26 / 02 / 2013 - 23:16 Uhr

Die Bildhauer – ab 1945 in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

Burkhard Maus

Magdalena Jetelová

Der Titel “Die Bildhauer” missachtet die Bildhauerinnen. Das ist nicht gut. Auch (starke) Frauen hat die Kunst, warum finden sie sich im Ausstellungstitel nicht wieder ? Unverzeihlich, diese Ignoranz.

Nun, die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen hielt Hof und die Kunstakademie Düsseldorf liess sich bitten. Mit einem Grossaufgebot der Bildhauerei-Zunft präsentierten sich unter anderem Lehrende wie auch Absolventinnen und Absolventen  der in Europa wichtigsten Akademie. Eine feine Idee.

Rita McBride, Bogomir Ecker, Katharina Fritsch (v.l.n.r.)

Richard Deacon, Thomas Schütte, A.R. Penck (v.l.n.r.) (détail)

Norbert Kricke (l.), Tony Cragg (r.)

Robert Fleck, Marion Ackermann, Maria Müller-Schareck, Tony Cragg (v.l.n.r.) vor Richard Deacon ""What could make me feel this way" (détail)

Von Marion Ackermann, Maria Müller-Schareck, Tony Cragg, Robert Fleck und Siegfried Gohr wurde die Überblicksexposition kuratiert. Die Ausstellung lässt 68 Jahre Kunstakademie-Bildhauerei Revue passieren, wobei diejenigen Artistinnen und Artisten ausgewählt wurden, an denen national und international eine Entwicklung bedeutender Kunst nachvollzogen werden kann. Die contemporäre Art, anerkannt und im Spannungsfeld dieses Genre reflektierte die Epochen der fast 7o Jahre.

Günther Uecker, Lucia Fontana, Didier Vermeiren, Leunora Salihu (v.l.n.r.) (détail)

Andreas Schmitten (détail)

"Die Bildhauer" (détail)

"Die Bildhauer" (détail)

"Die Bildhauer" (détail)

"Die Bildhauer" (détail)

Das Terrain der Kunstsammlung geizte nicht mit seinen Räumlichkeiten, um dieser einmaligen Schau jegliche Präsentationschance zu bieten. Die Räume und Hallen machen das Spannungsfeld sichtbar, das die Bildhauerei in diesen Jahrzehnten durch- und erlebte. Gezeigt werden Werke von Ewald Mataré, Joseph Beuys, Erwin Herich, Name June Paik, Dieter Roth, Karl Bobek, Hede Bühl, Norbert Kricke, Imi Knoebel, Reiner Ruthenbeck, Bern Lohaus, Franz Erhard Walther, Klaus Rinke, David Rabinowitch, Irmin Kamp, Erich Reusch, Jannis Kounellis, Günther Uecker, Ulrich Rückriem, Markus Lüpertz, Jörg Immendorff, A.R. Penck, Otto Piene, Heinz Mack, Luise Kimme, Magdalena Jetelová, Fritz Schwegler, Christian Magert, Reinhard Mucha, Harald Klingelhöller, Thomas Schütte, Thomas Virnich, Isa Genzken, Thomas Grünfeld,
Jürgen Drescher, Tony Cragg, Hubert Kiecol, Martin Honert, Katharina Fritsch, Didier Vermeiren, Pia Stadtbäumer, Rosemarie Trockel, Martin Gostner, Georg Herold, Paloma Varga Weisz, Gereon Krebber, Ralf Brög, Leunora Salihu, Andreas Schmitten, Richard Deacon, Rita McBride, Bogomir Ecker und Wilhelm Mundt.

Thomas Schütte (détail)

"Die Bildhauer" (détail)

"Die Bildhauer" (détail)

"Die Bildhauer" (détail)

Gereon Krebber "Intender" (détail)

Die Exposition ist ein Rendez-vous zwischen dem Lehrkörper und seinen Pennälerinnen und Pennäler – nun auf Augenhöhe. Grandios.

“Die Bildhauer”
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Grabbeplatz 5
40213 Düsseldorf
www.kunstsammlung.de

… bis zum 28.Juli 2013
(montags geschlossen, dienstags bis freitags 10h bis 18h,
samstags, sonntags und an den Feiertagen 11h bis 18h,
jeden ersten Mittwoch im Monat 10h bis 22h)

26 / 02 / 13 - 23:16 Uhr

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Kommentieren Sie diesen Artikel

3 Leserkommentare vorhanden

Franz Mischke

23:33 Uhr  

14 / 03 / 2013 // 

Hervorragende Ausstellung!

Sven Blatt

8:39 Uhr  

03 / 06 / 2013 // 

Hallo liebe Redaktion,

es tut mit leid, aber für eine ART ein schwacher Beitrag – zwar viele Fotos, auf denen man versucht hat, möglichst viel rein zu quetschen. Das meiste des Textes wird dann beansprucht von der Aufzählung aller an der Ausstellung teilnehmenden Künstler – ansonsten ein paar Plattitüden. Zur gezeigten Kunst nichts Profundes und den Unterschied zwischen “dass” und “das” ist der Autorin noch nicht bekannt. Und – kann man mal die sprachliche Vereinfachung der Geschlechterbezeichnung nicht einfach mal akzeptieren als das was sie ist (eine sprachliche Vereinfachung), statt das gleich wieder als Ignoranz zu brandmarken. Bei keiner anderen Sprache ist man hier so dünnhäutig wie in der deutschen.

Da hatte so manch ein Blog oder Webmagazin Bessers zu bieten. Empfehlen kann ich hier z. B. http://www.labkultur.tv/blog/die-bildhauer-als-treibende-kraefte-im-k20 … und das ist jetzt keine Eigenwerbung

apocalypse2012

19:34 Uhr  

13 / 06 / 2013 // 

Die beste Kunst befand sich noch nie in Privatbesitz und auch nicht in Museen, sondern immer nur in situ (an einem bestimmten Ort): die Höhlenmalereien, die Pyramiden von Gizeh, die Kathedrale von Laon, etc.

Nur korrupte Kunst ist mobil und kann transportiert werden.

Das grösste Kunstwerk ist natürlich der Künstler selbst — d.h. ein perfekt jagender Schamane:

http://www.youtube.com/watch?v=XlbCP92XMEM

Die perfekt ausgebildeten Schamanen und Lisbeth Salanders sind schon längst unterwegs……..

Oder mit Mark Rothko: bis die dummen korrupten Kunstkäufer das Kotzen kriegen werden…