Kau dir ein Reihenhaus!

Was hat Elastizität in der Architektur zu suchen? Eigentlich doch nichts. Lebewesen, die sich den ganzen Tag über Trampolins fortbewegen, Hochhäuser, die hin und her wiegen wie eine Ähre im Wind, und wenn abends alle zur gleichen Zeit in der Küche stehen, küsst der First den Garten – ein Graus, oder? Will man Türen zuschlagen, die dann nur leise “Plopp” machen oder nachgebende Toilettensitze? Und beim Geschlechtsverkehr zu Gymnastik mit Sprüngen wie auf dem Mond gezwungen sein? Das alles erspart vermutlich Kieser-Training und Schwabbelwampen, aber der Mensch ist doch kein Flummi und das Leben kein Marvel-Comic. Wir haben ein Recht auf Stabilität, Statik und feste Böden. Warum also sind Architekten immer wieder so fasziniert vom Unpraktischen?

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20 / 01 / 2011 - 14:19 Uhr - 1