05 / 09 / 2011 - 20:24 Uhr - 0

30 / 08 / 2011 - 10:28 Uhr - 0

07 / 07 / 2011 - 23:31 Uhr - 0

BERLIN FASHION WEEK FOR SALE

Une-Haute-Couture-Installation by Daniel Josefsohn

Am Anfang ist die Vorstellung. Also stellen wir Sie uns vor: Suzy, Anna, Franca und die anderen. In der Konzentration liegt der Mehrwert. Wenn es eine Modemacht gibt, dann sitzt sie am 6. Juli 2011 im Pavillon neben der Volksbühne. Diesmal ist sie käuflich – BERLIN FASHION WEEK FOR SALE. Und der Stern dreht sich auch.

Opening: 6/7/2011, 19.00 Uhr

Ausstellungsdauer: 6/7/2011 – 10/7/2011

Mit: Franca Sozzani / Vogue Italy Editor in Chief, Hilary Alexander / Fashion Director The Daily Telegraphs, Suzy Menkes / International Herald Tribune, Candy Pratts Price / Executive Fashion Director US_Vogue, Anna Wintour/ Vogue US Editor in Chief, Grace Coddington/ Vogue US, Filipa Fino/Vogue US Fashion Editor, Nina Garcia

29 / 06 / 2011 - 15:48 Uhr - 0

28 / 06 / 2011 - 12:08 Uhr - 2

OPENING 06.07.2011 19:00  pm  till 10.07.2011 @ PAVILLON NEXT TO THE VOLKSBÜHNE BERLIN


SOUL OUT by FLORIAN WALDVOGEL

Alle warten auf die Wende. Ganz normale Freunde der gepflegten Textilkultur wie du und ich verspüren ein gewisses Unbehagen am „Fashiondesign“ dieser Tage. Alle wollen Mode irgendwie anders haben und irgendwie besser. Zur Hölle mit Millionenaufwand gescrabbelten, überreich mit Angestelltencouturiers bestückten und vor intellektuellem Charme der Fashionweek-Melancholiker nur so tugendoptimierten Stoffwerksmannschaften . Aus Pflichtgefühl, immer seltener aus Neigung, geiseln wir uns doch vor den Laufsteg.

Wer sein Abpudern gelernt hat, für Style und Skills sensibilisiert ist, wird um sein Vergnügen betrogen, weil man blind wird, die Augen schützen den Verstand. Wer sich etwas auf sein Stilempfinden zugute hält, muss sich plötzlich auf Secondhandabiturienten einstellen.

Die meisten Bekleiderscheinungen bieten allzu selten was fürs Herz, was aber den Modeerschöpfern angesichts toller Botoxlippen überhaupt nicht bedauern. Die Textil-Zyniker haben die emotionale Brücke zwischen Produzenten und Träger längst gesprengt. Sie verweigern uns das ganz emotionale Spektrum zwischen Abstraktion und Einfühlung.

Der um sein Herzklopfen geprellte Fashionfreund, auch nicht blöde, wird bestimmt auch anders fündig.

Und ob, so reichlich als gelte es, die letzten Sonnenstrahlen einer Goldenen Haute Culture zu fixen, bevor im Zeichen der Rezession die paktistanischen, achtlagigen Sparprogramme der Apokalypse greifen, entschädigte uns für die hungrigen Momente das neue, pünktlich zum Bar Mitzwa erscheinende Video von John Galliano. Den zynischen Auftritten anderer Elitecouturiers setzt er vollbesoffene Momente entgegen, dem Antisemitismus sei Dank.

Da stimmt dann wieder alles. Vor diesem Junge des einst Erkannten möchte man wieder fromm werden und all die Anstrengungen vergessen, die uns die Vietnamcommunity von heute so zumutet. Nicht jede Trickjacke ist schön, doch wenn sich die heiteren Momente, die Epiphanien auftun, erhellt sich das zauberhafte Gelingen, das Sich-selbst-genug-Seiende im Kunststoff.

So zielsicher wie eine amerikanische Wärmerakete ein Bagdader Waisenhaus, trifft mich Daniel Josefsohn, „und ich bin“, um mit Gottfried Benn zu sprechen, „am Boden bis halbneun“.

http://www.facebook.com/event.php?eid=212184098816915

www.volksbühne-berlin.de

28 / 06 / 2011 - 9:32 Uhr - 0

25 / 06 / 2011 - 12:13 Uhr - 0

… LIEBER FC.GUNDLACH @ DEICHTORHALLEN, HAUS DER PHOTOGRAPHIE

…. LIEBER HELMUT LIEBER GEORGE ICH WOLLTE AUCH MAL MIT DER EISENBAHN SPIELEN by  DANIEL JOSEFSOHN @ DEICHTORHALLEN, HAUS DER PHOTOGRAPHIE

from june o9 till august 14. 2011

http://deichtorhallen.de/index.php?id=209

THANKS to Foto: Christian Charisius

17 / 06 / 2011 - 9:13 Uhr - 0

… OOMMM oder HERR v.EDEN AM ARSCH DER WELT



HERR  von EDEN  OOMMM 2011 / 2012

Am Arsch der Welt

Erst schien die Sache ja einfach und gehörte in die Politik:

