Ausstellungstipp Hamburg: Martin G. Schmid »dod«

Eröffnung: Freitag 26. November 2010, 19Uhr

Elektrohaus Hamburg, Pulverteich 13, St.Georg
(5min. vom Hbf, direkt hinter dem Metropolis Kino Steindamm)

Martin G. Schmid, Höheres Weessen, 2010, Acrylfarbe, pigmentierte Tinte auf Leinwand

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26 / 11 / 2010 - 12:27 Uhr - 0

Ausstellungstipp: Jan Köchermann: „Dead End Lopes“ in der Kunsthalle Göppingen

Vernissage am Freitag, den 26.11.2010

Ausstellungsdauer: 26. November 2010 – 16. Januar 2011

von Izabela Dabrowska-Diemert

Jan Köchermann ist in Hamburg in den vergangenen Jahren durch eindrückliche großformatige Installationen und Projekte im öffentlichen Raum aufgefallen. So hat er beispielsweise noch während des Studiums einen 10m langen Schacht – den sog. „Ur“-Schacht, in das Dachgeschoss des Hauptgebäudes der Hochschule für Bildende Künste gebaut (Schacht 1, 1996), der sich durch eine Fensteröffnung vom Treppenhaus offen in den Außenraum fortsetzte. 

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25 / 11 / 2010 - 22:55 Uhr - 0

Buchtipp: Metropolitan Views: Berlin. Berlin. Kunstszenen 1989-2009

Conny Becker, Christina Landbrecht, Friederike Schäfer (Hg.): Metropolitan Views: Berlin. Berlin. Kunstszenen 1989-2009, Deutscher Kunstverlag Berlin/München

In Berlin wird am liebsten über Berlin geredet – sei es, dass man sich im eigenen Glanz sonnt oder im Selbstzweifel versinkt und regelmäßig die Frage stellt: Ist Berlin vorbei? Diese Frage ist naheliegend in einer Stadt, die mit ihren zwei ehemals getrennten, wenig beachteten Kunstszenen in den vergangenen zwanzig Jahren zur angesagtesten Kunstmetropole avancierte und damit den Zenit ihrer internationalen Bedeutung erreicht zu haben scheint. Der Zweifel ist allerdings bereits virulent, seit Mitte der 90er Jahre in Berlin die Konsolidierungsphase einsetzte. Jeden Neu-Berliner treibt das Gefühl um, etwas verpasst zu haben. Aber vielleicht liegt genau darin der Grund für den ungebrochenen Selbsterneuerungstrieb der Berliner Kunstszenen.

Mit Beiträgen und Interviews von und mit:

Marc Altenburg, Nico Anklam, Conny Becker, Daniel Berndt, René Block, Friedrich von Borries, Barbara Buchmaier, K. Lee Chichester, Izabela Dabrowska-Diemert, Anna Ewa Dyrko, Thomas Florschuetz, Simon Giesinger, Isabelle Graw, Jörg Heiser, Lutz Henke, Andreas Koch, Christina Landbrecht, Joep van Liefland, Loge, Luce Orthen Rüffer, Philipp Oswalt, Ulrike Ottinger, Anna Schäffler, Friederike Schäfer, Magnus Schäfer, Florian Schmidt, Sandra Teitge, Christoph Tannert, Jutta Weitz, Ming Wong, Zwölf.

http://www.amazon.de/Metropolitan-Views-Berlin-Berlin-Kunstszenen/dp/3422069674

http://www.deutscherkunstverlag.de/controller.php?suche=kunstszenen+1989&submit.x=3&submit.y=5&cmd=schnellsuche&verlag=2

Buchrelease Berlin : Am 26. November 2010, ab 20 Uhr (Buchvorstellung um 21 Uhr), Babette, Bar in der Karl-Marx-Allee 36, 10178 Berlin

Buchrelease Hamburg : Am 04. Dezember, ab 19 Uhr (Buchvorstellung um 20 Uhr), Galerie Melike Bilir, Klosterwall 4, 20095 Hamburg

23 / 11 / 2010 - 20:51 Uhr - 0

AUSSTELLUNG: FOTOGRAFIE – IDEOLOGIE DER ABBILDLICHKEIT | A. C. KUPPER | HEIKO NEUMEISTER | WOLFGANG OELZE | PHILIPP SCHEWE | SIMON STARKE

 

A.C. Kupper, Weinende, 100x140cm, Inkjet auf Fotopapier auf Alu-Dibond, © A.C. Kupper

