25 / 03 / 2012 - 13:42 Uhr
Le monde de la photographies de Helmut Newton
Burkhard Maus
Grossformate wechseln sich mit anderen ab, ähnlich die Motive. Das war die Welt des Helmut Newton.
Diese wohl erste grosse Retrospective – nach der im Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris (1984/1985) – ermöglichte die Réunion des musées nationaux. Der nun bis zum 17.Juni 2012 ausgestellte Fundus an Photographien wurde von June Newton – als Atrice June Brunell aus frühen Jahren bekannt, die unter dem Pseudonym Alice Springs ebenfalls aus dem Metier kommend, und der in Berlin ansässigen Helmut Newton-Stiftung gefördert.
Newton, (1920 – 2004) in Berlin geboren, begann schon als Pennäler mit der Photographie. Nach zweijähriger Ausbildungszeit verlässt er wegen der Faschisten Berlin und sucht in der Ferne Australiens seine Chancen.
Bereits Anfang der fünfziger Jahre entdeckten wichtige Modeblätter wie Vogue und Elle seine Kompetenzen.
In unterschiedlichen Genres bewies er Einfühlungsvermögen und den richtigen und entlarvenden Blick für das Motiv. Den Abgebildeten liess er ihre Identität, aber ihr Spiegel verriet vielleicht den Hang zum Narzissmus – oder man ahnte seelische Untiefen, war erschüttert über ihre Selbstanzeigen. Dass bestimmte Photographien zu heftigen Auseinandersetzungen führten, in denen es um die Menschenwürde der Frau und den Feminismus ging, scheint heute vergessen, obwohl uns die Gesellschaft nach wie vor in ihren Um-, Miss- und Zuständen täglich an diese Themen heranführt.
Aber wer würde es heute noch wagen, eine Frau in Vierfüsserstellung mit einem Reitsattel befrachtet und auf dem Bette hockend abzulichten ? Auch wenn von dem “Modell” vermutlich die Initiative für diese Composition ausging. Denn ein Unhold war Newton nicht. Was er schuf, war ihm Ernst und ein Anliegen. Bereits in der 1987 von Klaus Honnef kuratierten Exposition in dem Rheinischen Landesmuseum in Bonn sprach er über sich als “… ein guter Beobachter von Leuten“.
Aber die Schau im Grand Palais, bietet ein Füllhorn von anderen Portraits aus der Mode, des Films und der Kunst. So fand unter anderem Yves Saint Laurent ebenso eine Würdigung wie Pierre Cardin, Thierry Mugler oder Walter Steiger.
Die Schauspielzunft mit Isabelle Huppert, Charlotte Rampling, Catherine Deneuve, Elisabeth Taylor wie auch Helmut Berger dokumentierte der Photograph excellent, was ihm auch bei Künstlern David Hockney, Brassai, Salvator Dali, der Designerin Paloma Picasso oder den Kunst-Händlern Alec, Daniel und Guy Wildenstein gelang.
Mit den unzähligen Veröffentlichungen in Elle, Vogue und Stern nahm er Einfluss auf die Darstellung von Mode.
Bei aller Ernsthaftigkeit verliess ihn nie der Humor. Newton’ gewissen Witz kann man in der Photographie-Schau den Exponaten entlocken. Das macht sie so unberschwert.
Allerdings verdrängt sie nicht die Frage, warum Paris sich damals das Konvolut nicht gesichert hat, wo doch diese Stadt im Vergleich zu Berlin hierfür alle Prädestination besass. Immerhin nicht nur als Weltmetropole der Mode (-Photographie) kann sie mit Institutionen wie dem La Maison Europénne de la Photographie, der bedeutenden Kunstmesse Paris Photo und nahmhafte Photopraphiegalerien aufwarten. Und auch sonst.
Zu der Ausstellung gesellt sich ein kulturelles Programm.
Grand Palais
Galerie sud-est
3, avenue du Général Eisenhower – entrée avenue Winston Churchill
75008 Paris
www.grandpalais.fr
www.grandpalais.fr/grandformat/exposition/helmut-newton/
Bis 17.Juni 2012
À votre plaisir svp
25 / 03 / 12 - 13:42 Uhr




















Ich weiß gar nicht, warum´s hier so fein zugeht!? Ich als mi...
Hallo Herr Maus, Ihre Bilder sind fantastisch gut. Vielen ...
Guter Bericht mit ausgezeichneten Fotographien über die Werk...
Classes are fun for kids. Musclehedz A cartoon series, stret...
Klamauck mit ck? Und von welchen "Massen" gehen die Veransta...
Hallo Herr Maus, ich finde es sehr schade, dass Sie Ihre...
Hervorragende Ausstellung!...
allet jute men jong :D...
Toller Artikel. Danke. Macht weiter so!...
Tony Craigg macht klasse Skulpturen. Bin immer wieder begeis...