Stromboli im Wohnzimmer

The Other Volcano von Nelly Ben Hayoun (Foto: Nick Ballon)

„Um vom Anderen wahrgenommen zu werden, muss ich mein Leben riskieren“ sagte Jean-Paul Sartre. „Wie würden Sie sich verhalten, wenn ein Vulkan in ihrem Wohnzimmer stünde?“ fragt Nelly Ben Hayoun. Die Absolventin des Royal College or Art’s Design Interaction Studiengangs war auf der Suche nach den Home Entertainment Trends der Zukunft, als sie erkannte, das sich der urbane Mensch von heutet nur unzureichend mit den Herausforderungen der Natur konfrontiert.

Es fehlt uns an physischen Erlebnissen, die wirklich in Erinnerung bleiben. Gerade in Zeiten sozialer Turbulenzen sollten Designer surreale Szenen schaffen, deren Absurdität uns vor Augen führt, was die Zukunft noch bringen könnte. Warum also nicht einen Vulkan fürs Wohnzimmer bauen? Eine Vulkanologin und ein Pyrotechniker standen Ben Hayoun zur Seite beim Entwurf des „semi-domestizierten Vulkans“. Man schliesst ihn an ganz einfach an eine Steckdose – lange Zeit verhält er sich ruhig und nicht undekorativ, doch jederzeit kann der schlafende Riese völlig unkontrolliert Funken sprühen, das Zimmer in einer Wolke von Staub und Asche einhüllen und seine Bewohner in Panik versetzen.

„The Other Volcano“ ist noch bis zum Dezember in der Ausstellung „What if…“ zu sehen, wo Studenten des Design Interaction Studiengangs ihre Arbeiten in den Schaufenstern des Wellcome Trust (215 Euston Road, London) zeigen.

"The Other Volcano": Der Versicherungsvertreter wird Augen machen

23 / 11 / 2010 - 12:50 Uhr - 0

Leaving Las Moscow

Ein Anfang ist gemacht: Porno-Bilder aus Grosny in Moskau auf der Werbe-Screen

In Tschetschenien haben sie es endlich begriffen. Um die russische Konsum-Diktatur zu bekämpfen, ist die terroristische Eskalation das falsche Mittel. Was es im Zeitalter der digitalen Selbstbefriedigung braucht, um ein selbstgerechtes System zur Erschlaffung zu bringen, sind Porno-Hacks auf Werbeschirmen. Als an einer Moskauer Ausfallstraße letzte Woche für Minuten ein Hardcore-Video lief, kam selbst der stockende Verkehr auf den verstopften Tangenten der Stadt noch zum Erliegen. Urheber des Angriffs, so fand die Staatsmacht schnell heraus, war eine Adresse in Grosny, die Stadt, die das russische Militär zu Schrott geschossen hatte, die heute aber wieder aufgebaut ist und sogar einen Fußballverein in der ersten russischen Liga hat.

< mehr >

03 / 02 / 2010 - 16:49 Uhr - 1

Special zur Bundestagswahl

26 / 09 / 2009 - 0:12 Uhr - 1

Erneute Klassenbesprechung: Bob präsentiert eine seiner experimentellen Videoarbeiten. Wird er die Klasse damit überzeugen können?

09 / 08 / 2009 - 15:51 Uhr - 0

Seine “Hood” ist St. Georg und Video sein Style: Der Mixed-Media-Artist Christian D. Pfeiffer alias “Bob Blitskrieg” stellt sich vor.

09 / 08 / 2009 - 15:20 Uhr - 0