04 / 03 / 2012 - 21:35 Uhr
Michael Schmidt – Mittel für’s Leben
Burkhard Maus
Wer meint, “Eat-Art” würde ihn hier erwarten, erfährt Enttäuschung. Doch so ohne weiteres entkommen die Besucherinnen und Besucher der Ausstellungsintention “Lebensmittel” nicht.Denn der Photographie-Künstler Michael Schmidt verbindet mit seiner Arbeit den Anspruch auf soziale Verpflichtung.
Die Photographien, als thematische Serie über Lebensmittel und was dazu gehört, nämlich Mensch, Tier, Natur und Maschinen, zeigen realistisch, was mit ihnen passiert und was ihnen widerfährt, nach Mühe und Last – und ihr Ende hiervon.
Nie zeigt der Künstler alles. Denn die Détails sind das Medium, mit dem Schmidt seinen Exponaten Klarheit und auch Perspektive zugleich verleiht – aber auch die Aufforderung zur Reflexion, über Natur und “Nutztiere” zu sinnieren. Mittel zum und für das Leben sollten im Einklang mit ihm sein, symbiotisch und nicht widerspüchlich. Tiere schlecht zu behandeln oder Landschaft zu vergiften, befindet sich nicht in Kongruenz mit eigenen Ambitionen nach einer würdigen Existenz.
Schmidt, 1945 in Berlin geboren, wurde schon Anfang 1981 im Museum Folkwang präsentiert, weitere Stationen waren bisher unter anderem The Photographer’s Gallery in London, The Museum of Modern Art (New York), Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Koninklijke Akademie voor Schone Kunsten (Gent), Museum of Modern Art Tokyo, Sprengel Museum, Kunstverein der Rheinlande und Westfalen, Haus der Kunst München und Staatliche Kunstsammlung Dresden, weicht von seiner Art der Arbeitsweise nicht ab.
Realistisch und sozialkritisch, so seine fast ausschliesslich monochromen ausgestellten Photographien verfehlen nicht ihre Aussagen. Schmidt’s Kritik ist unübersehbar und sein Appell ebenso. Er sollte allen in die Glieder fahren, spätestens beim nächsten Lebensmittel-Einkauf.
Ab heute bis zum 13.Mai 2012
In dem zur Ausstellung publizierten Katalog werden alle dem Projekt “Lebensmittel” angehörenden Photographien gezeigt und übersteigt in seiner Fülle an Abbildungen die hier zu sehenden Exponate.
Vom Museum Morsbroich aus geht es weiter nach Innsbruck (Galerie am Taxispalais, 15.Juni bis 28.August 2012) und später in den Martin-Gropius-Bau (Berlin, 12.Januar bis 1.April 2013) – allerdings in unterschiedlicher Komposition.
Gustav-Heinemann-Strasse 80
Leverkusen
www.museum-morsbroich.de
04 / 03 / 12 - 21:35 Uhr
Tags: Arp Museum Bahnhof Rolandseck Haus der Kunst München Koninklijke Akademie voor Schone Kunsten (Gent) Kunstverein der Rheinlande und Westfalen Michael Schmidt Museum Folkwang Museum Morsbroich Museum of Modern Art Tokyo Sprengel Museum Staatliche Kunstsammlung Dresden The Museum of Modern Art (New York) The Photographer’s Gallery in London

















Ich weiß gar nicht, warum´s hier so fein zugeht!? Ich als mi...
Hallo Herr Maus, Ihre Bilder sind fantastisch gut. Vielen ...
Guter Bericht mit ausgezeichneten Fotographien über die Werk...
Classes are fun for kids. Musclehedz A cartoon series, stret...
Klamauck mit ck? Und von welchen "Massen" gehen die Veransta...
Hallo Herr Maus, ich finde es sehr schade, dass Sie Ihre...
Hervorragende Ausstellung!...
allet jute men jong :D...
Toller Artikel. Danke. Macht weiter so!...
Tony Craigg macht klasse Skulpturen. Bin immer wieder begeis...