oder ‘Aus dem Arbeitsalltag eines freien Kunstjournalisten’
oder
‘Was hat MacOS 10.6. mit Windows gemeinsam?’
14 / 03 / 2010 - 10:36 Uhr - 0
Das Wort ‘Revue’ hat für mich immer zwei Bedeutungen und in diesem Titel kommen beides schön zur Geltung, was wohl auch dem gelungenen Aufttritt der schweizerischen Publikation zu verdanken ist.
Da gibt es die ‘Revue’ als Show, Ereignis und Erlebnis. Das wird man bei der Kunstkritik selten erleben, denn selbst die beste und populärste Kunst als Bildende Kunst kann am Ende dann doch nicht gleich ziehen mit der Filmkunst, wie sie uns gerade zwei Wochen hier auf der Berlinale präsentiert wurde.
Und Jeff Koons wird eben nicht Leonardo di Caprio, selbst wenn er sich umbenennen liesse in Leonardo Koons. Ist es das Geld, das dahinter steht oder die Größe und Vielfalt des Angebots und des Publikums? Aber vielleicht sollten wir uns mit dem Gegegebenem zufrieden geben.
Und dafür gibt es die Zeitschrift mit Niveau, die sich im Untertitel ‘Revue’ nennt, und das Niveau auch hält. Das ist auch notwendig, denn tatsächlich handelt es sich um eine Publikation, die sich dezidiert der Kritik der Kritik widmet.
Das hat schon was… der neue Klassizismus im Magazin-Design,
vertreten hier durch Marc Bally.
Gefunden habe ich das Heft anlässlich eines Besuch der dem Motto Buchladen (“Unser aller Motto: Motto”) angegliederten Galerie im Rahmen des Berlin-Paris Galerienaustausches.
Das setzt sich hier sozusagen fort, denn das Heft erscheint in Lausanne (ja, ich weiß Lausanne liegt in der Schweiz, aber dort spricht man auch französisch) und wird vertrieben über verschiedene Buchhandlungen wie eben ‘Motto’. Eine Homepage gibt es auch, hier. (P.S.: Wofür steht denn .tk ?)
Aber am Ende bewegt man sich mit derartigen Magazinen gewissermassen in Höhen, wo die Luft dünn wird. Aber eigentlich sollte sich die Kritik auch jenen Bereichen zuwenden, wo die Luft geschwängert ist von den Ausdünstungen des Alltags und der Arbeit…und sei es die in der Redaktionsetage…
Als freier Autor ist man davon freigestellt, arm, aber unglücklich oder?
Das war Teil 1…
21 / 02 / 2010 - 16:23 Uhr - 7
Das hört sich nach einem besonders rigiden Vertreter der Freikörperkultur an, dabei ist es nur die Übersetzung des Titels eines neuen Kunstmagazin. Und der Untertitel macht den Titel dann fast verständlich: Journal on exhibition making.
So haben wir hier also das erste Magazin, dass sich in Artikeln, Kritiken und Bemerkungen dem Thema der Ausstellung widmet. Und man fragt sich: Erst jetzt? Schliesslich sind die Feuilletons voll von Ausstellungsbesprechungen, von Besprechungen von Ausstellungen. Tatsächlich geht es dabei vor allem um Werke von Künstlern und Künstlerinnen und weniger um deren Display, Präsentation im Raum, an der Wand oder auf dem Boden, in welchen Kontext, politisch gesellschaftlich oder kommerziell. Oder alles zusammen. Und das wird hier wieder auseinander getüftelt….
Worum es in diesem Heft geht, lässt sich im Blick auf das Inhaltsverzeichnis klären. So schreibt Chuz Martinez über die Documenta 12 (Documenta 12 and the future of thinking). Es gibt unterschiedliche reviews der Istanbul Biennale (von Jessica Morgan, Ulrike Groos, Jill Winder und Yilmaz Dziewior) inklusive Bildteil. Unter der Rubrik ‘Typologies’ wird die Solo Show betrachtet und das Format der Kunsthalle. Das alles auf englisch , aber das sollten keinen vom Lesen abhalten.
Es gibt viel zu tun, aber erst mal lesen..
Für 10 € in der guten Kunstbuchhandlung oder direkt bei Archive Books, Dieffenbachstr. 31, 10967 Berlin. Die Vernissage zur Vorstellung war gut besucht, aber die üblichen Verdächtigen hatten wohl andere Termine….
Und hier der TITEL…
12 / 02 / 2010 - 14:33 Uhr - 0
habe ich mehr im Schrank, vor allen nicht die von der Documenta.
Vor kurzem ist mir eine Tasse aus der Hand entglitten und in den Spülstein gefallen und dort in viele Einzelteile zerfallen.
Übrig bleibt ein Exemplar von der Documenta 11 und eine Fälschung. Denn der Becher von der letzten Documenta ist selbst fabriziert, weil das vor Ort angebotete Exemplar nicht meinen Erwartungen entsprach.Obwohl die ‘Strichliste’ mir sehr gut gefallen hat.
Die Documenta Geschäftsführung hat mir jedenfalls geantwortet:” Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass wir über keine D11 Tassen mehr verfügen. Wir hätten Ihnen gern weitergeholfen.”
Müssen wir also warten bis zur D13….
