10 / 05 / 2012 - 0:40 Uhr

Daniel Buren - Excentrique(s) et cercles colorés au le Grand Palais

Burkhard Maus

Daniel Buren - Monumenta 2012 - Grand Palais

Daniel Buren - Grand Palais (avant - détail)

Abschied von den Linien, den markanten Streifen in der Öffentlichkeit und für sie konzipiert ?

Daniel Buren "Excentrique(s) - Travail in Situ" - Grand Palais

Daniel Buren - Monumenta 2012 - "Excentrique(s) - Travail in Situ" - Grand Palais (Aufbau)

Das könnte sein. Denn mit "Excentrique(s) - Travai in Situ" entfernt sich der bedeutende französische Künstler von ihnen. Zuletzt noch in Metz und davor in der Synagoge von Stommeln nutzte er dieses Ausdrucksmittel, das ihn viele Jahre umgebene und begleitende Symbol für seine Kunst.

Daniel Buren - Monumenta 2012 - "Excentrique(s) - Travail in Situ" - Grand Palais

Daniel Buren - Monumenta 2012 "Excentrique(s) Travail in Situ"

Daniel Buren - Monumenta 2012 "Excentrique(s) Travail in Situ"

Stets Kunst für alle Menschen und nicht  eventuell für einen elitären Teil ersann und entwickelte Buren sein Exponate. Das zeichnet ihn auch aus. Sich entfernen aus dem Zentrum, Kreise ziehen, die sich berühren und letztlich multiplizieren, farbliche Verschmelzungen - das könnte auch der Hinweis auf einen gesellschaftlicher Anspruch geben, der Solidarität untereinander, gleich welcher Hautfarbe  und sonstiger Couleur zu leben gilt. Und das könnte politische Aktualität signalisieren.

Daniel Buren - Monumenta 2012 - "Excentrique(s) - Travail in Situ" - Grand Palais

Daniel Buren - Monumenta 2012 - "Excentrique(s) - Travail in Situ" - Grand Palais

Nach Anselm Kiefer, Richard Serra, Christian Boltanski und Anish Kapoor ging nun an den in Boulogne-Billancourt geborenen  Artisten die Stafette, mit Monumenta 2012 das Herz des Grand Palais, La Nef, zu erfüllen.
Dies wiederum ist ihm gelungen.

Daniel Buren - Monumenta 2012 - "Excentrique(s) - Travail in Situ" - Grand Palais

Über Auswahl der Farben entschied nicht der Künstler. Sie waren seitens des Produkteurs  vorgegeben, über ihre Anordnung aber der Künstler. Dass die colorierten Kreise je nach Lichteinfall, ob durch Sonne am Tage oder auch nächtens, interessante Bilder schaffen und in ihre Vielseitigkeit dem  regulären rustikalen und kalt wirkenden Boden hierdurch eine neue Oberfläche  schenken, die ein Association an Holzmaserungen zulassen, werden das kunstinteressierte Publikum dort auch zum Verweilen einladen.

Aber eine Installation hat Buren, der Bildhauer,  damit nicht geschaffen. Es sind Skulpturen. Auf den ersten Blick und oberflächlich multipliziert. Nähert man sich ihnen, wirkt jede anders. Licht und Farbe verursachen dies. Und der Boden reagiert auf seine Art. Aber alles ist vereint. Alles verbindet sie, wie die Kreise, die durch das Grand Palais schweben.

Daniel Buren - Monumenta 2012 - "Excentrique(s) - Travail in Situ" - Grand Palais

Daniel Buren - Monumenta 2012 - "Excentrique(s) - Travail in Situ" - Grand Palais

Aber diese Rundungen birgen kein Zufälligkeit in sich. Formen dieser Art finden sich auch an der Konstruktion des Grand Palais wieder. Buren nahm sich der Architektur der Umgebung an. Der Raum und  sein interimsweiser Inhalt sind untrennbar.

Daniel Buren - Monumenta 2012 - "Excentrique(s) - Travail in Situ" - Grand Palais

Daniel Buren - Monumenta 2012 - "Excentrique(s) - Travail in Situ" - Grand Palais

Daniel Buren - Monumenta 2012 - "Excentrique(s) - Travail in Situ" - Grand Palais (sans soleil)

Daniel Buren - Monumenta 2012 - "Excentrique(s) - Travail in Situ" - Grand Palais (sans soleil)

Buren, Jahrgang 1938, zeigte sich bereits dreimal auf der documenta (5, 6 und 7). Als Konzeptkünstler, Maler und Bildhauer hinterliess bereits auch bleibende Eindrücke. Nach dem Besuch im Grand Palais empfiehlt, durch die Tuileries zu flanieren, um  im Cour d'Honneur du Palais Royal seine reizvolle Präsenz "Les Deux Plateaux" zu erleben.

Daniel Buren - Monumenta 2012 - "Excentrique(s) - Travail in Situ" - Grand Palais (sans soleil)

Grosser Bahnhof für Daniel Buren: Francois Hollande, Marthine  Aubry -Vorsitzende der Parti Socialiste und vielleicht zukünftige Madame la Premier ministre, Frédéric Mitterrand - Ministre ministère de la culture et de la communication,  Fabrice Hergott - Directeur du musée d'Art moderne de la ville de Paris , Jean-Paul Cluzel, Président des Grand Palais, Jean-Hubert Martin, Jean-Jacques Aillagon - Ministre ancien de la culture et de la communication, Pascal Marthine Tayou, das Kunstsammlerpaar Lorenza und Marco Pallanti, Claude Lévêque, der den französischen Pavillon anlässlich der Biennale in Venedig 2009 bespielte,  und andere ehrten den im Grand Palais gastierenden Artisten.

François Hollande und Daniel Buren

Martine Aubry

Frédéric Mitterrand, Ministre ministère de la culture et de la communication

Martine Aubry und Jean-Paul Cluzel

Fabrice Hergott

Jean-Hubert Martin

Jean-Jacques Aillagon

Lorenza Pallanti, Pascal Marthine Tayou, Marco Pallanti (v.l.n.r.)

Claude Lévêque

Die Ausstellung offeriert ein kulturelle Programm von Concert über Lesung bis Theater.

ARTE strahlt am 3.Juni 2012  um 15h35  ein Special über die Monumenta aus und zeigt von Heinz-Peter Schwerfel den Film "Monumenta 2012 avec Daniel Buren".

Monumenta 2012 - vom 10.Mai bis 21.Juni 2012 - magnifique

Nef du Grand Palais (Porte Nord)

Avenue du Président Winston Churchill
75008 Paris

www.monumenta.com

10 / 05 / 12 - 0:40 Uhr

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • TwitThis
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Furl
Kommentieren Sie diesen Artikel

0 Leserkommentare vorhanden