17 / 05 / 2012 - 12:10 Uhr

Andreas Blühm - von Köln nach Groningen

Burkhard Maus

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Fit für den Wechsel - oder vom Hochbunker des Oswald Mathias Ungers  zur revolutionären Architektur des Alessandro Mendini. Andreas Blühm verlässt das Wallraf-Richartz-Museum in Köln nach siebenjähriger Leitung, um in dem niederländischen Groningen sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen. Dass ihm dies nicht leicht fiel, gibt Blühm unumwunden zu. Aber dass verschiedene Gründen hierfür ihn doch motivierten, den Sprung vom Rhein in die Nähe der Nordsee zu wagen, spricht für den scheidenden promovierten Kunsthistoriker. Besonders private führten den 1959 in Berlin Geborenen zu dieser Entscheidung.

Andreas Blühm

Erfahrungen konnte Blühm in verschiedenen Kunsthäusern sammeln. Der Weg führte ihn nach Lübeck (Museum für Kunst und Kulturgeschichte), in das Museum Ostdeutsche Galerie in Regensburg und nach Amsterdam in das Van Gogh Museum, bevor er die Direktion  des Wallraf-Richartz-Museums & Fondation Corboud in Köln übernahm.

Groninger Museum (détail)

Seine jetzige Arbeitsstätte unterscheidet sich kolossal zu der zukünftigen. Allein die Bauten, hier in Köln eine Art Hochbunker des Architekten Ungers,dort  in Groningen ein stimmungsfroher Bau voller architektonischer Überraschungen, geschaffen von Alessandro Mendini und  Philippe Starck, Michele de Lucchi, Coop Himmelb(l)au, Maarten Baas,  Jaime Hayon und  Studio Job. Die Ausrichtung beider Museen ist ebenso unterschiedlicher. Darin liegt der An-Reiz für Andreas Blühm.

Andreas Blühm sei jetzt schon - der Zeitpunkt seines Weggang entscheidet sich in den nächsten Tagen - alles Gute zu wünschen.

Tot ziens!

Wallraf-Richartz-Museum
Obenmarspforten
50667 Köln
www.wallraf.museum

Museumeiland 1
9711 ME Groningen
www.groningermuseum.nl

17 / 05 / 12 - 12:10 Uhr

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • TwitThis
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Furl
Kommentieren Sie diesen Artikel

1 Leserkommentar vorhanden

Markus roubrocks

0:14 Uhr  

22 / 05 / 2012 // 

Zu Ihrem Bericht über Herrn Andreas Blühm gibt es folgendes anzumerken.
Die wissenschaftlichen Forschungen die angeblich durch Herrn Blühm voran getrieben werden sollten, sind in meinen Augen eher beschnitten und deformiert worden!
Dazu ein Beispiel aus dem Forschungsprojekt: „Maltechnik des Impressionismus und Postimpressionismus“, in diesem wurden unter anderem zwei hauseigene Gemälde von Vincent van Gogh untersucht und in beiden Bildern wurde Cadmiumgelb gefunden, die Farbe die vom Vincent van Gogh Museum seit Jahrzehnten bestritten wird! Eigentlich ein sensationeller Fund ,da die Gemälde aus den Jahren 1887 und 1888 stammen und damit die dauerhafte Verwendung von Cadmiumpigmenten bei van Gogh beweisen würde. Entdeckt wurde Cadmiumgelb bei der Vis-Spektroskopie und mit einem Fragezeichen versehen, eine mikrochemische Analyse hätte Klarheit gebracht, die Kosten hierfür liegen bei circa 200€ pro Einzelprobe. Leider wurde keine weitere Untersuchung durchgeführt. Dieses ist, wenn man bedenkt das Herr Blühm, 13 Jahre Mitarbeiter des van Gogh Museums war und mit der Thematik durchaus vertraut sein sollte doch recht fragwürdig. Ich würde dazu sagen Amsterdamer Museums Klüngel. Solche Fakten mehr oder weniger unter den Tisch zu fegen ist der Kunstwelt gegenüber nicht zu vertreten!

Markus Roubrocks Köln