18 / 06 / 2012 - 23:24 Uhr

Uli Sigg (Monsieur Chine de la Suisse) – generös und visionär

Burkhard Maus

Uli Sigg

Die Vorfreude ist kolossal – wohl für alle: Rita und Uli Sigg beschenken das M+ Museum in Hongkong.

Allein 1463 Kunststücke erhält das Museum und erwirbt 47 Werke aus der Sammlung Sigg. Die Auswahl erfolgt signifikant und gemäss der Sammlungs-Intention, indem in diesen Exponaten eine “kohärente Entwicklungsgeschichte der 1970er bis heute der Gegenwartskunst Chinas gelesen werden kann”,  so der Donator.

Aber ist mehr als nur Sigg’ Schenkung. Sigg überlässt China historische Dokumente und letztlich einen Teil der künstlerischen Identität dieser Schaffenszeit.

Das ist gleichsam visionär – neben der Generösität Sigg’.

Sigg und eine Ehefrau Rita vertreten die Auffassung, dass diese Kunst nach China (wieder) gehört und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen sei. Daher fiel auch die Wahl auf dieses in fünf Jahren eröffnende Haus. Nicht zuletzt auch die Künstlerinnen und Künstler empfahlen dem Sammlerpaar das M+ Museum in Hongkong als sicheres Domicil für ihre Arbeiten.
Mit dieser Entscheidung zeigt das Sammlerpaar, sich kein eigenes Museum zu bauen, soziale Kompetenz.
Wer wünschte sich in der Kunstgemeine nicht ähnliche Stringenz, besonders aber auch diesen verpflichtenden Anspruch, der die Schenkung von Rita und Uli Sigg reflektiert. Welch’ Vorbild. Danke.

18 / 06 / 12 - 23:24 Uhr

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • TwitThis
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Furl
Kommentieren Sie diesen Artikel

1 Leserkommentar vorhanden

Henry Brown-Schellendorf

19:48 Uhr  

17 / 08 / 2012 // 

Uli Sigg hat nichts “verschenkt” sondern ein riesen Geschäft abgeschlossen. 22 Millionen Schweizer Franken fuer 47 relativ wertlose chinesische moderne Kunst. Dieser Preis übersteigt das Vielfache dessen, was Sigg je investierte. Ein kaltes, kalkuliertes Kunstgeschäft hat sich nun für den Quereinsteiger in saemtlichen Berufen als Erfolg bewiesen. Ein Mephisto und eigennütziger Selbstdarsteller und gefährlicher Mensch!! Armer dummer Aiweiwei der ihm auf den leim gegangen ist.