Bis dahin studieren wir diese Liste:
Featured Resources:
January 2010
Selected by Carolyn Christov-Bakargiev
1. Gertrude Stein – If I Told Him: A Completed Portrait of Picasso (1934-35) (Stein page on Ubu)
2. Paul Chan – Untitled Video on Lynne Stewart and Her Conviction, The Law, and Poetry (2006)
3. Maya Deren – A Study in Choreography for Camera (1945)
4. Forough Farrokhzad – Radio Tehran Sessions (1962-1964) (Farrokhzad page on Ubu)
5. Canada Inuit Games and Songs – Katajjaq (Inuit page on Ubu)
6. John Cage – Mushroom Haiku, excerpt from Silence (1972/69) (from The Dial-A-Poem Poets LP)
7. Dara Birnbaum – from “Damnation of Faust Trilogy” (1983)
8. Tacita Dean – Kodak (2006)
9. Dan Graham – Performer/Audience/Mirror (1975)
10. Jacques Lacan – Télévision
Carolyn Christov-Bakargiev is the Artistic Director of Documenta 13 to take place in 2012.
06 / 02 / 2010 - 16:15 Uhr - 0
Das habe ich beim Herumstreifen auf der Homepage der ART entdeckt und verwundert stehe ich nun davor und weiß nicht, was ich damit anfangen soll.
Unter dem Agyptischen Museum und der Ausstellung zum Humboldt-Forum (später dazu mehr, ich verspreche es) findet sich hier der Eintrag zum ARD-HAUPTSTADTSTUDIO und dessen Besuch.
Jede eifrige Beobachter der ARD Nachrichten kennt die Ausblicke aus den oberen Stockwerken und die Interviews im Erdgeschoss des Gebäude vor den farbigen transparenten Gleittüren. (Schiebetüren, das Wort das ich zuerst benutzen wollte, gehören dann einer anderen Zeit an).
WAS SOLL DAS? könnte man jetzt ausrufen. Oder locker nebenbei bemerken, dass die ARD auch immer mehr zu einem Museum wird.
Aber andererseits müssen wir auch feststellen, dass die Akademie der Künste am Pariser Platz auch vom äusseren Anschein her, Fassade, sehr wohl auch eine Fernsehanstalt beherbergen könnte.
Früher gab es das schöne Wort ‘Sendeanstalt’ für derartige Institutionen wie das ZDF oder die ARD. Und das bringt uns auf die richtige Spur, denn die aufgeführten Museen sind dann eben ‘Sendungsanstalten’. Schließlich haben sie auch eine Sendung und das Humboldtforum hat sogar ein Sendungsbewußtsein. Aber, wie schon gesagt, später davon mehr.
30 / 01 / 2010 - 13:59 Uhr - 0
Das fängt ja gut an, mag sich der unbefangene Leser und die unbefangene Leserin jetzt denken: Schon bei der ersten Zeile stottert er, verschreibt sich oder oder kennt sich nicht aus im Programm.
Letzteres entspricht der Wahrheit, aber Programm bleibt Programm und mit einer Bedienungsanleitung lassen sich Fehler vermeiden. Und andererseits ist ein neues Programm ja auch eine Chance, zur Reflektion über die Mittel der Darstellung und/oder über den eigenen Status.
Und den Status der Kunst dieser Tage, dieses Jahres. Wer die Jahresrückblicke sich noch mal in Erinnerung ruft, dem ist vielleicht auch aufgefallen, dass die sogenannte Bildende Kunst kaum eine Rolle spielte. Das kann auch positiv gesehen werden, weil die Kunst dann eben das vergangene Jahr nicht mit großen Zahlen, seien es in Geld oder in Besuchern, und nicht mit Skandalen auftrumpfte.
Die Frage erhebt sich auf diesem Hintergrund wie von selbst: Was soll die Bildende Kunst? Schon die Frage ‘was ist?’ führt einen in die Unübersichtlichkeit zeitgenössischer Kultur. Aber zumindest lassen sich Grenzen bestimmen, Bildende Kunst ist keine Literatur, und umgekehrt. Oder?
Was soll Bildende Kunst? Das ist die eigentliche Frage, die wir vielleicht garnicht beantworten wollen. Aber die Frage ist ein Reflex auf ein Anspruchsdenken an die Kunst, das deren Erscheinungsweise verändert oder verändern kann. Beteiligt an diesem Denken sind sowohl die Museumsdirektoren, mit den gewohnten Ausnahmen, wie die Galeristen, mit den.., und das breite Publikum, ohne Ausnahme. An dieser Stelle schweigen wir noch darüber, was die Vermittler und Kritiker angeht.
Und gehen ins uns…was soll?
30 / 01 / 2010 - 12:34 Uhr - 1
Foto: Mathilde ter Heijne
Herzlich Willkommen! Wir freuen uns sehr, dass unsere Blogs wieder neuen Nachwuchs bekommen haben: Ab heute wird der Berliner Kunsthistoriker, Journalist, Kurator und Präsident der deutschen Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbands Thomas Wulffen in seinem Blog “Was soll…” die Kunst beim Wort nehmen…
28 / 01 / 2010 - 12:18 Uhr - 0

na den Termin muss man sich ja gleich rot im Kalender anstri...
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Guten Tag - Samstag auf der ART Cologne ich möchte ein gro...
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