Pearl Lam ist eine schillernde Persönlichkeit der Shanghaier Kunstszene. Die elegante und extravagante Dame vertritt in ihrer Galerie am Bund etablierte Namen wie Zhang Huan, Shao Fan oder Zhu Jinshi. Mit der Eröffnung einer zweiten Galerie 2012 im renommierten Hongkonger Pedder Gebäude direkt unter der Gagosian Gallery kam es zur Umbenennung von Contrasts Gallery zu Pearl Lam Galleries. Ein dritter Standort in Singapur ist für dieses Jahr geplant. < mehr >
18 / 04 / 2013 - 4:51 Uhr - 0
Davide Quadrio, aka Dado, ist ein wichtiger Kenner und Macher in der Shanghaier Kunstszene. Heute gibt es in Shanghai viele private Museen, Galerien und Kunstprojekte, internationale Galeristen, Kuratoren und Museumsdirektoren. Die rasante urbane Entwicklung, die vielen Ausländer, Restaurants, Cafés und Bars aus aller Welt machen das Leben für Ausländer in der Metropole Shanghai relativ einfach zugänglich. Als der Italiener Davide Quadrio Anfang der 90er als Student nach China kam, um die tibetanische Architektur zu erforschen, war das Leben, Studieren und Reisen für Ausländer ein unvergleichlich großes Abenteuer. Als er 1997 ganz nach Shanghai zog, hatte die Stadt nichts von ihrem heutigen glamourösen Charme. Ganz zu schweigen von einer regen zeitgenössischen Kunstszene. 1999 gründete Davide Quadrio BizArt und schuf mit der ersten non-profit Kunstinstitution in Shanghai eine ungewöhnliche Plattform mit neuartigen Perspektiven für die zeitgenössische Kunst. < mehr >
11 / 02 / 2013 - 10:04 Uhr - 0
Huang Yong Ping, Two baits, 160x300x800 cm, 2001, exhibition view: Time Traveler at Rockbund Art Museum 2012, courtesy Rockbund Art Museum
Shanghai trägt das Meer in seinem Namen und ist eine der wichtigsten Hafenstädte Chinas, aber man sieht oder riecht das Meer nicht. Und Möwen gibt es auch keine. Dafür aber große Fische, die ohne voneinander zu wissen, in einen Dialog treten.
Im Rockbund Art Museum sind zwei monumentale Fische von Huang Yong Ping Teil der Ausstellung „Time Traveler“. Eigentlich sind es keine Fische, sondern Köder. Ihre Oberfläche glänzt und schimmert wie vielfarbige Schuppenhaut. Die Schwanzflossen fehlen und an den Körperenden sind zwei überdimensionale spitze Angelhaken verankert. Auf der Bauchseite ist das Fleisch aufgerissen, und wer es wagt, seinen Kopf ins Innere zu stecken, sieht das goldgelbe Innere. In einem Bauch sind zwei Messer versteckt, im anderen zerknittertes, beschriebenes Papier. < mehr >
04 / 12 / 2012 - 9:15 Uhr - 0
China, Provinz Sichuan. Zwischen Chengdu und Chongqing, im Kreis Dazu liegt ein 31 Meter langer Buddha auf dem Weg ins Nirwana. Am Felsabhang von Baoding Shan hat der Mönch Zhao Zhifeng ihn im 12. Jahrhundert in Stein hauen lassen. 1999 wurden die fünf Standorte der sogenannten Felsskulpturen von Dazu auf die Liste des UNESCO-Welterbes gesetzt.
