt wie der Stuhl künstlich verknappt wurde, bekam es den Status eines Kunstwerks.

Nun, 20 Jahre nach der Premiere, hat "Vitra" eine neue Edition aufgelegt. Die Creme de la creme des internationalen Designs ist dabei: von Frank O. Gehry bis zu den Gebrüdern Bouroullec, von Naoto Fukasawa bis Konstantin Grcic. Wieder ist die Edition von Experimentierfreude geprägt: Man kann vielleicht nicht auf allen Stühlen der Edition wirklich bequem sitzen, dafür zeigen die Entwürfe, dass auch einem uralten Thema wie dem "Stuhl" noch neue Ideen abgerungen werden können. Art zeigt eine Auswahl der "Vitra"-Edition.

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