Im Arsch der Leiche von Mahatma Gandhi, Präsident des wohl berühmtesten Bartleby-Clubs der Welt, Indien, soll ein weißer Samthandschuh gefunden worden sein, und ein weißer Samthandschuh im Arsch, das weiß in Indien und im ganzen Commonwealth jedes Kind, schickt zum Beispiel John Galliano als letzten Gruß. Und hieß es nicht all die Jahre, Indien, und speziell Gandhi verdanke seinen Erfolg sowieso bloß der Gewaltfreiheit? Er hätte es wissen müssen, denn damals kurz vor der Übernahme des Clubs durch Bollywood flitzte ein nackiger Reiter der Apokalypse über den heligen Rasen von Barabati und auf seinem Rücken stand: „Kauft meinen Arsch.“

Doch dann stieg die Nachricht rasant im Wert, aus dem tapferen Schneiderlein wurde die derzeit gefragteste Cricketegende: Mister Gandhi war mindestens bisexuell und deshalb Opfer seiner Nummer Eins geworden. Damit kam die Welt auch wieder einigermaßen in Ordnung, das war klassisches Abendland.

Gandhi, war der nicht Sitzenbleiber und regierte er nicht nach den Werten, die man ihm einst als junger Werkzeugmacher im Bombayer Arbeiterviertel Goas Tiatr mit auf den Weg gab? Und starb auch noch gleich dafür?

Und war Gandhi nicht eigentlich gestorben für die, oder wenigsten an dem, unter abscheulichen Umständen zwar, aber unbedingt prädestiniert.

Soviel vergeudete Verehrung duldet keinen vernünftigen Zweifel. Einer der ganz Heißen muss da von uns gegangen sein.

Dringt bei soviel Weihrauch überhaupt noch der Hinweis durch, dass der Tod durch die Erfolgssucht einer Nickelbrille einschlägiges Risiko ist?

Aber das, so leid es uns tut, gehört zum Geschäft, das ist Berufsrisiko. Wer nur mit Boxershorts bekleidet ist, begibt sich in den Anstoßpunkt. Der ist brutal und manchmal anspielend.

Fast jede Woche steht die nicht besonders variantenreiche Geschichte im Regionalteil der Zeitungen, aber der einsame Glatzkopf, der einem Abschlag zum Opfer fiel, ist doch auch kein Martyrer. Fällt Ihnen jemand ein, dessen dunklen Verbindungen Sie

verleiten würde, ihn als Toten der Extraklasse zu klassifizieren?

Aber vielleicht liegt es an der gedoppelten Synthetikseide, dass in Ermangelung anderer trendträchtiger Fashionereignisse jene zum Lifestyle erweitert werden.

Viel ist nicht mehr passiert in der Mode seit Gandhi. Wo nichts ist, ist immer noch die Boxershort, der Antisemitismus und die branchenübliche Verzweiflung. Nur die klassischen Fashionriten schleppen sich fort. Mode ist ja auch erst dann Mode, wenn sich jemand drüber aufregt. Aber wie gesagt, das ist ein ziemlich freies Land.

Und sind wir mal ehrlich, man kann so gründlich und protestantisch fleißig sein wie man will, zum authentischen Heiligen wird man erst, wenn man sich in irgendwelchen Fotostudio hat richtig durchficken lassen oder als Promi in Cannes das entscheidende Tor schießt.

Ein bisschen peinlich ist dieses Spiel selbstinduzierten Leidens schon und wird erst richtig Indien, wenn sich um die SM-Monstranz gleich ganze Elefantenherden samt Heilige Shiva schart.

Man macht halt nur eine Affäre draus, wenn es die großen weißen Männer trifft. Hingebungsvoll erfüllen da manche eben gewisse traditionelle Männerrollen. Sie verfügen über ziemlich viel Macht, haben deshalb alles und müssen noch alle Nachwuchstalente wegkaufen. Aber auch ein Handschuh im Arsch bleibt ein technischer Fall. Männer sind in Auseinandersetzungen halt ein klein bisschen rabiater als Frauen.

Florian Waldvogel

Die Neue  Campagne HERR  von EDEN   2011 / 2012

HvE OOMMM

Photographiert von  Daniel Josefsohn / JOSEFSOHN.COM

Ahmedabad, India  2011

Styling : Peter Kisur  & Bent Angelo Jensen

Danke an Umang Hutheesing und Jürgen Dahlmanns

PS:. MORE TO COME

13 / 06 / 2011 - 13:45 Uhr - 0

… DIE SPANISCHE FLIEGE / HERBERT FRITSCH @ VOLKSBÜHNE BERLIN

…. POSTER AD by JOSEFSOHN.COM / THANKS TO JULIJA GOYD, LEICA  and BLESS

10 / 06 / 2011 - 11:17 Uhr - 0