Harald Kunde kommt …

Harald Kunde

Der Niederrhein hat ‘was zu bieten: Das Museum Kurhaus Kleve erhält einen neuen Direktor: Harald Kunde. < mehr >

29 / 10 / 2011 - 22:36 Uhr - 1

Werner Spies: Un inventaire du regard

Werner Spies "Un inventaire du regard"

Antoine Gallimard liess es sich gestern in Paris nicht nehmen,  persönlich “Un inventaire du regard” von Werner Spies zu proklamieren. < mehr >

26 / 10 / 2011 - 19:32 Uhr - 1

Jürgen Palmtag – die Resonance der Biennale de Lyon

Jürgen Palmtag, Das Raupen von Mendelo, 2011 Collage, 42 x 29 cm, courtesy FGS Karlsruhe

11. Biennale de Lyon – Résonance 2011 – Das Goethe-Institut Lyon präsentiert:
Jürgen Palmtag: Das Raupen von Mendelo
A l’occasion de la Biennale de Lyon 2011, le Goethe Institut accueille en ses murs les galeries allemandes Eigen+Art (Leipzig / Berlin) ouverte par Gerd Harry Lybke et une jeune galerie du Baden-Württemberg, la Ferenbalm-Gurbrü Station créée par Lukas et Sebastian Baden.
Vernissage avec performance:
jeudi, 27. octobre, 18.30 au Goethe-Loft
exposition du 28. octobre au 9. décembre 2011
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25 / 10 / 2011 - 1:22 Uhr - 1

Die Kunst und die Crowd – abschließende Betrachtung

Experiment beendet – einige Tage Wochen später

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Wir, Nadine von jovoto (Kolloborationsplattform ) und Anna von Startnext (Crowdfunding-Plattform für Kreative) haben das Crowdsourcing-Experiment “Art: Made by the Crowd” im Sommer diesen Jahres initiiert, weil wir herausfinden wollten, ob es möglich ist ein Kunstwerk kollaborativ zu erschaffen.

Als Community-Plattform im Kreativbereich beschäftigen wir uns intensiv mit der Frage, wie sich neue Formen der Interaktion und Arbeitsprozesse in Zeiten von Web 2.0 auf den kreativen Prozess auswirken können. Mit dem Projekt Art: Made by the Crowd konnten wir experimentieren, wie und ob sich Kunst mit Crowdsourcing verknüpfen lässt. Mit der Präsentation des Gewinner-Projektes auf der Social Media Week im September in Berlin ist das Experiment vorerst abgeschlossen und wir möchten nochmal auf unsere Erfahrungen zurückblicken. Es wird der letzte Beitrag in dieser Reihe sein. Vielen Dank an das art Magazin, die es uns ermöglicht haben, hier zu schreiben!

Rückblick

Die Idee war, ein Kunstwerk kollaborativ zu entwickeln: Was passiert, wenn Kreative ein Konzept entwickeln, die Crowd das beste Konzept auswählt, um es dann selbst zu finanzieren und zum Leben zu erwecken? Das Kunstwerk sollte als Installation auf der Social Media Week in Berlin ausgestellt werden.

Die erste Phase, die Konzeptionsphase, die als Wettbewerb organisiert war, war für unser Experiment die spannendste. Hier wurden die eingereichten Ideen von der Crowd diskutiert und bewertet. Nach einer dreiwöchigen Konzeptphase und einigen Tagen feinschliff stand das Siegerkonzept fest. Letztlich wurden verschiedene Konzpte die in der Gunst der Crowd gut abgeschnitten hatten zusammengelegt. Unter der Regie der der Designerin Maya Wiseman entstand das Projekt “Praktikum Lab”.

“Praktikum Lab is a platform to submit, in digital or analog form, something you always wanted to know. Prospective microteachers could gain inspiration to lead microclasses, and could in turn, submit their knowledge wishes.” Maya beschreibt in diesem Artikel ausführlich aus ihrer Sicht den kreativen Prozess vom Praktikum Lab. Wie das Ganze dann als Installation aussah, sehen Sie u.a. hier in den vorangegangenen blogposts.

art pieces, sribbles, flyers around the encampment of the Occupy London movement. CC attribution license

Von “I like it” zu “I support it”

Der nächste Schritt folgte: Die Gewinner-Idee sollte von der Crowd finanziert werden.

Maya hat ihr Projekt auf Startnext multimedial vorgestellt, das Budget definiert und den Zeitpunkt festgelegt, bis wann sie ihr Finanzierungsziel erreichen möchte. Die Summe, die Maya für die Realisierung ihres Projektes benötigte, kam über die Crowd leider nicht zusammen. Für uns war das zunächst verwunderlich, da das Projekt schon in der Ideenphase sowohl bei der Crowd auf jovoto als auch in diversen Blogs viel Aufmerksamkeit bekommen hatte. Das Praktikum Lab als Idee war scheinbar für das Publikum noch zu abstrakt, obwohl das Projekt in dem Pitch-Video von Maya einfallsreich visualisiert wurde.

