26 / 08 / 2012 - 23:17 Uhr
Bernhard Fuchs – Ein Mönch ohne Kloster
Burkhard Maus
Wenn sich der in Düsseldorf lebende Photographie-Künstler Bernhard Fuchs in seine Enklave begibt, stellt diese Einkehr zunächst lediglich eine Etappe dar.
Hieran schliessen sich weitere und über mehrere Jahre dauernde an. Ziel ist das Resultat von Exkursion und Klausur, eine Publikation und vielleicht eine Exposition.
Leicht macht es sich Bernhard Fuchs, Jahrgang 1971, nicht. Das lassen seine bisherigen Veröffentlichungen erkennen. An dem ersten Buch arbeitete der gebürtige Österreicher sieben Jahre. Menschen hatte sich Fuchs zum Thema gemacht. Menschen in verschiedenen sozialen Verhältnissen. Die Begegnungen verliefen sehr unterschiedlich. Die Auswahl für das Kunstwerk ‘Buch’, eine Wiederholung von Begegnungen mit den Portraitierten, forderte Fuchs erneut heraus.
Nach jeder Reise zu ihnen zieht sich der Artist in sein Atelier zurück, produzierte die Abzüge und heftete sie an die Wand. Dieses Procedere wiederholte sich mehrfach in der Schaffensphase. Nun sind es Landschaften, die ihn zur Auseinandersetzung führen.
Stets hält er Andacht vor den Photographien, wechselt Abbildungen gegen andere aus oder fügt neue hinzu. Versunken in das bei diesen Photographien Erlebte führt Bernhard Fuchs’ Weg erneut dorthin- nun in Klausur.
Als Ergebnis seiner Exkursionen und Einkehr reflektieren die Bücher auf phantastische Art seine Arbeitsweise und Perspektiven.
Eigentlich fand Fuchs, der an der Kunstakademie in Düsseldorf und Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei renommierten Lehrern studierte, Interesse am Film.
Nimmt man aber die Spuren des Künstlers auf und begreift seine Vorgehensweise, erfährt man letztlich das Ergebnis des Prozesses, gleicht es doch einem Film. Photographien strahlen Filmszenen aus, die Assoziationen auf solche unwillkürlich zulassen.
Mit der abstrakten Malerei verbindet Bernhard Fuchs viel. Berührung mit der traditionellen Photographie sucht er, was ihm bei seinem Anspruch nach autobiographischem Wirken
Entourage bedeutet. Dass er sich immer wieder in seine Heimat nach Österreich begibt, überrascht daher kaum. Heimat als Vertrautheit und Herkunftsgegend als Quelle stehen für
eine Symbiose, die die Motivation für den Wunsch nach Erforschung von Mensch und Umwelt bedeutet.
Auch die weiteren Bücher unter anderem über Landschaften und Automobile geben Zeugnis ab. Bernhard Fuchs nähert sich mit Behutsamkeit ihnen, bleibt unaufdringlich. Und auch sein Publikationen lassen die Stille seiner Klausur asketisch spüren.
Bernhard Fuchs, ein Mönch ohne Kloster.
Zur Zeit präsentiert das Sprengel Museum Hannover bis 7.Oktober 2012 seine Photographien.Und vom 15.September bis 1.Dezember zeigt die Robert Morat Galerie in Berlin Kunstwerke von ihm.
Sprengel Museum Hannover, Kurt-Schwitter-Platz, Hannover,
Robert Morat Galerie, Schauraum Berlin, Kleine Hamburger Strasse 2, Berlin
26 / 08 / 12 - 23:17 Uhr
















Ich weiß gar nicht, warum´s hier so fein zugeht!? Ich als mi...
Hallo Herr Maus, Ihre Bilder sind fantastisch gut. Vielen ...
Guter Bericht mit ausgezeichneten Fotographien über die Werk...
Classes are fun for kids. Musclehedz A cartoon series, stret...
Klamauck mit ck? Und von welchen "Massen" gehen die Veransta...
Hallo Herr Maus, ich finde es sehr schade, dass Sie Ihre...
Hervorragende Ausstellung!...
allet jute men jong :D...
Toller Artikel. Danke. Macht weiter so!...
Tony Craigg macht klasse Skulpturen. Bin immer wieder begeis...