Thomas Wulffen

Was soll...

Thomas Wulffen

Webseite: http://www.thwulffen.de/

Geboren im Ruhrgebiet (Bochum 1954), studiert am Bodensee (Universität Konstanz Philosophie und Linguistik), hat ihn die Großstadt nie aus den Fängen gelassen, sodass er sich erst wieder heimatlich fühlte in Berlin. Seit 1982 arbeitet er dort im Bereich der zeitgenössischen Kunst als Kurator und als Kritiker.

Der Kritiker steht jetzt mehr im Vordergrund, weil die Ausstellungen dann die anderen machten. Aber die Liste seiner Ausstellungen überzeugen ihn auch heute noch, und er fragt sich zuweilen ob er nicht zu früh da war, wo jetzt alle sind. Als Mann des Wortes blickt er mit ein wenig Stolz auf Titel und Inhalte seiner Ausstellungen mit so seltsamen Zusammenstellungen wie "Anonym & Parataktisch" (1987, Galerie Zwinger) oder "D&S Ausstellung", zusammen mit Frank Barth realisiert im Kunstverein Hamburg neben anderen.

Seine erste Meriten erntete er als Kunstkritiker für den "Tagesspiegel", wo er in den achtziger Jahren jede Woche zumindest einen Artikel veröffentlichte, zu einer Zeit wo sich die Kritiker und Kritekerinnen sich noch nicht gegenseitig auf die Füsse traten. Es folgte die Zeit im Stadtmagazin "Zitty", wo er verantwortlicher Redakteur für den Bereich Bildende Kunst war. Daneben verfasste er Themenbände für das "Kunstforum", unter anderem auch eines mit Titel "Betriebssystem Kunst". Seit Oktober 2006 hat er seinen eigenen Blog mit dem seltsamen Titel "Theoretisches-Hilfs-Werk". Und wer will kann auch zum Buch greifen mit dem Titel "Rollenwechsel" und dem Untertitel "Gesammelte Texte" (Lit Verlag Münster 2004).

Kunst ist für ihn ein anderes Mittel der Erkenntnis, einerseits abseits jeder Erkenntnistheorie und dann doch wieder mittendrin. Da entsteht wie von selbst die Frage "Was soll...".