Für den Erfolg von Crowdfunding-Projekten ist es wichtig, die Idee dem Publikum so verständlich zu machen und sie zu begeistern, damit sie nicht nur sagen “I Ilke it”, sondern “I support it”. Erst wenn es dem Künstler gelingt, seine Idee dem Publikum in Texten, Bildern und einem Video möglichst konkret zu erklären, können die Unterstützer diese Idee weiter in ihrem Netzwerk verbreiten. Auch wenn wir diese Phase nicht so beendet haben wie geplant, konnte Maya dank der finanziellen Unterstützung von MTV mit den Vorbereitungen für die Installation auf der Social Media Week beginnen.

"Imperial Art Appreciation" CC attribution license

Crowd Partizipation

Während des gesamten Entstehungsprozesses des Praktikum Labs konnten sich die Crowd aktiv am Projekt beteiligen: Interessierte konnten die Ideen bewerten und diskutieren, sich finanziell beteiligen und sich als Mentor oder Praktikant im Lab auf der Social Media Week einbringen. Ist das Praktikum Lab damit ein Projekt, das mithilfe der Schwarm-Kreativität entstanden ist?

Auch wenn sich die Crowd laufend am kreativen Prozess beteiligen konnte, die Ideenentwicklung und die Umsetzung erfolgte von der Initiatorin Maya selbst, beziehungsweise gemeinsam mit der Designerin Yasmina Haryono. Maya und Yasmina haben vielmehr die Technologien und Mechanismen des Crowdsourcings eingesetzt, um ihre Idee weiterzuentwickeln und ein Werk zu kreieren. Die kreative Handlung an sich bleibt damit vorerst beim Künstler selbst, gestützt durch die Crowd mit vielfältigen Möglichkeiten.

Das Experiment “Art: Made by the Crowd” hat gezeigt, dass der Einsatz von Crowdsourcing und Crowdfunding spannende Effekte auf den kreativen Arbeitsprozess hat. Da schon die Projektidee in einem frühen Stadium und nicht erst das finale Projekt im Netz kommuniziert wurde, hat das Projekt frühzeitig Aufmerksamkeit bekommen und Unterstützer, Medienpartner und Fans gefunden.

Die Praxis des Künstlers in Zeiten von Web 2.0

Auf der Social Media Week, auf der das Praktikum Lab präsentiert wurde, fand auch ein Panel statt zum Thema “Art and Social Media”. Die Frage dort, ähnlich wie wir sie uns auch stellten: Wie verändert sich die Praxis des Künstlers, die Kunst-Rezeption und der Kunstmarkt duch das Internet?

Künstler erzählten, wie sie von den Möglichkeiten sich online zu präsentieren profitieren und wie sie die Allgegenwärtigkeit ihrer globalen Künstlerfreunde schätzen, die sie dank Skype, Facebook und Co. täglich um sich haben. Sie schwärmten von der Möglichkeit, an Ausstellungen und Konferenzen indirekt teilzunehmen, bei denen man selbst nicht vor Ort sein kann, und davon, auf einzelne Werke sofort und unverblümt Feedback zu bekommen. Vor allem von Seiten der Galeristen kamen kritische Stimmen. Eine Facebook-Page für eine Galerie, am besten noch Fotoalben mit Bildern aus der aktuellen Ausstellungen? Niemals!

Uns wurde so zum ersten Mal deutlich bewusst, dass eine Galerie nicht nur die Kunst und ihrer Künstler schützen und hegen muss, sondern auch die Bilder an sich beziehungsweise deren Aura, die sich vor allem aus ihrer Seltenheit generiert. Das Kunstwerk im Zeitalter seiner digitalen Reproduzierbarkeit droht massiv an Aura zu verlieren, zumindest existiert diese Vorstellung. Es erscheint uns aber auch ein wenig hilflos, bei dieser Vorstellung stehen zu bleiben und das Einsperren der Bilder in den goldenen Käfig einer Galerie mit möglichst wenig Kontakt nach außen als Lösung zu sehen.

Die “Galerie-Kunst” ist auch längst nur noch eine Nische von vielen. Wer sich im Netzt umschaut, findet tausende Arbeiten an der Grenze von Kunst, Kitsch, Fan-tum, Design, Comic, Handwerk, Technologie, Konzept, Aktionismus, Werbung, die allerdings eines vereint: sie sind Ergebnisse einer kreativen Schöpfung, und sie schaffen es, andere Menschen zu begeistern.

Art or Kitsch? cc attribution license

Ausblick: Erfrischung für die Kunst?

Durch Crowdsourcing und Kollaborationsplattformen wie jovoto lassen sich Ideen und Arbeiten zu finden, die in der Welt und somit im Internet bereits kursieren. Mit Crowdfunding Plattformen wie Startnext können Ideen zu ihrer tatsächlichen Realisierung gebracht werden. Sich diese Mechanismen zu eigen machen, Berührungsängste zu verlieren, Kunst noch demokratischer und menschlicher zu denken könnte eine erfrischende Wirkung auf den Kunstmarkt und auf die Kulturförderungslandschaft haben. Die Künstler selbst profitieren selbst bereits schon längst davon.