Frühmorgens, bevor das Gedrängel losgeht und Lautsprecheransagen in die Natur blöken, ist der beste Zeitpunkt, um sich in den Anblick der 10 000 Skulpturen an den Steinwänden und in den Grotten von Baoding Shan zu vertiefen. Weit über 70 Jahre lang hat es gedauert, die Figuren aus dem Stein herauszuarbeiten. Die Reliefs sollten als Vorbild und Ratgeber dienen und die Lehren des Buddhismus erläutern, die Zhao Zhifang nach der Rückkehr von langen Reisen in seinem Heimatort zu vermitteln suchte. < mehr >
26 / 11 / 2012 - 7:53 Uhr - 1
Ann Niu ist eine waschechte Shanghai-Großstadtpflanze. Vor vierzig Jahren wird sie im summenden und brummenden Herzen von Shanghai groß und studiert am Fine Art College der Shanghai University Kunst mit dem Schwerpunkt Malerei. Letztes Jahr hat Ann Niu ein Atelier im Stadtviertel Gubei bezogen. Zentral ist was anderes. Aber sie hat auch gar kein Interesse daran, dass andauernd jemand an ihre Tür klopft, um mit ihr ein Schwätzchen zu halten. Das Atelier ist ihr Arbeitsraum, in dem sie ohne Ablenkung ihre Ideen auf die Leinwand bringen möchte. Sie malt meist direkt ohne Vorzeichnung auf die Leinwand. Es ist ihr nur lieb, sich intensiv und ungestört auf das Arbeiten zu konzentrieren und noch lieber, nicht viele erklärende Worte darüber zu verlieren. < mehr >
20 / 07 / 2012 - 7:09 Uhr - 0
Magda Danysz hat eine Galerie in Paris und eine direkt am „Bund“, Hausnummer 18. Von der schillernden Prachtpromenade zieht sie nun in das stadtkernferne Yangpu Viertel, weit im Nordosten von Shanghai. Die neuen, gigantische 1000 m2 großen Räume eröffnet die Pariser Galeristin mit einer Ausstellung über den Street-Art-Künstler Vhils (aka Alexandre Farto). Der junge Portugiese kratzt, meißelt, reißt, schnitzt oder ätzt seine Kunst in die urbanen Oberflächen. Mit Banksy hat er schon ausgestellt, aber in China geht er das erste Mal auf die Straße. < mehr >
18 / 04 / 2012 - 7:59 Uhr - 1
Als Regisseur, Autor, Kameramann und Schauspieler zugleich fühlt sich der Fotograf Li Zhensheng, als er 1966 sein Selbstporträt aufnimmt. Herausfordernd, stolz und direkt blickt er in die Kamera, ein bisschen von oben herab. Li Zhensheng ist als Fotograf ein wichtiger Zeitzeuge der chinesischen Kulturrevolution. Seine Bilder sind weltbekannt. Die BBC hat ihn 2007 in die Riege der Genies der Fotografie aufgenommen, aber nun sind seine Bilder das erste Mal auch in China in einer Galerie zu sehen. Die Ausstellung in der Beaugeste Gallery, von Jean Loh kuratiert, trägt den Titel Winds and Clouds.
Mehr als 18 Jahre ist Li als Fotojournalist tätig. Im Auftrag der Tageszeitung Heilongjiang dokumentiert er mit unzähligen Bildern die Jahre zwischen 1966 und 1976 – die Zeit der Kulturrevolution, der Rotgardisten, der Massenbegeisterung, der Gewalt, Willkür und des Terrors. Erstaunlich oft tauchen unter den Bildern Li’s Selbstporträts auf. Denn, wann immer nach einer Reportage ein Film nicht zu Ende geknipst ist, fotografiert Li sich selbst, um kein Filmmaterial zu verschwenden. Diese Porträts erzählen viel über den jungen, eigenwilligen Mann, der sich nicht auf propagandageeignete Fotografie hat beschränken lassen, sondern stets seinem Freisinn gefolgt ist. < mehr >
27 / 02 / 2012 - 4:59 Uhr - 1
In Berlin, New York oder Paris gehört Street Art zum Alltag. In Shanghai kommt man erst beim Besuch des Galeriekomplexes M50 in der Moganshan Road im Norden der Stadt mit Graffiti in Kontakt. Eine lange Mauer steht hier Graffitikünstlern legal zur Verfügung. Immer wieder kursieren aber die Gerüchte, dass auch diese einzigartige Wand der Stadt Ende des Jahres abgerissen werden soll.
