11 / 11 / 2011 - 23:55 Uhr

Henri Cartier-Bresson: Le moment décisif et une grande partie x100

Burkhard Maus

Henri Cartier-Bresson "Derrière la gare Saint-Lazare" (r)

Dass seinen Photographien nicht einer Auflagenbeschränkungen unterlagen, darauf hat der berühmte Photographie-Künstler stets geachtet. Dass es immer noch so gehandhabt wird, nach seinem Ableben vor sieben Jahren, spricht für die Haltung vor ihm und dem würdevollen Umgang seines Erbes, einem Konvolut wunderbarer Photographien.Dass Cartier-Bresson, in Chanteloup 1908 geboren,  mit seiner demokratischen Haltung sich gegen den herrschenden Photographie-Kunst-Markt positionierte, zeichnete den Leica-Photographen ebenso aus.

Nach seinen ersten Berührungen mit der Photographie kam es auch zu Verbindungen mit dem laufenden Bild. Bei Jean Renoir erlebt er dieses Handwerk und schuf selbst drei Filme “Victoire de la vie” (1937), “Le ‘Espagne vivra” (1938) und “Le Retour” (1945). Aber auch die Nähe zu Malerei-Epochen (Surrealismus und Kubismus) liessen Teile seiner Werke erkennen. Stets auf das Blitzlicht  verzichtend, bestand  er  als Gegner des Ausschnitts stets auf dem Vollformat.

Henri Cartier-Bresson, Protagonist für das Urheberrecht, war auch nicht während des deutschen Faschismus in Frankreich inaktiv. Sein Handwerk setzte er zusammen mit Kollegen der Zunft in der Resistance ein.

Le Louvre ehrte ihn bereits 1955 mit einer Ausstellung.

Auch weiterhin auf seine zuverlässige Œuvre-Entourage zählend signifiziert das Resultat der heutigen 100 Exponate umfassende Auktion bei Christie’s in Paris, gegen die man keine Einwände erheben kann. Anlass hierfür ist die von der Fondation Henry Cartier Bresson initiierte Versteigerung von 100 Photographien, die heute im Pariser Haus von Christies’s  immerhin 2.086.450 EUR erbrachten. Nur ganz wenige Lots erfuhren kein Interesse. Das trübt in keiner Weise die Erwartungshaltung und das Auktionsergebnis. Im Gegenteil. Spitzenlos, Henri Cartier-Besson’s “Derrière la gare Saint Lazare”, 1932 in Paris, erbrachte 433,000 EUR – die Fiktion lag zwischen 120.000 EUR und 180.000 EUR. Der Erlös soll nun den Umzug in ein neues Domizil innerhalb  der Kunstmetropole realisieren. Dies entschied die Witwe von Henri Cartier-Bresson Martine Franck.

So intim auch die derzeitige Unterkunft der Fondation im 14. Arrondissement wirkt, so verständlich ist der Wunsch nach einem repräsentativen Raumangebot sowohl für Photographien des Gründers der Agentur Magnum  (1947 mit Robert Capa, George Rodger und David Seymour) als auch in sozialer Kompetenz gegenüber diesem Medium und Kunst-Genre einhergehend für  Kolleginnen und Kollegen Basis ob eigener Darstellungsmöglichkeiten.
Dies wurde anlässlich der heutigen Veranstaltung in der Avenue Matignon unterstützt.

11 / 11 / 11 - 23:55 Uhr

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