24 / 10 / 2011 - 23:17 Uhr - 1

Jardin des Plantes: FIAC – à l’extérieur et dans le vert

Jardin des Plantes

La Foire Internationale d’Art Contemporain (FIAC) strebt ins Grüne. < mehr >

22 / 10 / 2011 - 2:59 Uhr - 2

Le jardin des arts (Tuileries)

Le jardin des tuileries

Schon  traditionell wandeln sich anlässlich der FIAC die Tuilerien  zum Garten der Künste. < mehr >

21 / 10 / 2011 - 2:34 Uhr - 1

Le Grand Bleu

photography © Zhe Chen 2011 – courtesy Beaugeste-Gallery.com

An der Fotogalerie Beaugeste von Jean Loh flaniert man nicht zufällig vorbei. Obwohl die Galerie mitten im Tianzifang liegt, einem Labyrinth aus alten Gässchen mit schief schrumpeligen Hexenhäuschen, Boutiquen, Cafés und Bars, wo es nur so wimmelt von Besuchern und Touristen, muss man Beaugeste schon kennen oder gezielt suchen und dann den Lastenfahrstuhl in den 5. Stock erst mal hinter der Wendeltreppe finden! Es ist nur ein kleiner Raum, in dem Jean Loh chinesische Fotografie zeigt.

Auf der Einladung zur neuen Ausstellung „Bees“ von Zhe Chen steht ein Mädchen im Badeanzug mit Taucherbrille vor einem großen Blau. Ach, dachte sich so der ein oder andere, diesmal geht es bestimmt ums Schwimmen anlässlich der Weltmeisterschaft in Shanghai. < mehr >

19 / 10 / 2011 - 3:36 Uhr - 0

Regina Wyrwoll – Abschied von der Kunst ?

Regina Wyrwoll

Abschied – lediglich und nur als Generalsekretärin der Kunststiftung NRW. Regina Wyrwoll wurde heute offiziell  den Ruhestand entlassen. Wer aber meint, von ihr nun nichts mehr zu hören, irrt. < mehr >

17 / 10 / 2011 - 22:35 Uhr - 0

DIE SONNE , OLIVIER PY pour VOLKSBÜHNE BERLIN / JOSEFSOHN

Die Sonne

von Olivier Py

Hat das Theater noch einen bestimmten gesellschaftlichen Auftrag? Ist die Devise „No Future“ ein hedonistischer, pseudo-philosophischer Appell geworden? Müssen wir den dionysischen Sonnenkult wiederentdecken? Soll das Theater uns dabei helfen? Olivier Py, Intendant des Odeon-Theatre de l´Europe in Paris und zukünftiger Direktor des Festival d´Avignon, befasst sich mit all diesen Ungewissheiten in seinem neuen Stuck Die Sonne, das er für die Volksbühne geschrieben hat. Py, Theater- und Opernregisseur, Autor und Schauspieler, möchte gerade hier in Deutschland mit seiner gefestigten Theatertradition das Theater als Kunstwerk für sich – inklusive seines Publikums – infrage stellen. Dazu bedient sich Olivier Py des sehr französischen Barockmotivs des „Theaters im Theater“,

um, wie er selber sagt, „ein Künstlermelodrama aus der Welt des Theaters“ zu erschaffen. „Es ist einfach, eine Rolle zu spielen. Man tritt auf und alles wird einfach. Alles kommt zur Ruhe. Man lässt seine Verzweiflung zurück. Das Publikum spürt sofort, ob man aufgetreten ist oder nicht. Ob man diesen Sprung ins Nichts getan hat. Dafür braucht es weder Proben noch Bücher, es genügt, alles verlieren zu wollen. Es ist völlig unwichtig, ob man gut oder schlecht ist, ob virtuos oder plump, was zählt, ist diese Nacktheit. Man muss von unvorstellbarer Armut sein, um Schauspieler zu sein. Von einer unerträglichen Nacktheit.”

Mit freundlicher Unterstützung des Institut Français im Rahmen des Programmes Théâtre sur mesure.

Mit: Sebastian König (Axel), Lucas Prisor (Josef), Mandy Rudski (Santa), Max Brauer (Matthias), Christoph Letkowski(Charlie), Ilse Ritter (Elena), Uwe Preuss (Der Intendant) und Ingo Raabe (Bobby)

Regie: Olivier Py
Bühne und Kostüme: Pierre André Weitz
Licht: Johannes Zotz
Dramaturgie: Maurici Farré

11 / 10 / 2011 - 22:06 Uhr - 0

Ausgrabungen aus einer fiktiven Gegenwart

Excavations by De Intuitiefabriek

Archäologische Funde haben eine besondere Aura: sie sind fragil, oft brüchig oder halb zersetzt. Sie liegen aufgebahrt auf dunklen Stoffen in den Vitrinen von Museen, um ihre Geschichten zu erzählen von alten Kulturen und anderen Lebensbedingungen. < mehr >

08 / 10 / 2011 - 11:36 Uhr - 0