Und wenn nun diese Mauer abgerissen wird, wenn diese legale Möglichkeit zum kreativen Austoben mit der Sprühdose wegfällt, dann gibt es in Shanghai keine Graffiti mehr? Das kann ich mir einfach nicht vorstellen. Überhaupt ist es schwer zu glauben, dass in einer Mega-Metropole wie Shanghai sich Graffiti und Street Art auf nur eine „legale“ Mauer beschränken lassen sollen. Das würde heißen, das so vieles wegfällt, was diese Kunst zur Kunst macht, was dieser Kunst den Kick gibt: < mehr >
13 / 12 / 2011 - 3:24 Uhr - 0
Eine dreistöckige Gartenanlage mit Gemüsefeld und Obstbäumen auf das kleine Haus zu bauen, das schlägt die junge italienische Künstlerin Francesca Galeazzi der Galerie Art + Shanghai vor. Einen billigen Plattenbau aufs Dach aufzusetzen oder eine in den Himmel ragende verglaste „Shopping Mall“ wären weitere mögliche Strategien, um sich gegen die gnadenlose Stadtplanung und baulichen Entwicklungen in Shanghai vorbeugend zu schützen. < mehr >
09 / 12 / 2011 - 9:16 Uhr - 0
Wäre dort oben im Fenster nicht der Kopf einer Skulptur zu sehen gewesen, hätte ich die Galerie Hong Merchant in der französischen Konzession von Shanghai wahrscheinlich vergeblich gesucht. In dem wunderbaren traditionellen „Lanehouse“ ohne Namens- oder Klingelschild zeigt die Galerie, gegründet von der Französin Pia Pierre, seit über zehn Jahren ihre chinesische Antikensammlung und bietet zeitgenössischen Künstlern regelmäßig Raum zum Arbeiten und Ausstellen.
Im Herbst ist Vincent Cazeneuve für die Dauer seiner Ausstellung aus Chongqing, wo er seit 2007 lebt, in die Xinguo Road gezogen. In Frankreich hat der Künstler als Restaurator, Tischler und Vergolder gearbeitet – er war schon immer fasziniert von der Arbeit mit Lack und fand so seinen Weg nach China, denn die Ursprünge des Lackierens sind seit über 3000 Jahren tief mit der chinesischen Kultur verwurzelt. Das Arbeiten mit Lack bleibt für Cazeneuve aber mit einer geheimnisvollen Rätselhaftigkeit behaftet, da das Lehren sowie Erlernen der Technik ein enormes und selten zu findendes „savoir faire“ benötigt. Als zu langwierig, aufwendig und kostspielig gilt in Europa die herkömmliche Herstellung und Verarbeitung von Lack, als dass sie sonderlich gepflegt und weitervermittelt wird. So zog es den Künstler schließlich selber nach China in die Provinz Sichuan, wo er vor Ort die Technik der Lackarbeit bei einem Meister studierte. < mehr >
25 / 11 / 2011 - 4:50 Uhr - 0

Hallo Herr Maus, Ihre Bilder sind fantastisch gut. Vielen ...
Guter Bericht mit ausgezeichneten Fotographien über die Werk...
Classes are fun for kids. Musclehedz A cartoon series, stret...
Klamauck mit ck? Und von welchen "Massen" gehen die Veransta...
Hallo Herr Maus, ich finde es sehr schade, dass Sie Ihre...
Hervorragende Ausstellung!...
allet jute men jong :D...
Toller Artikel. Danke. Macht weiter so!...
Tony Craigg macht klasse Skulpturen. Bin immer wieder begeis...
Great photos! A great instrument ( your Leica) in the hands ...