(Text: Oliver Ross) Fotografie vollzieht sich auf der Grundlage folgender, selten ausgesprochener Voraussetzung: Die technische Aufnahme von Bildern sei eine ästhetische Wiederholung von „Wirklichkeit“. Unterstützt also die Fotografie ein gewisses Realitätsprinzip? Jedenfalls folgt das Medium meistens der scheinbar verlässlichen Tatsache, dass sich überhaupt etwas „realistisch“ abbilden lässt. Malerei ist prozesshaft, Fotografie fixiert mit hoher Geschwindigkeit Ausschnitte. Damit entsteht der Eindruck, „Welt“ sei als etwas „Vorgefundenes“ gegeben. Aber wird in der Fotografie „Welt“ nicht schon allein durch die Wahl des Aufnahme–Standpunktes konstruiert? Fragen der Identifizierbarkeit treten auf, wenn Fotografie als losgelöst von ihrem „Gegenstand“ betrachtet wird. Ein Bild ist in erster Linie ein Bild. Bleibt der scheinbar selbstverständliche Verweischarakter eines Mediums unreflektiert, wird es ideologisch verwendet. So kann gerade Fotografie dazu genutzt werden, einen unhinterfragten Weltzusammenhang zu stabilisieren. Aber erst im Bruch mit sich selbst zeigt ein Medium seine Grenzen auf und hinterfragt seinen Bezug zur Welt als situative Instabilität. < mehr >

31 / 10 / 2010 - 13:45 Uhr - 0

27 / 10 / 2010 - 1:47 Uhr - 0

HOLZ UND BROT NR. 6

Bild Nr. 6: brett.jpg

Nach der Wurst kommt das Brot und kommt das Brotzeitbrett. Die Schnittspuren des Messers erinnern an informelle Strukturen, an nervöse Schabungen a la Wols, die jahrelang ins Brett eingelassenen Substanzen wie Butter oder Margarine verweisen auf Beuys, das Material selbst, Holz, auf Bernh. Joh. Blume. Ein objet trouve aller alltäglichster Art, aber wiedereinmal bewirkt Kunst eine Begegnung mit dem Gewöhnlichen: Ohne die beeinflussende Beschäftigung z.B. mit der art informelle, wäre mir dieses Ding mit seinen quasi-existenzialistischen Kratzspuren wohl kaum aufgefallen. Die Kunst macht den Alltag reicher, die gewohnten Gegenstände zeigen einen “ver-rückten” Mehrwert, der aus  Quellen jüngster Kunstgeschichte stammt. Die Bereiche Alltag und Kunst tauschen sich aus. Das Leben, diese wunderlich buntgemischte Angelegenheit, kann vielschichtig und mehrmedial poetisch ausgelegt werden, die Kunst ihrerseits gewinnt einen Bezug zum Banalen: Denn reine Kultur ist ungeniessbar….

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09 / 10 / 2010 - 14:06 Uhr - 0

03 / 10 / 2010 - 18:47 Uhr - 0

Ausstellungstipp: TEXTURE in der Galerie Metro

Zum Saisonstart zeigt die junge Galerie Metro Arbeiten von 16 Künstlern, die ihre eigenen materiellen und kontextuellen Bedingungen reflektieren und auf unterschiedliche Weise den Blick für ein unüberschaubares Gewebe von Beziehungen, Bedingungen und Abhängigkeiten schärfen. < mehr >

24 / 09 / 2010 - 0:09 Uhr - 0

Wege, Acker, Garten, Schutt

Als ich nach meiner 10-tägigen (Urlaubs-)Abstinenz das erste mal wieder den Galerieraum aufsuchte, schlug mein Herz höher: Künstlermaterial quoll bereits aus der Tür und im inneren Bereich zeugte eine hiesige Tropenlandschaft von Verena Isssels Aufbaufieber …

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08 / 09 / 2010 - 1:11 Uhr - 0

HOLZ UND BROT Nr. 4

Bild Nr. 4: BIERSCHINKENKREIS.jpg

Oliver:

Die Bierschinkenscheibe ist nicht nur ein Querschnitt, sondern auch ein Kreis und damit auch als geometrische Form für die Kunst relevant. Aus kleinen lässt sich ein grosser Kreis formieren, der aus Kopien seines Grundelementes, eben der runden Wurstscheibe, besteht. Diese ordnen sich hier zusammen um nichts, bzw. um eine weisse Leere. Die Wurstscheiben auf ihrer Kreisbahn, ähnlich wie ein Planet um eine fehlende Sonne, die „Kosmophrenie“ unserer Zeit führt zu eigenartigen Analogien… (Kosmophrenie: Abgeleitet von Kosmos und Phrenie, wie in Schizo-phrenie: Der Verlust eines ganzheitlichen Weltgefühls lässt den Menschen mit dem Kosmos als göttlich-prästabile Ordnung auseinanderfallen).

HOLZ UND BROT, so heißt ein Dateiordner auf dem Rechner von Oliver Ross. In ihm befindet sich diverses Bildmaterial, von dem der Künstler sich anscheinend formal und inhaltlich einen Erkenntnisgewinn erhofft. Außerdem lieferten diese 90 digitalisierten Weltstückchen bereits das Basismaterial für seine dichten Collagen.Zweimal in der Woche werden diese Bilder von oben nach unten aus dem Ordner heraus preisgegeben, eins nach dem anderen. Außerdem versehen Melike Bilir oder der Künstler selbst oder beide zusammen jeden Post mit einem Kommentar. Weitere Kommentare sind herzlich willkommen! Denn es ist, was man sieht, und man liest, was man versteht.

08 / 09 / 2010 - 0:43 Uhr - 0